Scharfe Kritik

De Maizière: Kein Verständnis für Gewalt wie in Suhl

+
Bundesinnenminister Thomas de Maizière.

Berlin - Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat die Ausschreitungen in einem überbelegten Flüchtlingsheim im thüringischen Suhl scharf kritisiert.

Er habe kein Verständnis für solche Gewaltanwendungen durch Asylbewerber, sagte de Maizière am Donnerstagabend in Berlin. Auch hiergegen müsse hart vorgegangen werden - ebenso wie gegen Angriffe auf Flüchtlinge. „Menschen, die bei uns Schutz erwarten (...) und die hier aufgenommen werden, haben sich an deutsches Recht und Gesetz zu halten“, betonte er.

Der Minister räumte aber ein, Gemeinschaftsunterkünfte seien generell mit Risiken verbunden. „Je mehr Menschen auf engem Raum zusammen sind, desto schwieriger wird es.“ Wenn die thüringische Regierung nun Asylbewerber getrennt nach Ethnien unterbringen wolle, könne sie dies tun. Dafür gebe es bereits Beispiele.

Religiöse Konflikte in einem überbelegten Flüchtlingsheim in Suhl hatten Ausschreitungen mit mindestens 17 Verletzten ausgelöst. Verletzt wurden laut Landesinnenministerium auch sechs Polizisten.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare