Restriktive Politik wird positiv gesehen

Neuer Deutschlandtrend: Nicht nur GroKo-Parteien profitieren von Stimmungswandel in Corona-Krise

Können mit der Entwicklung im Deutschlandtrend zufrieden sein: Vize-Kanzler Olaf Scholz und Kanzlerin Angela Merkel schneiden auch persönlich bestens ab.
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Können mit der Entwicklung im Deutschlandtrend zufrieden sein: Vize-Kanzler Olaf Scholz und Kanzlerin Angela Merkel schneiden auch persönlich bestens ab.

Vor Beginn der Corona-Krise war die Zustimmung zur GroKo-Politik gering. Das hat sich durch die Pandemie deutlich geändert. Der Stimmungswandel hat auch positive Folgen für die Opposition.

  • Der neue „Deutschlandtrend“ der ARD zeigt, dass eine deutliche Mehrheit zufrieden mit der Politik in der Corona-Krise ist.
  • Doch nicht nur die beiden Koalitionsparteien profitieren von der Entwicklung.
  • Auf der Zufriedenheitsskala hängen die Groko-Politiker die Opposition ab.

München - Immer mehr Bundesbürger können sich mit der restriktiven Politik während der Corona-Krise* anfreunden. Das verdeutlicht der neueste „Deutschlandtrend“ der ARD. In der an diesem Donnerstag (2. Juli) veröffentlichten Umfrage äußerten sich 63 Prozent der Teilnehmer zufrieden oder sehr zufrieden mit der Bundesregierung - ein Prozentpunkt mehr als im Vormonat. 36 Prozent waren nicht zufrieden.

Davon profitiert vor allem die Union, die auch stärkste politische Kraft bleibt: Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würden ihr 37 Prozent die Stimme geben. Das ist ein Punkt weniger als im Vormonat.

Deutschlandtrend: SPD, Grüne und AfD legen leicht zu

Der Koalitionspartner SPD kann weniger von der guten Stimmung profitieren. Er legte um einen Punkt zu und landete bei 16 Prozent. Wenig Bewegung gab es auch bei den Oppositionsparteien. Die Grünen erreichten in der Sonntagsfrage 20 Prozent (plus eins) und wären damit weiterhin zweitstärkste Kraft. Die AfD landete bei zehn Prozent - ebenfalls ein Punkt mehr.

Die FDP verlor einen Prozentpunkt und landet bei fünf Prozent. Die Linke kam auf sieben Prozent, einen Punkt weniger als im Vormonat.

Deutschlandtrend: Stimmungswandel durch Corona-Krise schlägt sich in Umfrage nieder

Noch im März waren die Befragten mehrheitlich - nämlich zu 65 Prozent - weniger oder gar nicht zufrieden mit dem Kabinett. Die Corona-Krise bewirkte dann aber einen Stimmungswandel, der sich auch in den aktuellen Umfrage niederschlug.

Auch die Zufriedenheit mit der Bundeskanzlerin blieb auf einem hohen Niveau. 71 Prozent waren mit der Arbeit von Angela Merkel* (CDU) sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden. Auf Platz zwei folgt Vizekanzler Olaf Scholz von der SPD mit 59 Prozent. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn* (CDU) erreicht 57 Prozent Zustimmung.

Nummer fünf im Ranking: Horst Seehofer überzeugt weniger als die Hälfte der befragten Bürger.

Deutschland: Seehofer rangiert bei Zufriedenheitsskala vor Habeck und Lindner

Es folgen CDU-Wirtschaftsminister Peter Altmaier mit 52 Prozent, Innenminister Horst Seehofer (CSU) mit 46 Prozent und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) mit 41 Prozent.

Grünen-Parteichef Robert Habeck kommt in der aktuellen Befragung auf 36 Prozent Zufriedenheit, FDP-Chef Christian Lindner auf 24 Prozent und Linken-Chefin Katja Kipping auf 20 Prozent. SPD-Parteichefin Saskia Esken kommt auf zwölf Prozent Zufriedenheit; 48 Prozent gaben an, sie nicht zu kennen oder nicht beurteilen zu können.

Für die Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut infratest dimap von Montag bis Mittwoch 1503 Wahlberechtigte bundesweit. (afp) *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzewerks

Wegen der Corona-Krise hat der Bundestag einen Nachtragshaushalt verabschiedet - das Volumen: fast 218 Milliarden Euro.

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