Diskussion um Stromer

Elektromobilität in der Kritik: Ökobilanz schlechter als gedacht?

Mercedes EQA, fahrend (Symbolbild)
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Nicht so klimafreundlich wie gedacht? Elektroautos wie der Mercedes EQA geraten in die Kritik. (Symbolbild)

Eine Studie spricht dem Elektroauto seine Klimafreundlichkeit ab. Die Argumente sind diskussionswürdig, doch in einem Punkt irren die Verfasser.

Potsdam – Keine Abgase, kein Krach, grüner Strom aus Wasser und Wind: Es gibt gute Gründe für den Wandel hin zur Elektromobilität. Der wird allerdings nach wie vor von der Frage begleitet, wie klimafreundlich die E-Mobilität denn nun wirklich ist. Einen neuen Beitrag liefert nun die FDP-nahe „Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit“. Im Auftrag der Potsdamer haben die Universität von St. Gallen (Schweiz) und das Bad Honnefer Beratungsunternehmen KRBE verschiedene Verkehrssysteme auf Klimafreundlichkeit untersucht, darunter auch den Straßenverkehr mit Sprit- und Elektroautos. Das Ergebnis fällt für Verfechter der Elektromobilität ernüchternd aus. „Die Subventionierung von Elektromobilität in der jetzigen Form hat einen deutlich geringeren Effekt auf die CO2-Emissionen als gemeinhin angenommen“, moniert Mitverfasser KRBE.

Die Verfasser der Studie sprechen bei ihrer Berechnung von einem „ganzheitlichen Ansatz“, die auch die Produktion der Akkus berücksichtige. Dies sei neu und zum ersten Mal in eine derartige Studie eingeflossen, da bisher immer nur der direkte Energiebedarf für den Antrieb berücksichtigt worden sei. Hier irren die Verfasser der Studie allerdings. Denn gerade der Strombedarf für die Produktion von E-Autos und ihre Akkus wird immer wieder untersucht und diskutiert. Das Problem ist also schon länger bekannt, es relativiert den ökologischen Gesamtwert von Elektroautos in der Tat. Dass es der Trend zu ihnen noch einmal umkehrt, ist allerdings trotzdem eher unwahrscheinlich. Details zur Studie, die die Klimafreundlichkeit von Elektroautos anzweifelt, lesen Sie auf 24auto.de*. *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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