USA-Ticker 

Corona in den USA: Donald Trump will weniger Tests - damit die Fallzahlen nicht steigen

Donald Trump äußert sich bei seinem Wahlkampfauftritt in Tulsa auch zum Coronavirus. Der Präsident der USA wünscht sich, dass weniger Corona-Tests durchgeführt werden.

  • Corona in den USA: Die größte Krise in der Amtszeit von Donald Trump*
  • Corona*-Krise in den USA ist längst nicht überwunden
  • Donald Trump fordert, dass weniger auf Corona getestet wird

Alle aktuellen Informationen über das Coronavirus in den USA finden Sie in unserem neuen News-Ticker.

Update vom Sonntag, 21.06.2020, 16. 39 Uhr: Je mehr Tests, desto höhere Corona-Fallzahlen. Das hat sogar US-Präsident Donald Trump erkannt. Hohe Corona-Zahlen aber kann Trump nicht gebrauchen wenn er zügig die Wirtschaft wieder hochfahren will. Der US-Präsident plädierte daher auf seiner Wahlkampfveranstaltung in Tusla dafür, einfach weniger zu testen.  „Wenn man mehr testet, dann findet man mehr Menschen, die Corona haben. Deshalb habe ich meinen Leuten gesagt, dass sie weniger testen sollen“, verkündete Donald Trump. Jake Tapper, Journalist bei CNN, wies auf die Aussage des Präsidenten der USA in einem Twitter-Post hin.

„Das ist laut Gesundheitsbeamten genau das Gegenteil von dem, was wir tun sollten“, schrieb Jake Tapper bei Twitter.

Unterdessen erheben die Demokraten im Kongress nach dem Rausschmiss eines prominenten Staatsanwalts schwere Vorwürfe gegen Trump.

Corona in den USA: Donald Trump schiebt erneut China die Schuld in die Schue

Update vom Sonntag, 21.06.2020, 07.30 Uhr: Donald Trump hat bei seinem Wahlkampfauftritt in Tulsa auch über das Coronavirus gesprochen – und die Pandemie mal wieder verharmlost. Unter dem Applaus seiner Anhänger sagte Trump sogar, er habe seine Mitarbeiter dazu aufgerufen, Coronavirus-Tests einzuschränken, damit die Infektionszahlen in den USA nicht weiter steigen. Die inzwischen ausgeweiteten Tests seien „ein zweischneidiges Schwert“. Trump hatte auch die passende Erklärung parat. „Wenn man in diesem Ausmaß testet, wird man mehr Menschen finden, man wird mehr Fälle finden, also habe ich meinen Leuten gesagt: ‚Verlangsamt bitte die Tests‘.“ 

Trump bezeichnet Covid-19 als „Kung Flu“ 

Trump schob die Schuld am Coronavirus in Tulsa erneut auf China. Er  kenne 19 verschiedene Namen, darunter „Kung Flu“. Trump sprach auch von einem „chinesischen Virus“. China hätte das Virus am Ursprung stoppen müssen, so Trump. Schon vor Monaten hatte die Weltgesundheitsorganisation von solchen Begriffen abgeraten, die nur zu Stigmatisierung führen würden. 

Die USA haben inzwischen nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 2,25 Millionen bestätigte Coronavirus-Infektionen. Die Vereinigten Staaten haben demnach fast 120.000 Tote durch das Virus zu beklagen. 

Donald Trump spricht von vergangener Corona-Krise in den USA: „Es war eine interessante Zeit“

Update vom Samstag, 20.06.2020, 16.50 Uhr: In einigen US-Bundesstaaten steigen die Coronavirus-Fallzahlen alarmierend stark an. Präsident Donald Trump sieht die Vereingten Staaten trotzdem auf einem sehr guten Weg und spricht von der Krise bereits in der Vergangenheit. „Es war eine interessante Zeit, es war schrecklich, so viele Leben sind verloren gegangen, wir werden diese unglaublichen Menschen nie vergessen. Aber sie werden nicht umsonst gestorben sein. In unserem Land wird es weitergehen und wir werden stärker als je zuvor sein“, sagte Donald Trump in einem Video auf Twitter.

Trotz der andauernden Corona-Krise nimmt Donald Trump auch seine Massenkundgebungen wieder auf. Die erste Wahlkampfveranstaltung Trumps seit mehr als drei Monaten soll am Samstagabend (20.06.2020) in Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma stattfinden. Weniger als fünf Monate vor der Präsidentschaftswahl liegt der designierte Kandidat der Demokraten, Joe Biden, in landesweiten Umfragen vor dem Republikaner Trump.

Corona-Krise in den USA: Ende des Einreiseverbots für Europäer nicht in Sicht

+++ 21.03 Uhr: Das Ende des Einreiseverbots aus Europa in die USA ist weiter nicht in Sicht. US-Präsident Donald Trump beobachte die Situation fortwährend, bislang gebe es aber „keine Pläne“, die Reisebeschränkungen aufzuheben, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, am Freitag (19.06.2020) in Washington. Sie betonte, dass das Verbot zu Beginn der Corona-Pandemie sehr wichtig dafür gewesen sein, Leben in den USA zu retten.

Donald Trump hatte den Einreisestopp Mitte März wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in mehreren europäischen Staaten verhängt. Derzeit dürfen Reisende aus dem Schengenraum, Großbritannien und Irland bis auf Ausnahmen nicht in die USA einreisen. 

Corona in den USA: Gouverneur von New York stoppt tägliche Pressekonferenz

+++ 20.00 Uhr: Nachdem die Corona-Fallzahlen in den vergangenen Wochen deutlich nach unten gegangen sind, verzichtet der Gouverneur des Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, künftig auf die tägliche Pressekonferenzen zum Thema.

„Nach 111 Tagen in der Hölle brauchen wir alle eine Pause“, sagte Cuomo bei einer Video-Ansprache am Freitag (19.06.2020), die anders als seine bisherigen Termine bereits ohne Mitarbeiter an seiner Seite auskam. In den vergangenen drei Monaten habe der Staat das Unmögliche erreicht, sagte Cuomo. „Aber Covid ist noch nicht vorüber, wir haben immer noch so viel zu tun.“

Berechnung der Corona-Todesfälle sorgt in den USA für Diskussionen

+++ 18:10 Uhr: Die Berechnung der Todesfälle in Zusammenhang mit der Corona-Krise sorgt in den USA für Diskussionen. New Yorks Bürgermeister Andrew Cuomo sagte, die Statistik würde „ziemlich zufällig“ wirken. US-Präsident Donald Trump vertritt ähnliche Ansichten.

Doch Experten der nationalen Behörde zur Seuchenbekämpfung widersprechen. „Alles ist gerade politisch aufgeladen, und Leute bezweifeln die Daten auch als Entschuldigung“, sagte Robert Anderson vom „Center for Disease Control and Prevention (CDC)“ gegenüber der New York Times.

Anderson räumte ein, dass die statistische Ermittlung der Todesfälle in der Corona-Krise verbesserungswürdig sei. 

Corona: Fauci hält erneuten Corona-Lockdown für unnötig

+++ 16.20 Uhr: Der führende  Corona-Berater von US-Präsident  Donald Trump,  Anthony Fauci, hält weitere Lockdown-Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie in den USA für unnötig. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP sagte der Seuchenexperte am Donnerstag, er sei optimistisch, dass es schon bald einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus geben werde, um die Pandemie zu stoppen. Erste Testversuche seien „vielversprechend“.

Fauci lehnt zusätzliche Lockdown-Maßnahmen ab, obwohl die USA weltweit die meisten bestätigtenCovid-19-Infektionen und Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus haben. Während in den ehemaligen Epizentren New York und New Jersey die Covid-19-Ausbrüche weitgehend wieder unter Kontrolle gebracht sind, breitet sich das Virus derzeit in 20 Staaten des Landes zunehmend aus. In den betroffenen Regionen rät Fauci dazu, die Kontrollen zu verschärfen, aber nicht neue schaffen, wie etwa die Pflicht zu Hause zu bleiben.

Coronavirus in den USA: Suche nach Impfstoff läuft

Die Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus hält Fauci für erfolgsversprechender als die bisher gescheiterte Herstellung eines Impfstoffs etwa gegen HIV. „Der Grund, warum ich zuversichtlicher bin, ist der, dass wir wissen, dass sich die meisten Menschen von Covid-19 erholen, weil ihr Immunsystem das Virus zerstört“, sagte Fauci.

Fauci sei „sehr beeindruckt“ von den Ergebnissen einer britischen Studie über das Steroid Dexamethason, welches die Todesfälle unter Covid-19-Patienten, die an Beatmungsgeräte angeschlossen waren, um ein Drittel reduzieren konnte. Er warnte jedoch vor einer zu früheren Einnahme des Steroids. Dexamethason bewirkt die Unterdrückung einer anormalen Abwehrreaktion des Körpers nach einer Infektion, diese könnte ansonsten Organe im Körper schädigen.

In Kalifornien ab jetzt Maskenpflicht in der Öffentlichkeit

Update vom Freitag, 19.06.2020, 7.20 Uhr: Die Kalifornier müssen in der Öffentlichkeit ab sofort eine Maske tragen. Gouverneur Gavin Newsom ordnete zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus am Donnerstag eine Maskenpflicht in dem bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat an, die etwa in Geschäften, Büros und im öffentlichen Nahverkehr gilt. „Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Gesichtsbedeckungen und Masken funktionieren“, erklärte der Gouverneur. Newsom hatte Mitte März als einer der ersten US-Gouverneure strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt. Zuletzt hatte er die Auflagen jedoch schrittweise wieder gelockert und das weitere Vorgehen den Bezirksbehörden überlassen. Mehrere Bezirke wie etwa Orange County südlich von Los Angeles wehrten sich jedoch gegen eine Maskenpflicht.

+++ Update 18.06.2020, 13.15 Uhr: In einem Interview wird Donald Trump von einer Reporterin zu einer seiner großen Wahlkampfveranstaltungen befragt. Auf die Frage „Die Coronavirus-Fälle nehmen in 22 Staaten zu, auch in Oklahoma. Dort planen Sie in dieser Woche eine große Kundgebung abzuhalten. Machen Sie sich keine Sorgen, dass die Menschen krank werden?“ antwortet der Präsident der USA: „Nein, sehen Sie, die Zahlen sind im Vergleich zu denen von vor einiger Zeit sehr gering. Es stirbt aus.“

Das allerdings dürfte nicht der Wahrheit entsprechen, wie die offiziellen Zahlen für Oklahoma belegen. Ganz im Gegenteil.

Mehr Corona-Tote als im 1. Weltkrieg gefallene US-Soldaten 

+++ 15.00 Uhr: Die Anzahl der Corona-Toten in den USA hat heute (17.06.2020) die Zahl der im Ersten Weltkrieg gefallenen US-Soldaten überschritten. Wie die Johns Hopkins-Universität berichtet, sind in den USA 116.700 Menschen in Folge einer Covid-19-Infektion gestorben. Im Vergleich dazu ließen 116.516 US-Soldaten im Verlauf des Ersten Weltkriegs ihr Leben. 

Unterdessen berichtet John Bolton in seinem Enthüllungsbuch über die E-Mail-Affäre von Ivanka Trump und das Ablenkungsmanöver ihres Vaters Donald Trump.

+++ 13:25 Uhr: Obwohl das Coronavirus sich rasant im Bundesstaat verbreitet, will Floridas Gouverneur Ron DeSantis von härteren Beschränkungen nichts wissen.  „Wir werden nicht wieder zurückrudern“, sagte deSantis während einer Pressekonferenz.

Florida war einer der ersten Staaten innerhalb der USA, die Donald Trumps Wunsch nach Wiederöffnung nachgekommen waren. Vor allem Sportveranstalter pilgern aktuell in den „Sunshine State“: darunter die Basketball-Liga NBA, der Veranstalter von Wrestling-Showkämpfen (WWE) und die Mixed-Martial-Arts Serie UFC.

Corona in den USA: Fans von Donald Trump wollen lieber wählen statt sterben

+++ 11.30 Uhr: Ein Unterstützer von Donald Trump, der bei der Tulsa-Rally des US-Präsidenten anwesend sein will, macht sich laut eines Berichts von „Rawstory“ keine Sorgen um eine mögliche Covid-19-Infektion. Wenn es ihn töten würde, sei es nur eine „Schande“, dass er dann nicht mehr für Donald Trump wählen könnte. 

„Ob ich es kriege oder nicht, kümmert mioch wenig“, so James Massery, der aus einer Gemeinde nahe der Stadt Tulsa kommt. „Wenn ich es kriege, gehe ich damit um. Wenn ich daran sterben, werde ich nur wütend, dass ich in der kommenden Wahl nicht für Donald Trump wählen kann.“ 

US-Präsident Donald Trump wurde scharf dafür kritisiert, seine Wahlkampfveranstaltungen wie geplant stattfinden zu lassen, obwohl die Corona-Krise die USA weiterhin fest im Griff hat. Die Veranstaltungen könnten zu so genannten „Super-Spreader“-Events werden, bei der sich hunderte Personen infizieren könnten. 

Drei US-Bundesstaaten melden Rekordzahl an Corona-Infektionen - Donald Trump ignoriert Fauci

+++ Update vom 17. Juni 2020, 9:25 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen hat in drei US-Bundesstaaten einen neuen Rekord erreicht. Florida, Texas und Arizona meldeten alle den höchsten Anstieg an Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 seit Erfassung.

Corona in den USA: Florida wird zum Hotspot der Pandemie

In Florida, das Vorreiter bei der von Donald Trump geforderten Wiedereröffnung ist, haben sich innerhalb eines Tages laut der „New York Times“ 2.783 Menschen mit Corona infiziert. In Texas waren es im selben Zeitraum 2.622, und in Arizona meldeten die Behörden 2.392 neue Fälle.

Ron DeSantis, republikanischer Gouverneur Floridas und ein enger Verbündeter von US-Präsident Donald Trump, erklärte den Anstieg der Corona-Fälle mit der höheren Zahl an Tests, die durchgeführt werden würden. Doch mehrere Experten widersprachen dieser Einschätzung und machten die Öffnung des Landes, insbesondere für Sportveranstaltungen für den Anstieg verantwortlich.

DeSantis hatte vor kurzem verkündet, dass Florida auch den nationalen Parteitag der Republikaner abhalten werde. Ursprünglich war der in Charlotte im Bundesstaat North Carolina geplant, hätte dort aber aufgrund der Corona-Pandemie nur unter strengen Auflagen stattfinden können.

+++ 19.35 Uhr: Donald Trump hat die Corona-Krise in den USA im Grunde für beendet erklärt. Immer wieder fordert der US-Präsident, die Corona-Maßnahmen weiter zu lockern. Im Wahljahr geht es ihm derzeit vor allem darum, die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Donald Trump und das Virus: Anthony Fauci im Abseits

Auch Trumps medizinischer Corona-Chefberater hat allem Anschein nach nichts mehr zu sagen. Er habe Trump zuletzt vor zwei Wochen gesprochen, sagte Dr. Anthony Fauci nun beim Hörfunknetzwerk NPR. 

„Nicht letzte Woche, aber die Woche zuvor. Ich habe mit ihm gesprochen, als wir ihn über die Entwicklung von Impfstoffen informiert haben“, sagte Fauci. „Vor zwei Wochen also.“

Tatsächlich spielt die Coronavirus-Task-Force in Trumps Plänen kaum noch eine Rolle. Wichtige Mitglieder wie Fauci, Deborah Birx oder Robert Redfield sind so giut wie nicht mehr in der Öffentlichkeit zu sehen.

Corona in den USA: Forscher warnen vor 200.000 Toten

+++ 7.30 Uhr: In derCorona-Krise müssen sich die USA nach Einschätzung von Wissenschaftlern bis zum Herbst auf Zehntausende weitere Tote einstellen. Die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle gehen in ihrer Projektion inzwischen davon aus, dass die USA bis zum 1. Oktober die Zahl von 200.000 Toten übersteigen könnten. 

Erst am 27. Mai hatten die USA nach Daten der Johns-Hopkins-Universität die Marke von 100 000 Toten infolge einer Infektion mit dem Coronavirus überschritten. Damals waren die IHME-Wissenschaftler von 132 000 Toten in den USA bis Anfang August ausgegangen. 

Unterdessen steht nun die Corona-Warn-App in Deutschland zum Download bereit. Sie soll dabei helfen, die Corona-Pandemie eindämmen.

Trump setzt wieder auf Großveranstaltungen

Update vom Dienstag, 16.06.2020, 7.10 Uhr: US-Präsident Donald Trump will sich über Bedenken hinwegsetzen, dass ein für das Wochenende geplanter Wahlkampfauftritt im Bundesstaat Oklahoma die Ausbreitung des Coronavirus befördern könnte. Vielmehr kündigte Trump am Montag in Washington sogar an, dass er statt der bislang geplanten 22.000 bis zu 62.000 Menschen zu der Kundgebung in der Stadt Tulsa zulassen wolle. Dazu solle eine weitere Halle für seine Anhänger geöffnet werden. Im Kurzbotschaftendienst Twitter schrieb der Präsident, dass sich „fast eine Million Menschen“ um Zutritt zu der Veranstaltung am Samstag beworben hätten.

Corona-Krise in den USA: Trump verwirrt mit Aussage

+++ 19.45 Uhr:  Die Corona-Krise in den USA ist nach Ansicht von Donald Trump auch ein statistisches Problem. Auf seiner Lieblings-Plattform „Twitter“ teilt der US-Präsident jetzt mit, warum die USA solch eine hohe Zahl an Infizierten hat. „Unsere Tests sind so viel umfangreicher und fortschrittlicher als in jedem anderen Land (wir haben hier großartige Arbeit geleistet!). Deshalb werden mehr Fälle ausgewiesen. Ohne Tests oder mit schlechten Tests hätten wir fast keine Fälle zu melden. Testen ist ein zweischneidiges Schwert - es lässt uns schlecht aussehen, aber es ist gut, dass man es macht !!!“

Update vom 15. Juni 2020, 7:05 Uhr: Die Corona-Krise in den USA ist alles andere als überwunden. Mit Texas, Arizona, North Carolina, South Carolina, Florida und Arkansas melden gleich sechs Bundesstaaten melden sprunghafte Anstiege der Infektionszahlen.

Corona in den USA: sprunghafter Antsieg der Covid-19 Fälle in Arkansas

Besonders kritisch scheint die Lage nach Einschätzung vieler Experten in Arkansas. William Haseltine, Gesundheitsexperte und ehemaliger Professor der medizinischen Fakultät an der Harvard Universität, sagte gegenüber dem US-Nachrichtenportal „Daily Beast“: „Was wir nun in Staaten wie Arkansas sehen werden, ist, dass die Krankenhäuser ähnliche Situationen erfahren werden wie in New York, als dort die Einrichtungen überfordert waren mit der Pandemie.“

Bereits am Mittwoch hatte das „Washington Regional Medical Center“ von einem „ernsten Gesundheitsnotstand“ in nördlichen Teilen Arkansas‘ gesprochen. Seitdem sind die Zahlen der Covid-19 Patienten in den Krankenhäusern des US-Bundesstaats laut „Daily Beast“ um 350 Prozent angestiegen. In mehr als 30 Prozent der Fällen soll es sich demnach um schwere Erkrankungen handeln, bei denen der Einsatz eines Beatmungsgeräts notwendig geworden war.

Corona in den USA: Putin sieht tiefe Krise – und nimmt Donald Trump in Schutz

+++20.04 Uhr: Die Corona-Pandemie habe in den USA „tiefliegende interne Krisen“ offengelegt, sagte Russlands Präsident Wladimir Putin am Sonntag im Staatsfernsehen. Parteiinteressen würden über die Interessen der ganzen Gesellschaft und die Interessen des Volkes gestellt. Das würde die Gewalt bei den Anti-Rassismus-Protesten und die hohe Zahl an Corona-Opfern zeigen.

Dagegen habe sein Land, in dem die Gouverneure und die Regierung auf den Präsidenten hörten, bisher nur „minimale Verluste“ zu beklagen. In den USA sage der Präsident zwar, was zu tun sei. „Aber die Gouverneure sagen dann: ach, scher dich doch!“ US-Präsident Donald Trump werde laut Putin die Arbeit seit dessem Amtsantritt schwergemacht. 

Russland hat zwar eine vergleichsweise hohe Zahl von 528.964 Corona-Infizierten. Die Zahl der Covid-19-Toten wurde aber nur mit 6948 angegeben.

Corona in den USA: Corona-Patient bekommt Rechnung von mehr als 1 Million Dollar

Update vom Sonntag, 14.06.2020, 13.24 Uhr: Krank zu sein in den USA ist nicht gerade günstig. Vor allem nicht, wenn sich die Behandlung im Krankenhaus länger hinzieht. Der am längsten in einem Krankenhaus behandelte Covid-19-Patient in den USA hat jetzt seine Rechnung bekommen: Mehr als 1,1 Millionen US-Dollar (umgerechnet 997.000 Euro) kostet ihn die rund zweimonatige Corona-Behandlung, 181 Seiten umfasst die Rechnung, wie die Zeitung „Seattle Times“ berichtet. Allein sein Zimmer auf der Intensivstation sei mit 9736 Dollar am Tag beziffert worden.

Der 70 Jahre alte Michael Flor war im noch Frühjahr fast totgesagt - eines Abends musste ihm eine Krankenschwester der „Seattle Times“ zufolge das Telefon halten, damit er sich von seiner Familie verabschieden konnte. Doch sein Zustand verbesserte sich und er erholte sich. Als er die Rechnung in den Händen hielt, sei sein Herz aber fast ein zweites Mal stehen geblieben. 

Corona-Krise: Horrende Summen für die Behandlung in den USA

Da Flor krankenversichert ist, wird er aber einen Großteil der Summe nicht selbst bezahlen müssen. Zudem könnten Corona-Zuschüsse ihn und seine Versicherung ganz vor den Kosten bewahren: Das Blatt verweist auf die 100 Milliarden Dollar, mit denen der US-Kongress Krankenhäuser für die Behandlung von Covid-19-Patienten entschädigen will. 

Doch unbeschwer freuen kann sich Flor nicht: „Ich fühle mich schuldig dafür, dass ich überlebt habe“, so Flor gegenüber der Zeitung aus Seattle. Er sei sich sehr bewusst darüber, dass am Ende Steuerzahler und andere Versicherte indirekt für seine Behandlung aufkämen: „Es brauchte eine Million Dollar, um mein Leben zu retten und natürlich würde ich sagen, das war sinnvoll investiertes Geld. Aber ich weiß auch, dass ich vielleicht der einzige bin, der das sagt.“ 

Corona in den USA: Militär-Absolventen müssen sich isolieren

+++20.53 Uhr: Mehr als 1100 Absolventen einer US-Militärakademie mussten sich als Corona-Vorsichtsmaßnahme vor einer Rede von US-Präsident Donald Trump zu ihrem Abschluss weitgehend isolieren. Die Kadetten der Militärakademie in West Point (New York) seien vor der Rede am Samstag in vier Gruppen aufgeteilt worden, aus denen sie sich zwei Wochen lang nicht herausbewegen durften, berichteten unter anderem die „New York Times“ und der TV-Sender CNN. Während Trumps Ansprache saßen die Absolventen mit Abstand zueinander vor der Bühne. Vor Beginn der Zeremonie trugen sie Schutzmasken.

Trump ging während der Abschlussfeier auf die Ereignisse nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd Ende Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis (Minnesota) ein. Er dankte der Nationalgarde, die „Frieden, Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit auf unseren Straßen“ garantiert habe. Mehrere Bundesstaaten hatten angesichts der Proteste Unterstützung der Nationalgarde angefordert, die zur Reserve der US-Streitkräfte gehört.

Corona in den USA: Masken verhinderten zehntausende Infektionen in New York

+++ 12.45 Uhr: Das Tragen von Masken hat einer Studie zufolge in der US-Metropole New York zehntausende Coronavirus-Infektionen verhindert. In New York habe die Maßnahme zwischen dem 17. April und dem 9. Mai mehr als 66.000 Ansteckungen verhindert, berechneten Forscher von Universitäten in Texas und Kalifornien in Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“. Demnach ist die Übertragung des Erregers Sars-CoV-2 durch die Luft der dominante Infektionsweg.

Corona-Experten in den USA befürchten Notwendigkeit neuer Ausgangsbeschränkungen

Update vom Samstag, 13.06.2020, 8.57 Uhr: Auch wenn US-Präsident Donald Trump die Corona-Pandemie gerne schon abhaken würde, wütet sie noch immer in den USA. Nachdem Trump von einer „verbrauchten Pandemie“ gesprochen hatte, warnten Forscher am Freitag (12.06.2020) wieder einmal eindringlich. Die Corona-Krise sei noch nicht gebannt und neue und vor allem strikte Ausgangsbeschränkungen „könnten wieder nötig werden“, sagte Jay Butler vom Zentrum für Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) in den USA. Das müsse auf lokaler Ebene je nach Infektionsgeschehen entschieden werden.

Wie die John-Hopkins-Universität meldet, sind insgesamt in den USA über zwei Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Fast 115.000 Menschen sind bereits in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Und während Donald Trump für weitere Corona-Lockerungen wirbt, meldeten einige Bundesstaaten wie beispielsweise North Carolina einen neuen Höchststände an Neuinfektionen. So waren es in North Carolina am Freitag 1.768 neue Infektionen mit dem Coronavirus.

Corona in den USA: Zwei Millionen Infizierte - Donald Trump erklärt  Pandemie für besiegt

+++ 22.36 Uhr: In den USA gibt es inzwischen mehr als zwei Millionen bestätigte Corona-Fälle, mehr als 112.000 Menschen sind an der Krankheit gestorben. Erst am Dienstag starben weitere 1.299 Amerikaner. Für US-Präsident Donald Trump natürlich trotzdem kein Grund, von einer zügigen Öffnung der Wirtschaft nach dem Lockdown abzusehen.

CNN zitiert den US-Präsidenten mit den Worten, das Virus sei jetzt auf die „Glut“ und „Asche“ einer verbrauchten Pandemie reduziert, daher sollten die landesweiten Sperren verschwinden und die Staaten sich aggressiv öffnen. Damit handelt Donald Trump auf dem Höhepunkt der Pandemie entgegen den Empfehlungen aller Fachleute, aber Fakten haben den US-Präsidenten selten vom Handeln abgehalten.

Corona in den USA: Todesfälle könnten auf 200.000 steigen

+++ 12.13 Uhr: Laut Experten könnte die Zahl der Todesfälle wegen der Corona-Krise in den USA im September auf 200.000 steigen. Selbst wenn die Ansteckungen auf einem konstanten Niveau blieben, sei die Zahl realistisch, so Ashish Jha, Leiter des Harvard Global Health Institutes, dem Sender CNN. Und das sei „nur die Zahl bis September.“ Die Pandemie selbst werde dort nicht vorbei sein, so Jha. 

In den USA haben sich seit Beginn der Krise mehr als zwei Millionen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das ging in der Nacht zum Donnerstag aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor. Landesweit starben knapp 113.000 Menschen an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19. 

Anstieg bei Corona-Infektionen nach Memorial Day - Trump will Wahlkampf starten

Update vom Donnerstag, 11.06.2020, 8.00 Uhr: Erstmals seit mehr als drei Monaten will US-Präsident Donald Trump voraussichtlich am Freitag kommender Woche wieder eine Wahlkampfveranstaltung abhalten - trotz der andauernden Corona-Pandemie. 

Trump kündigte am Mittwoch (Ortszeit) bei einem Treffen mit Unterstützern aus der afroamerikanischen Gemeinschaft im Weißen Haus an, die erste Kundgebung werde es voraussichtlich am Freitagabend in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma geben. Weitere Veranstaltungen seien in Florida, Texas und Arizona geplant. Die Sprecherin des Weißen Hauses,Kayleigh McEnany, sagte mit Blick auf die Pandemie, man werde für die Sicherheit der Teilnehmer sorgen. 

Der Kommunikationsdirektor von Trumps Wahlkampfteam, Tim Murtaugh, sagte dem Sender Fox News am Mittwoch, die geplanten Kundgebungen des Republikaners Trump würden „laut und ungestüm und groß“ werden - anders als die Veranstaltungen des designierten Herausforderers der Demokraten, Ex-Vizepräsident Joe Biden. 

Viele Coronavirus-Infektionsfälle nach Memorial Day

+++ 14.29 Uhr: Mehrere US-Bundesstaaten verzeichneten in den vergangenen Wochen deutlich mehr Coronavirus-Infektionsfälle, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. Laut Berichten der „Washington Post“ begann der Anstieg am Memorial Day (24.05.20). An dem verlängerten Wochenende hatten viele US-Staaten mit Corona-Lockerungen begonnen. Zahlreiche Partys und überfüllte Strände und Bars sorgten für Kritik aus dem In- und Ausland. 

Die Staaten Texas, North und South Carolina, Kalifornien, Oregon, Arkansas, Mississippi, Utah und Arizona sind von dem deutlichen Anstieg bei der Zahl der Krankenhauspatienten mit Covid-19 betroffen.

Corona in USA: Mitglieder der US-Nationalgarde mit Coronavirus infiziert

Update vom Mittwoch, 10.06.2020, 6.50 Uhr: In der US-Nationalgarde sind nach ihrem Einsatz bei Anti-Rassismus-Protesten in Washington Fälle der Ansteckung mit dem Coronavirus aufgetreten. Dies teilte am Dienstag eine Sprecherin der Nationalgarde-Einheit der Hauptstadt mit. 

Die Ansteckungsfälle unter den Soldaten dürften die Sorgen schüren, dass die derzeitigen Massenproteste in den USA eine erneute starke Ausbreitung des Virus befördern könnten. Die Infektionen in der Washingtoner Nationalgarde wurden nach Angaben der Sprecherin festgestellt, nachdem die Truppe bei Protesten in der Nähe des

Weißen Hauses im Einsatz gewesen war. Zwar trugen viele der Demonstranten Atemschutzmasken, jedoch nicht alle. Viele Mitglieder der Sicherheitskräfte trugen keine Masken. Die Mitglieder der Truppe seien vor und nach ihrem Einsatz bei den Protesten auf das Coronavirus getestet worden, sagte die Sprecherin. Präsident Donald Trump hatte am Sonntag den Rückzug der Nationalgarde aus Washington angeordnet. 

Coronavirus-Infektionen sprunghaft gestiegen

+++ 13.37 Uhr: Die Corona-Fälle in mehr als 20 Staaten der USA steigen wieder gefährlich sprunghaft an. Gerade erst wurden viele Beschränkungen gelockert, die Menschen dürfen wieder vor die Tür, viele gehen auf Proteste

Die Anzahl an täglichen Neuinfektionen hat sich beispielsweise in Florida um fast 46 Prozent erhöht, so der Sender CNN. Der US-Bundesstaat war gerade in Öffnungsphase zwei eingetreten, hatte Restaurants und Bars wieder unter Restriktionen öffnen lassen. Doch für das Infektionsgeschehen den USA könnten Lockerungen und Proteste, gerade in ihrer Kombination gefährlich sein. Der Direktor des US Centers for Disease Control (CDC) and Prevention, Robert Redfield, äußerte gegenüber dem Sender CNN seine Sorge. Er gehe von der Möglichkeit aus, dass die Proteste die Ausbreitung des Coronavirus um ein vielfaches verstärken könnten.

Für die USA wichtiges Medikament könnte bald aufgebraucht sein

Und gerade in einer solchen Situation könnte der Vorrat eomes in den USA häufig genutzten Medikaments zu Neige gehen. Die Rede ist von Remdesivir. Der derzeitige Vorrat werde gegen ende Juni aufgebraucht sein, so Robert Kadlec, vom US-Gesundheitsministerium gegenüber CNN. Die Firma, die Remdesivir produziere, arbeite zwar auf Hochtouren, aber es sei noch nciht klar, ob der Vorrat diesen Sommer wieder aufgefüllt werden könne.

Trotz Corona: Trump will wieder Großauftritte im Wahlkampf und soricht von „enormen“ Versammlungen

Update vom Dienstag, 08.06.2020, 7.40 Uhr: US-Präsident Donald Trump will innerhalb der nächsten zwei Wochen wieder bei großen Wahlkampfveranstaltungen aufzutreten beginnen. Dies teilte Trumps Kampagnenteam am Montag mit, ohne Details zu den geplanten Veranstaltungen zu nennen. 

Seit März hatte Trump wegen des Coronavirus auf Großauftritte vor seiner Anhängerschaft verzichtet, die ein Markenzeichen seiner Wahlkämpfe wie auch seiner Präsidentschaft sind. Trump sei ebenso wie die Bürger bereit, „wieder in Aktion zu treten“, erklärte Trumps Wahlkampfmanager Brad Parscale in einem Statement für das Magazin „Politico“. Die Wahlveranstaltungen würden „enorm“ sein, kündigte er an. 

Corona ind en USA: New York beginnt mit Lockerungen

Update vom Montag, 08.06.2020, 20.42 Uhr:Exakt 100 Tage nach Bestätigung des ersten Corona-Falls in

New York sind in der Millionenmetropole erste Lockerungen der monatelangen Vorsichtsmaßnahmen in Kraft getreten. Mit dem Start von Phase eins eines

vierstufigen Öffnungsplans des Bundesstaates New York am Montag dürfen unter anderem die Arbeiten auf mehr als 32.000 Baustellen in der Stadt wieder starten. Außerdem können Einzelhändler telefonisch und online Bestellungen annehmen und ihren Käufern im Laden übergeben. Publikumsverkehr ist in den Geschäften noch nicht erlaubt.

New York hat innerhalb den USA die meisten Todesfälle in der Corona-Pandemie zu verzeichnen.

"Heute ist der Tag, an dem wir anfangen, uns von dieser Krankheit zu befreien", sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Montag bei einer Pressekonferenz im Hafen des Stadtteils Brooklyn. "Das ist der erste Tag der Wiedereröffnung, und er wurde durch die harte Arbeit der New Yorker ermöglicht." Weiterhin nötig seien aber Masken, wenn ein Sicherheitsabstand von rund zwei Metern nicht eingehalten werden könne, und Hygienemaßnahmen wie Händewaschen.

Gaststätten und Bars bleiben für Gäste zum Hinsetzen geschlossen, Essen und Getränke außer Haus sind aber wie bisher auch erlaubt. Auch der reguläre Betrieb in Büros ist noch untersagt. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 400.000 Menschen wieder ihre Arbeit aufnehmen könnten. Um überfüllte U-Bahnen zu vermeiden, setzt die Stadt auf Busverkehr. Mehr als 30 Kilometer zusätzliche Busspuren würden kurzfristig ausgewiesen, sagte de Blasio. Die nächste Öffnungsphase soll frühestens in zwei Wochen in Kraft treten.

Donald Trump schnüffelt an Corona-Tests - US-Firma muss Produktion vernichten

+++ 12.57 Uhr: Eine US-Firma in Maine, die medizinische Produkte herstellt, muss jetzt die gesamte Produktion eines Tages vernichten. Zuvor war US-Präsident Donald Trump bei dem Unternehmen zu Besuch gewesen. Die Firma stellt unter anderem Tupfer für Coronavirus-Tests her. Jetzt berichtet USA Today, dass ein Teil der Produktion im Müll landet. Dies habe ein Unternehmenssprecher bestätigt. Der genaue Grund wurde nicht genannt. 

Donald Trump trug bei dem Besuch keine Maske oder einen Mundschutz, während neben ihm die Arbeiter in Laborkitteln, mit Haarnetzen und Plastikhandschuhen an den Maschinen arbeiteten. Auf einem Bild ist zu sehen, wie Trump an einem der Tupfer riecht. 

Besser leben ohne Polizei: Was hinter „Defund the Police“ steckt

Wieviele medizinische Tupfer nun vernichtet werden müssen, ist nicht bekannt. Im Rahmen der Werksbesichtigung am Freitag sei der Fabrikbetrieb bereit heruntergefahren worden. 

Corona in den USA: Fast 110.000 Tote - Lockerungen in New York

+++ 10.00 Uhr: In den USA ist die Zahl der Corona-Toten auf fast 110.000 gestiegen. 749 Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden an den Folgen ihrer Corona-Infektion gestorben, hieß es am Sonntag auf der Website der Johns-Hopkins-Universität. Die Zahl der registrierten Infektionsfälle stieg demnach landesweit auf 1,9 Millionen. Etwa 500.000 Menschen sind bereits wieder genesen. Gemessen an der absoluten Zahl der Infektions- und Todesfälle sind die USA weltweit das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land.

USA: New York beginnt mit Corona-Lockerungen 

Update vom Sonntag, 07.06.2020, 9.50 Uhr: Seit rund 100 Tagen ist das besonders stark von der Corona-Pandemie betroffene New York fest im Griff der Krise. Trotz allem soll in der Metropole am Montag (8. Juni) mit ersten Lockerungen der Corona-Beschränkungen begonnen werden. 

New York erfülle nun alle Bedingungen für den Beginn eines Lockerungsprozesses - beispielsweise ausreichend freie Krankenhausbetten und ausreichend Tests - und könne als letzte der zehn Regionen des Bundesstaates loslegen, sagt Gouverneur Andrew Cuomo.

Vier zweiwöchige Lockerungsphasen stehen nun an. In der ersten dürfen beispielsweise Bauarbeiten wieder starten, in der vierten dürfen dann unter anderem auch Kultureinrichtungen wieder öffnen - auch wenn zahlreiche davon, wie beispielsweise die Metropolitan Oper, schon angekündigt haben, wohl nicht vor 2021 wieder loslegen zu wollen. Hygiene- und Abstandsregeln gelten weiter. Wenn sich die Zahlen verschlechtern, kann der Prozess jederzeit angehalten oder auch zurückgedreht werden. Der Enthusiasmus in der Stadt hält sich in Grenzen.

USA: Hollywood kann trotz Corona wieder den Betrieb starten

Update vom Samstag, 06.06.2020, 13.09 Uhr: Drei Monate legte das Coronavirus Hollywood auf Eis, nun könnte der Film- und Fernsehbetrieb in den USA wieder anlaufen. Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom gab am Freitagabend (05.06.2020, Ortszeit) grünes Licht für einen Produktionsbeginn ab dem 12. Juni. Allerdings mit Vorbehalt und vielen Fragezeichen.

Laut Mitteilung der kalifornischen Gesundheitsbehörde müssen an den Drehorten zahlreiche Auflagen erfüllt werden. So darf eine kritische Schwelle von Covid-19-Fallzahlen in den Bezirken nicht überschritten werden, es muss ausreichende Testkapazitäten geben, und die Produktionsteams müssen strikte Hygieneregeln befolgen.

Eine Task Force der Unterhaltungsindustrie hatte am Montag (01.06.2020) einen 22-seitigen Entwurf für die Rückkehr an die Drehsets vorgelegt. Darin werden unter anderem häufige Covid-19-Tests und Fiebermessungen für Schauspieler und andere Mitarbeiter, Abstandsregeln und das Tragen von Schutzmasken empfohlen. 

Corona-Krise in den USA: Arbeitslosenquote sinkt auf knapp 13 Prozent

Update von Freitag, 05.06.2020, 14.48 Uhr: Der wirtschaftliche Aufschwung der USA ist aufgrund der Corona-Krise mehr und mehr dahin. Ein besonderes Ärgernis für US-Präsident Donald Trump, denn der Wirtschaftsaufschwung war sein stärkstes Erfolgsargument. Seitdem das Coronavirus auch in den USA wütet, haben dort über 40 Millionen Menschen teils komplett, teils zeitweise ihren Job verloren. Jetzt wurde die Arbeitslosenquote für den Monat Mai veröffentlicht.

Und die fällt weniger gravierend aus, als von Experten befürchtet. So ist die Arbeitslosenquote auf 13,3 Prozent gesunken, im April waren es noch 14,7 Prozent. Aufgrund der horrenden Auswirkungen der Corona-Pandemie hatten Experten einen Anstieg auf 20 Prozent befürchtet.

Corona in den USA: Tote und Proteste - Donald Trump gibt ein klägliches Bild ab

Erstmeldung von Freitag, 05.06.2020: Washington, USA - Kein Land der Welt ist so stark von Corona betroffen wie die Vereinigten Staaten von Amerika. In den USA sind - Stand 5. Juni, 12.15 Uhr - mehr als 1,8 Millionen Coronavirus-Fälle bestätigt. Mehr als 100.000 Menschen starben an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19. Das Verhalten von Donald Trump (73) im Kampf gegen die Corona-Pandemie* hat zuletzt immer mehr Kritik hervorgerufen

Corona in den USA: Donald Trump trägt Mitschuld an der Krise

US-Präsident Donald Trump gibt während der Corona-Krise in den USA kein gutes Bild ab.

Die USA galten lange als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Doch in Sachen Corona stößt die Weltmacht an ihre Grenzen - auch wegen des US-Präsidenten Donald Trump. Die Wirtschaft kriselt. Seitdem das Coronavirus die USA erreicht hat, haben mehr als 40 Millionen Menschen zumindest zeitweise ihren Job verloren. Die Arbeitslosenquote für den Mai 2020 steht noch aus. Analysten zufolge könnte die Zahl jedoch mehr als 20 Prozent betragen. Anfang des Jahres - damals gab es noch kaum Corona-Fälle in den USA - lag sie noch bei deutlich unter fünf Prozent. 

Corona in den USA: Donald Trump legt sich mit Twitter an

Wie so oft gibt Donald Trump in Zeiten der Corona-Krise ein klägliches Bild ab. Der Republikaner aus den USA wischt kritische Fragen von Journalisten gewohnt gleichgültig vom Tisch. Nebenbei verzettelt sich der 73-Jährige in einen Kleinkrieg mit seinem bevorzugten Sprachrohr Twitter. Der Mikroblogging-Dienst hatte Tweets des mächtigsten Mannes der Welt einem Faktencheck unterzogen und diese der Lüge überführt. Dem US-Präsidenten folgen bei Twitter in Zeiten der Corona-Krise mehr als 80 Millionen Menschen.

Corona in den USA: Donald Trump will Militär einsetzen

Zusätzlich zu den vielen Corona-Toten erschüttern aktuelle Proteste die USA. Ausgelöst wurden diese durch den Tod von George Floyd (†46). Der Afroamerikaner starb durch Polizeigewalt. Der Beamte Derek Chauvin (44) kniete minutenlang auf dem Hals des Vaters zweier Töchter, ignorierte dessen Hilferufe, dass er keine Luft mehr bekomme. 

Die vielerorts friedlichen Proteste schlugen mitunter in Gewalt um. Bilder aus den USA zeigen gleichermaßen gewaltfreie Demonstranten mit Mundschutz (Mundschutz und Atemschutzmasken richtig desinfizieren - So wird es gemacht*) gegen Corona sowie Plünderungen von Supermärkten. 

Corona in den USA: Donald Trump empfiehlt unwirksame Medizin

George Floyd starb durch Polizeigewalt. Eine Obduktion ergab, dass er mit Corona infiziert war.

Während eine Autopsie des Leichnams von George Floyd ergab, dass dieser mit dem Coronavirus infiziert gewesen war, geht Donald Trump in die Offensive. Der 73-Jährige soll einen Militäreinsatz im Falle der Proteste erwägen. 1600 Soldaten wurden in der US-Hauptstadt Washington zusammengezogen. Dort ist mit dem Weißen Haus der offizielle Amts- und Regierungssitz der USA. 

Erst kürzlich machte Donald Trump von sich reden, weil er bei Corona das Malaria-

Medikament Hydroxychloroquin empfahl. Dieses ist einer Studie zufolge absolut unwirksam.´

Das Weiße Haus lässt durchsickern, dass US-Präsident Donald Trump wegen der fortdauernden Proteste in den USA eine „Rede zur Nation“ halten will.

Zahlreiche Statuen in den USA ehren umstrittene historische Persönlichkeiten. Die Kunstwerke geraten ins Visier der Proteste wegen des Todes von George Floyd.

Von Matthias Hoffmann

*fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Patrick Semansky/AP/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare