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Merz kritisiert Merkel vor der Wahl: „Nicht gut gelaufen für die CDU“

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Die Bundestagswahl 2021 rückt näher, der Wahlkampf nähert sich seinem Höhepunkt. Friedrich Merz (CDU) gibt sich kampfeslustig - und kritisiert Angela Merkel.

Hamm - Vor wenigen Monaten waren sie noch Konkurrenten im Kampf um den Parteivorsitz der CDU. Jetzt gehört Friedrich Merz, der beim Parteitag im Januar Armin Laschet* unterlag, zum sogenannten Zukunftsteam des Unions-Kanzlerkandidaten und kämpft gemeinsam mit dem Vorsitzenden darum, dass die Union bei der Bundestagswahl 2021* möglichst gut abschneidet. Und im Wahlkampf schreckt der Sauerländer nicht vor klaren Worten zurück: Jetzt kritisierte Merz sogar die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel.

NameFriedrich Merz
Geboren11. November 1955, Brilon
ParteiChristlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

Bundestagswahl: Friedrich Merz kritisiert Angela Merkel - „Nicht gut gelaufen für CDU“

Fast drei Jahre ist es nun her, dass die frühere CDU-Chefin entschied, bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr anzutreten. Danach passierte lange nichts. Und dieser lange Zeitraum habe der Partei „nicht gutgetan“, meint Friedrich Merz: „Seit Frau Merkel im Oktober 2018 angekündigt hat, nicht mehr für den Parteivorsitz zu kandidieren, sind immerhin fast drei Jahre vergangen, also drei Viertel der laufenden Wahlperiode. Diese Zeit ist inhaltlich wie konzeptionell nicht gut genug gelaufen für die CDU“, sagte der 65-Jährige in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen.

Das habe „Kraft gekostet“, führte der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende im Bundestag weiter aus. Dennoch sei die Partei „handlungs- und kampagnenfähig“.

Die Wahl am 26. September steht in seinen Augen unter besonderen Vorzeichen: „Wir hatten bisher nur Wahlen, bei denen ein amtierender Kanzler wieder kandidiert hat“, sagte Merz. Diesmal sei die Lage anders: Die Union habe auf den Amtsbonus verzichtet und gehe nun in einer „historisch einmaligen Formation“ in die Bundestagswahl 2021. „Das hat es in Deutschland nur einmal gegeben, nämlich 1949, als wir noch gar keinen Amtsinhaber haben konnten. Deswegen betreten wir hier politisch sicherlich auch Neuland“, meinte der Sauerländer, der nach zwölf Jahren wieder als CDU-Direktkandidat in seinem Wahlkreis im Hochsauerland antritt.

Friedrich Merz will Bundestagswahl mit Laschet und Union gewinnen

Und in diesem Neuland will Friedrich Merz mit seiner Partei bestehen: „Ich unterstütze Armin Laschet und das gesamte Team der Union dabei, diese Bundestagswahl zu gewinnen“, sagte er in dem Interview.

Dass die Umfrage-Werte der CDU in den vergangenen Wochen immer weiter sanken, schreckt den 65-Jährigen nicht ab: Er konzentriere sich „auf den übernächsten Sonntag, 18 Uhr. Denn erst dann ist das Rennen gelaufen.“ Ein Hoffnungsschimmer für Merz: Zuletzt legten Armin Laschet und die CDU in einer Umfrage wieder etwas zu. In diesem Rennen wird der Schlussspurt wohl entscheidend sein. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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