Bundeswehr muss Routineflüge mit Hubschrauber NH90 aussetzen

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Ein weiteres Problem für Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen:  Beim Helikopter NH90 kann es am Triebwerk zu Kurzschlüssen kommen. Foto: Maja Hitij/Archiv

Berlin (dpa) - Die Bundeswehr muss ihre Airbus-Transporthubschrauber vom Typ NH90 aus Sicherheitsgründen bis auf weiteres am Boden lassen. Wegen notwendiger technischer Nachbesserungen wurden Routineflüge vorläufig ausgesetzt, wie die Bundeswehr mitteilte.

Das Verteidigungsministerium erwarte jetzt schnellstmöglich die Beseitigung des Problems durch den Hersteller. Schwierigkeiten gibt es bereits mit dem Airbus-Militärtransporter A400M. Für das erste Flugzeug, das die Bundeswehr im Dezember nach jahrelanger Verspätung erhalten hatte, listete das Verteidigungsministerium 161 Mängel auf.

Beim Hubschrauber NH90 wies der Hersteller laut Bundeswehr nun darauf hin, dass es wegen eines Fehlers beim Auslösen der Feuerlöschanlage des Triebwerks zu einem Kurzschluss kommen könne.

Hintergrund ist ein Zwischenfall mit einem NH90 im Juni vergangenen Jahres, als ein Hubschrauber kurz nach dem Start in Termes in Usbekistan wegen eines Triebwerksschadens notlanden musste. Als Konsequenz ordnete die Bundeswehr damals die Überprüfung der Triebwerke aller ihrer 35 NH90-Hubschrauber an.

Bundeswehr-Bericht

Hersteller-Seite NH90

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