Konferenz der Unionsfraktion

Jens Spahn schreckt mit Corona-Aussage auf: „Durchhalten bis zum Frühjahr“

Jens Spahn verursacht Corona-Wirbel: Der Bundesgesundheitsminister sorgt laut Medienberichten mit einer Aussage in einer Unions-Konferenz für Aufsehen.

Hamm - Erst jüngst haben Bund und Länder den Corona-Kurs für die kommenden Wochen festgelegt. Viel strenger werden die Regeln nicht - vorerst. Doch Fakt ist: Die Inzidenz steigt nahezu überall in Deutschland. Weshalb schon bald schon doch wieder härtere Maßnahmen drohen, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nun durchblicken ließ. (News zum Coronavirus)

NameJens Spahn
Geboren16. Mai 1980, Ahaus
EhepartnerDaniel Funke (verh. 2017)

Corona in Deutschland: Jens Spahn schreckt mit Aussage auf - „Durchhalten bis zum Frühjahr“

So rechnet Jens Spahn einem Medienbericht zufolge ab dem Herbst mit erneuten Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Ein Ende der Freiheitseinschränkungen ist damit offenbar nicht in Sicht. „Die vierte Welle kommt“, sagte Jens Spahn laut Bild am Freitag in einer offenen Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Ebenfalls sei eine Überlastung des Gesundheitssystems möglich. Daher lautete der Appell des Bundesgesundheitsministers: „Noch einmal durchhalten bis zum Frühjahr.“

Damit habe sich Jens Spahn demnach auf die Maskenpflicht in Bus und Bahn sowie im Einzelhandel bezogen. Er habe aber auch gewarnt: „Die vierte Welle kommt. Wir haben aber noch nicht so viele geimpft, dass eine Belastung des Gesundheitswesens ausgeschlossen ist.“

Jens Spahn erläuterte aber ebenfalls, dass „drei von vier Deutschen künftig keine Kontaktbeschränkungen erleben“ werden. Der Bundesgesundheitsminister bezog des offensichtlich darauf, dass Geimpfte und Genesene nach wie vor von Einschränkungen ausgenommen werden sollen. Das 2G-Prinzip, wie es zuletzt schon Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte, könnte demnach kommen. Zugleich warnte Jens Spahn laut Bild Nicht-Geimpfte: „Jeder, der nicht geimpft ist, wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Monaten anstecken.“

Corona in Deutschland: Jens Spahn und Bundesregierung setzen weiter aufs Impfen

Panik-Mache oder alles berechtigt? Dem aktuellen ZDF-Politbarometer zufolge halten 56 Prozent der Deutschen die aktuell geltenden Corona-Maßnahmen für „gerade richtig“. Nur 18 Prozent sagen: Sie „sind übertrieben“ - und 23 Prozent sagen, sie müssten härter ausfallen.

Generell setzen Jens Spahn und die Bundesregierung aus das wieder anziehende Tempo bei den Impfungen gegen das Coronavirus in Deutschland. Mit der meist nötigen zweiten Spritze vollständig geimpft sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums inzwischen 47 Millionen Menschen oder 56,6 Prozent der Bevölkerung. Mindestens eine erste Dosis erhalten haben demnach 52,3 Millionen Menschen beziehungsweise 63 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Dazu wies Jens Spahn darauf hin, dass sich inzwischen auch fast jeder Vierte zwischen 12 und 17 Jahren habe impfen lassen. Den Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge sind aktuell 23,5 Prozent in dieser Altersgruppe mindestens einmal geimpft. Vollständig geimpft sind 14,2 Prozent. „Wir impfen die Deutschen in die Freiheit zurück“, soll der Bundesgesundheitsminister in der Schaltkonferenz der Union gesagt haben.

Rubriklistenbild: © Wolfgang Kumm/dpa

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