Für Corona-Geimpfte

Corona: Biden verkündet „Meilenstein“-Lockerung - auch Spahn spricht erstmals darüber

US-Präsident Biden erklärt für Corona-Geimpfte das Maskenpflicht-Ende. Wie lange ist hier der Mund-Nasen-Schutz noch Gebot? Gesundheitsminister Spahn positioniert sich jetzt.

Washington - Es ist ein großer Schritt in Richtung Normalität: Die USA haben die Maskenpflicht für vollständig gegen Corona* geimpfte Menschen weitestgehend aufgehoben - im Freien und auch in Innenräumen. Auch Abstandsregeln werden aufgehoben, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC mit.

Ausnahmen gibt es allerdings in öffentlichen Verkehrsmitteln und an Flughäfen und Bahnhöfen. Der Mund-Nasen-Schutz ist in den USA ein politisch aufgeladenes Thema: Ex-Präsident Donald Trump trug so gut wie nie einen und machte sich öffentlich über Maskenträger lustig.

Spahn zu Maskenpflicht-Ende in Deutschland: „Dann, wenn‘s soweit ist“

Und in Deutschland? Im Bild-Format „Hart aber weise“ auf ein Ende der Maskenpflicht angesprochen, antwortete Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU): „Dann, wenn‘s soweit ist.“ Die Bundesregierung habe eine Sache „vergleichsweise klüger“ gemacht: „Wir haben nicht mit Daten gearbeitet, sondern mit Inzidenzen.“ Termine für Lockerungen zu nennen, ohne zu wissen, wie das Infektionsgeschehen dann aussieht, sei unklug.

Verfrühte Lockerungen seien gefährlich: „Wichtig ist doch, dass wir diesen Zustand, den wir uns jetzt erkämpft haben, halten.“ 
Aber welche Bedingung müsse erfüllt sein, damit die Maskenpflicht fällt? Wenn jeder ein Impfangebot erhalten habe, da sei er sich sicher, würden die allermeisten Regeln fallen, so Spahn. „Das ist für mich definitiv ein Zeitpunkt.“

Einige US-Bundesstaaten wie Texas und Florida indes fahren eine ganz andere Linie: Sie haben die Maskenpflicht bereits vollständig aufgehoben, also auch für nicht Geimpfte. Bei den CDC-Richtlinien handelt es sich grundsätzlich um Empfehlungen. Sie werden jedoch von einer Vielzahl von Bundesstaaten befolgt.

Maskenpflicht fällt in den USA für Corona-Geimpfte - Biden spricht von „Meilenstein“

US-Präsident Joe Biden* sprach von einem „großartigen Tag für Amerika“ und einem „Meilenstein“ im Kampf gegen die Pandemie* Die Lockerungen gingen auf den „außerordentlichen Erfolg“ der landesweiten Impfkampagne* zurück. Seit seinem Amtsantritt seien 250 Millionen Impfdosen verabreicht worden, sagte Biden am Donnerstag im Rosengarten des Weißen Hauses*. Die USA würden die Welt damit anführen.

Von der erwachsenen US-Bevölkerung habe bislang knapp 59 Prozent mindestens eine Impf-Dosis erhalten. Am Donnerstag begannen die USA zudem landesweit, Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren zu impfen.

Guter Dinge: US-Präsident Joe Biden und seine Vizin Kamala Harris, nachdem sie das Ende der Maskenpflicht für Corona-Geimpfte verkündet haben.

Biden reagiert auf Impfskeptiker in den USA: „Impfen oder Maske tragen“

Allerdings hatte das Tempo bei den Impfungen von Erwachsenen zuletzt abgenommen - auch wegen der hohen Zahl von Impfskeptikern in den USA. Mit der weitgehenden Abschaffung der Maskenpflicht für Geimpfte hoffen die Gesundheitsbehörden, mehr Menschen von einer Impfung überzeugen zu können. Biden sagte, die Regel laute fortan „impfen oder Maske tragen“.

Als vollständig geimpft gilt jemand laut CDC zwei Wochen nach seiner zweiten Impfdosis, oder zwei Wochen nach seiner ersten Impfdosis, wenn nur eine Spritze notwendig ist wie beim Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson*.

In den USA sind seit Beginn der Pandemie mehr als 584.000 Menschen an den Folgen einer Infektion gestorben - die nach wie vor mit Abstand höchste Zahl weltweit. In den vergangenen Monaten ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen und Todesfälle aber deutlich zurückgegangen. (AFP/frs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Evan Vucci

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