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Energiepreispauschale: Wie Sie die 300 Euro vom Entlastungspaket erhalten

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Von: Sven Schneider

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Die Ampel-Koalition entlastet Verbraucher in Deutschland unter anderem mit einer Energiepreispauschale. Aber wie bekomme ich die 300 Euro? 

Hamm - In der Vorwoche stiegen die Energiepreise beinahe stündlich. Mittlerweile scheinen sie sich eingependelt zu haben. Und dennoch befinden sie sich auf einem Rekordhoch. Tanken ist während des Ukraine-Kriegs so teuer wie nie. Die Bundesregierung hat deshalb nun ein Entlastungspaket geschnürt. Unter anderem steht Verbrauchern eine 300 Euro Energiepreispauschale zu.

300 Euro Energiepreispauschale: So erhalten Sie das Geld vom Entlastungspaket

Die Ampel-Koalition hat auf die gestiegenen Energiepreise reagiert und will nun Bevölkerung entlasten. Unter anderem soll die Energiesteuer für Kraftstoffe für drei Monate gesenkt werden. Zudem soll ein ÖPNV-Monatsticket für 90 Tage für neun Euro angeboten werden. Besonders Berufspendler, die mit dem eigenen Auto unterwegs sind, können wohl ein wenig aufatmen. Zumal das Volltanken mittlerweile in der Regel weit mehr als 60 Euro kostet.

Dank Energiepreispauschale sollen Verbraucher eine Zahlung in Höhe von 300 Euro erhalten. Doch wie bekommt man das Geld? Laut Bundesregierung soll die Summe als „Zuschuss zum Gehalt“ ausgezahlt werden. Der Zuschlag für Bürgerinnen und Bürger soll ebenso unabhängig von den geltenden steuerlichen Regelungen gewährt werden. Bedeutet: Pendlerpauschale, Mobilitätsprämie, steuerfreien Arbeitgebererstattungen und Job-Ticket sind davon nicht betroffen. Die Energiepreispauschale soll „on top“ ausgezahlt werden.

Energiepreispauschale für Verbraucher: 300 Euro werden „on top“ überwiesen

Unterschieden wird dabei zwischen Arbeitnehmer und Selbstständigen. Während Erstere ihre Auszahlung über die Lohnabrechnung erhalten, bekommen Selbstverwaltende einen Vorschuss über eine einmalige Senkung der Einkommenssteuer-Vorauszahlung.

Einen Haken, der lediglich in einem Nebensatz erwähnt wird, gibt es trotzdem: Die Energiepreispauschale unterliegt der Einkommenssteuer und muss deshalb versteuert werden. Je nach Steuerklasse erhalten Arbeitnehmer dann gerade mal etwas mehr als die 150 Euro. Die Kritik an dieser Maßnahme ist groß.

Die Vorsitzenden der Ampel-Parteien (l-r), Lars Klingbeil, Vorsitzender der SPD, Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP, und Ricarda Lang, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen
300 Euro Energiepreispauschale: So bekommen Sie das Geld vom Entlastungspaket © Bernd von Jutrczenka/dpa

„Heißt das, es wird gönnerhaft ausgezahlt, um es dann direkt wieder zu besteuern? Das wäre eine ziemliche Mogelpackung“, schrieb Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter. Zudem hob der Sozialverband VdK hervor, dass Rentner nicht von dieser Maßnahme profitieren würden. Die dürfen sich jedoch über eine Anpassung der Rente ab Juli 2022 freuen. Dabei müssen sie aber auch den Taschenrechner einschalten mit Blick auf Freibetrag und Steuern. Doch dafür gibt es nützliche Tools. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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