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Corona-Gipfel: Geplant ist eine Verkürzung der Quarantäne auf teilweise fünf Tage

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Von: Hannah Decke

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Die Quarantäne-Dauer soll verkürzt werden - zum Teil auf nur fünf Tage. Ein Vorschlag wurde von den Gesundheitsministern der Länder ausgearbeitet.

Update vom 5. Januar, 18.17 Uhr: Die Gesundheitsminister der Länder haben nun Änderungen der Quarantäneregeln vorgeschlagen - und diese betreffen unter anderem Beschäftigte der kritischen Infrastruktur etwa in Kliniken und Pflegeheimen. Sie sollen eine Isolation wegen einer Infektion „zum Zwecke der Arbeitsaufnahme“ bereits nach fünf Tagen mit einem negativen PCR-Test beenden können.

LandDeutschland
HauptstadtBerlin
Bevölkerung83.129.285

Doch auch die Allgemeinbevölkerung wird beim Vorschlag der Gesundheitsminister der Länder berücksichtigt. Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne informierte am Mittwoch nach einer Videoschalte darüber. Die SPD-Politikerin ist aktuell Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz. Das ist der Vorschlag:

Über die Vorschläge soll nun in der Bund-Länder-Schalte von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und den Ministerpräsidenten beraten werden.

Grimm-Benne sagte, eine Verkürzung der Quarantänezeiten müsse „praktikabel umsetzbar“ sein. Die Gesundheitsämter seien personell überlastet, deshalb müsse man „zu einfacheren Regelungen“ kommen. „Wir wollen, dass die Menschen das verstehen, und wir wollen Lösungen haben, die die Gesundheitsämter mittragen“, so die SPD-Politikerin.

Zuvor hatte auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) einen Entwurf ausgearbeitet, der nur in Nuancen anders lautete (siehe Update 17.16 Uhr).

Corona-Gipfel: Diesen Vorschlag zur Quarantäne-Dauer macht Karl Lauterbach

Update vom 5. Januar, 17.16 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut (RKI) ebenfalls einen Entwurf zur Verkürzung der Quarantäne-Dauer ausgearbeitet. Das Papier liegt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vor. Das ist der Vorschlag:

Corona-Gipfel: Gesundheitsminister wollen Quarantäne-Dauer verkürzen - der Plan

[Erstmeldung] Hamm - Steigen die Infektionszahlen durch die hochansteckende Corona-Variante Omikron tatsächlich so rasend schnell, wie es Modellrechnungen zeigen, müssten viele Menschen in Quarantäne. Zu viele, um die kritische Infrastruktur im Land aufrechtzuerhalten, so die Sorge bei Experten. Deshalb wurden jüngst Rufe nach einer verkürzten Quarantäne-Zeit laut. Die Gesundheitsminister der Länder haben sich wohl auf genau so eine Regelung geeinigt.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, gibt es eine Beschlussvorlage, die bereits während der Konferenz der Gesundheitsminister am Mittwoch nach außen gedrungen ist. Demnach sei der Plan, die Quarantäne-Dauer von 14 auf zehn Tage zu verkürzen. Zudem sollen sich einige Personengruppe auch noch eher freitesten lassen können. Das steht in der Vorlage:

Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte sich schon für eine Verkürzung der Quarantäne-Zeit ausgesprochen. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hatte ebenfalls für gelockerte Regeln bei der Quarantäne plädiert. „Man muss das im Zusammenhang sehen mit dem Ziel, unsere Daseinsvorsorge, unsere kritische Infrastruktur aufrechtzuerhalten“, sagte Hendrik Wüst, aktuell auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz, in der ARD. Er nannte als Beispiele die Strom- und Wasserversorgung, das Gesundheitswesen, die Feuerwehr und Polizei.

Am Freitag treffen sich Bund und Länder zum Corona-Gipfel. Karl Lauterbach hat bereits angekündigt, Verschärfungen der Regeln vorzuschlagen. Dabei soll es sich vor allem um Kontaktbeschränkungen halten. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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