Senioren: Spielplätze raus aus Wohngebieten

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Spaß auf dem Spielplatz: Aber nicht alle freuen sich, wenn an Schaukel und Sandkasten lautstarker Hochbetrieb herrscht. Die Senioren-Union spricht sich gegen Spielplätze und Kitas in Wohngebieten aus.

Berlin - Generationenkonflikt auf der politischen Bühne: Jetzt gehen die Alten gegen Kinderlärm auf die Barrikaden. Ein Vorstoß der Senioren-Union gegen Kitas und Kinderspielplätze in Wohngebieten sorgt für Empörung.

Für den Kinderschutzbund sind solche Äußerungen Folge einer von Kindern entwöhnten Gesellschaft. “Vor 50 Jahren wäre so etwas nicht vorgekommen, jetzt werden die Kinder bei uns ausgegrenzt“, sagte Präsident Heinz Hilgers der “Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag).

Der nordrhein-westfälische Landeschef des Seniorenverbands, Leonhard Kuckart, hatte die Pläne der Bundesregierung als verfassungswidrig kritisiert, Kitas und Spielplätze auch in reinen Wohngebieten grundsätzlich zu erlauben. “Nicht nur Kinder haben Rechte, auch ältere Menschen“, hatte er argumentiert. “Dazu gehört nach einem langen Berufsleben oder Leben im Dienste der Familie das Anrecht auf Ruhe und Erholung.“

Kinderträume mit dem Sandmännchen

Kinderträume mit dem Sandmännchen

Die generelle Zulassung von Kindertageseinrichtungen in reinen Wohngebieten verstoße gegen das Grundgesetz, sagte er mit Blick auf den Entwurf des Bundesumweltministers und CDU-Landesvorsitzenden Norbert Röttgen für ein neues Bundes-Immissionsschutzgesetz. Auch der NRW-Chef der Jungen Union, Sven Volmering, wandte sich gegen den Vorstoß: “Die Junge Union NRW fordert angesichts der demografischen Entwicklung mehr und nicht weniger Kinderlärm.“

dpa

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