Familie Trump

Donald Trump Jr. und der Tiger King: Sohn des US-Präsidenten setzt sich für Begnadigung von Joe Exotic ein

Donald Trump Jr. outet sich als Fan des „Tiger King“ und ist verwundert, wie billig so ein Tiger doch ist.

  • Donald Trump Junior* und die Liebe zum „Tiger King“
  • Sohn von US-Präsident Donald Trump setzt sich für Begnadigung von Joe Exotic ein
  • Donald Trump Junior: Mit Bruder Eric Trump auf Großwildjagd

USA - Die Corona-Krise zwingt auch Donald Trump Jr., Sohn von US-Präsident Donald Trump, zum Zuhause bleiben. Und wie ganz normale Menschen vertreiben sich Trump Jr. und seine Lebensabschnittsgefährtin Kimberly Gulifoyle dort die Zeit mit dem Streamen von Netflix-Serien.

Besonders angetan ist das Pärchen – und mit ihnen Millionen Fans weltweit – von der Serie Tiger King: die Dokumentation über Joe Exotic, einem homosexuellen Waffennarr, der in der Einöde Oklahomas tausende Tiger züchtet, sich einen Kleinkrieg mit einer anderen Tigerzüchterin liefert und schließlich im Gefängnis landet.

Donald Trump Jr. outet sich als Fan von Tiger King

In gleich mehreren Fernseh- und Radiointerviews outete Trump Junior* sich als absoluter Fan der Serie. Er habe gemeinsam mit Kimberly die acht Folgen mit einer Gesamtdauer von knapp sechs Stunden innerhalb von zwei Abenden durchgeschaut.

Doch während für die meisten Zuschauerinnen und Zuschauer die Serie einem tiefen und erschreckenden Blick in menschliche Abgründe gleichkommt, nimmt Donald Trump Jr. etwas ganz anderes mit aus der Geschichte von Joe Exotic: wie billig doch so ein Tiger ist. Für rund 2.000 US-Dollar könne man ein Exemplar kaufen. Trump Junior dazu: „Ich hätte nie gedacht, dass man einen Tiger als Haustier für 2.000 US-Dollar kaufen kann. Vielleicht hole ich mir auch einen.“

Donald Trump Junior und Eric Trump - Leidenschaftliche Großwildjäger

Was genau er mit einem Tiger vorhat, ist unklar, ein Blick auf seine Hobbys lässt aber das Schlimmste vermuten. Gemeinsam mit seinem Bruder Eric Trump* ging Donalds Junior in der Vergangenheit gerne auf Großwildjagd. Besonders das Erschießen von bedrohten Tierarten hatte es den beiden offenbar angetan. So kursieren zahlreiche Fotos im Netz, die Don und Eric mit getöteten Jaguars auf dem Arm, abgeschnittenen Elefantenrüsseln in der Hand oder neben erschossenen Gnus zeigen.

In demselben Radiointerview stellt der Präsidentensohn den beiden Moderatoren dann noch in Aussicht, er werde sich bei seinem Vater, Donald Trump, für eine Begnadigung von Joe Exotic einsetzen. Einfach so, weil er es kann und aus Spaß, und nur um zu sehen, „wie die Medien darauf reagieren würden“.

Donald Trump hat bislang noch nichts von seinem Sohn gehört

Einen Tag später wurde US-Präsident Donald Trump von Medienvertretern mit Donald Juniors Anliegen konfrontiert. Mit einer unterschwelligen Abneigung in Stimme und Blick fragte er zunächst, von welchem Sohn die Rede sei. „Es war Don, oder?“ fragte der Präsident, erkundigte sich dann in aller Kürze, wovon überhaupt die Rede sei, sammelte Meinungen der anwesenden Reporter ein („Was meinst Du? Soll ich ihn begnadigen?“), und versprach, er werde sich die Sache noch einmal genauer anschauen.

Joe Exotic sitzt immer noch im Gefängnis und büßt dort eine 22-jährige Haftstrafe wegen Anstiftung zum Mord ab. Donald Trump, der jetzt seine Anhänger zum Kampf gegen die Schutzmaßnahmen aufgestachelt hat, sitzt immer noch im Weißen Haus und vermeidet es offenbar erfolgreich, mit seinem erstgeborenen Sohn zu sprechen, auch wenn es um die Begnadigung eines exzentrischen White Trash-Südstaatlers geht. Und Donald Trump Junior hat hoffentlich noch keinen Tiger gekauft. (Von Daniel Dillmann)

Der älteste Sohn von Donald Trump will sein Buch im Eigenverlag* veröffentlichen. Lektoren braucht er nicht – das beweisen die Rechtschreibfehler auf dem Titel. *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Jim Watson / afp

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