Regierung und Rebellen

Friedenspakt auf den Philippinen

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Die Regierung und muslimische Rebellen haben auf den Philippinen Frieden geschlossen.

Manila - Mehr als 30 Jahre Konflikt: Auf den Philippinen schließen die Regierung und muslimische Rebellen der MILF Frieden. Auf dem Weg zur Umsetzung liegen noch viele Stolpersteine.

Nach jahrzehntelangem Konflikt haben die Regierung der Philippinen und die größte Rebellengruppe ein Friedensabkommen unterzeichnet. Die Verhandlungsführer der Regierung und der Moro Islamischen Befreiungsfront (MILF) unterschrieben am Donnerstag in der Hauptstadt Manila eine Übereinkunft über die Gründung der autonomen Region Bangsamoro. Damit seien die „schwierigsten und bedeutendsten Schritte“ für den Frieden getan, sagte Präsident Benigno Aquino.

17 Jahre lang hatten Regierung und Aufständische in der südlichen Region Mindanao über die Autonomie eines muslimischen Gebietes verhandelt. Die Verhandlungen waren immer wieder von gewaltsamen Zusammenstößen überschattet worden. Das Dokument sei die „Krönung“ ihres jahrelangen Kampfes, sagte MILF-Chef Murad Ebrahim.

Die Gründung Bangsamoros soll nun bis zum Ende der Amtszeit des Präsidenten 2016 umgesetzt werden. Nach Angaben der Chefverhandlerin der Regierung, Miriam Coronel-Ferrer, sollen die gesetzlichen Grundlagen bis Anfang 2015 beschlossen werden, dann folgt eine Volksabstimmung in den betroffenen Gebieten. 2016 sollen die Bewohner Bangsamoros ein Regionalparlament wählen. Im Gegenzug legt die MILF ihre Waffen nieder. Das Ziel sei eine Entmilitarisierung Mindanaos, sagte Coronel-Ferrer.

Aquino warnte Saboteure und bewaffnete Gruppen davor, die Umsetzung zu stören. „Ich werde nicht zulassen, dass meinem Volk erneut der Friede entrissen wird“, sagte er. Aquino versprach auch eine Verbesserung des Wirtschaftslage in Mindanao. Die Region zählt zu den ärmsten der Philippinen. Malaysia, das seit Jahren zwischen Regierung und Rebellen vermittelt, forderte die Konfliktparteien zum Durchhalten auf: „Es gibt noch viel Arbeit und es wird auch Rückschläge geben“, sagte Ministerpräsident Najib Razak bei der Unterzeichnungszeremonie.

dpa

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