Corona-Pandemie

Briefwahl-Rekord bei Bundestagswahl 2021? Deutsche Post rüstet sich vor Ansturm

Die Deutsche Post bereitet sich schon jetzt auf die Bundestagswahl 2021 vor. Wegen der Corona-Pandemie wollen so viele Wähler wie nie zuvor die Briefwahl nutzen.

Hamm - Bald ist es so weit, die Bundestagswahl 2021 steht vor der Tür. Am 26. September sind alle wahlberechtigten Bürger in Nordrhein-Westfalen dazu aufgerufen, ihre Kreuzchen zu setzen. Wegen der Corona-Pandemie bereitet sich die Deutsche Post bereits jetzt vor, weil davon auszugehen ist, dass die Briefwahl so beliebt ist wie nie zuvor.

WahlBundestagswahl 2021
TerminSonntag, 26. September 2021
OrtDeutschland

Briefwahl-Rekord erwartet: Deutsche Post bereitet sich auf Ansturm vor

Für einen reibungslosen Ablauf der Briefwahl ist die Deutsche Post zuständig. Die Deutsche Post geht davon aus, dass bei der Bundestagswahl der Anteil der Briefwähler so hoch sein wird wie nie zuvor. Die Zuständigen gehen davon aus, dass mehr als 60 Prozent aller Wähler die Briefwahl nutzen werden.

Bereits bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt in diesem Jahr habe sich der Anteil der Briefwähler teils verdoppelt. Und auch bei der Bundestagswahl wollen laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur rund 38 Prozent der Befragten ihre Stimme per Brief abgeben.

Tobias Meyer, Vorstand der Deutsche Post, versichert: „Wir haben uns seit langem gut auf die Bundestagswahl 2021 vorbereitet und werden alle Wahlbriefe pünktlich zustellen, die uns rechtzeitig erreichen. Die 60 Millionen zur Wahl aufgerufenen Bürgerinnen und Bürger können sich darauf verlassen, dass die Briefwahl in Deutschland sicher ist und ihre Stimmen per Post in den Wahlbüros rechtzeitig ankommen.“

Deutsche Post bereitet sich auf Briefwahl vor: was alles schief gehen kann

Bei der Kommunalwahl im letzten Jahr gab es laut der Deutschen Post jedoch einzelne Probleme, die die Zuständigen bei der kommenden Wahl vermeiden wollen. Folgende Probleme sind bei der Briefwahl vereinzelt aufgetreten:

  • fehlende, unvollständige oder falsche Adressen der zur Wahl aufgerufenen Bürger;
  • zu späte Einlieferung der Briefwahlunterlagen;
  • nicht vorhandene Automationsfähigkeit der Sendungen, z.B. wegen zu dünnem, für die Sortiermaschinen ungeeignetem Papier, wegen zu dunkler Umschläge, auf denen die Adressaufschrift nicht hinreichend lesbar ist oder wegen fehlender Frankierung.

Deutsche Post bereitet sich auf Ansturm vor: So klappt die Briefwahl

Laut der Deutschen Post können aber auch die Wähler dazu beitragen, dass die Briefwahl problemlos abläuft. Wahlberechtigte, die eine Briefwahl durchführen möchten, sollten diese früh genug beantragen. Einen Antrag erhalten die Wähler automatisch mit den Briefwahlunterlagen per Post. Der Antrag kann anschließend per Post zurückgeschickt werden, aber auch in schriftlicher, mündlicher Form oder auch online gegenüber der Gemeindebehörde gestellt werden.

Ist der Antrag bei der jeweiligen Behörde angekommen, werden die Briefwahlunterlagen, bestehend aus dem Wahlschein, einem Stimmzettel des jeweiligen Wahlkreises, einem Stimmzettelumschlag, einem farbigen Wahlbriefumschlag (rot bei der Bundestagswahl) und einem ausführlichen Merkblatt für die Briefwahl, zugeschickt. Für eine erfolgreiche Teilnahme an der Wahl muss nach dem Ausfüllen der Unterlagen der rote Wahlbrief dann in einen Briefkasten der Deutschen Post eingeworfen werden. Der Wahlbrief muss übrigens per Post innerhalb Deutschlands nicht frankiert werden, im Ausland hingegen schon.

Deutsche Post bereitet sich auf Ansturm vor: So klappt die Briefwahl

Der Wahlbrief muss laut Deutscher Post spätestens am Wahlsonntag bis 18.00 Uhr dem Wahlamt vorliegen, da dann die Wahl endet und mit der Auszählung der Stimmen begonnen wird. Er sollte daher bereits einige Tage vor dem Wahltag abgeschickt werden. Die Deutsche Post empfiehlt bis zum 23. September den Brief per Post zu versenden, um eine rechtzeitige Zustellung zu gewährleisten. Aufgrund längerer Laufzeiten im Ausland empfiehlt sich hier laut Deutscher Post ein Versand der Wahlbriefe mit Luftpost.

Während die Bundestagswahl 2021 immer näher rückt, stecken die Politiker mitten im Wahlkampf. Vor allem NRW-Ministerpräsident und Kanzlerkandidat der CDU Armin Laschet macht immer wieder Negativ-Schlagzeilen: Laschet erhielt viel Kritik für das Betreten eines Ladens ohne Corona-Maske. Auch für ein Wahlkampf-Video der CDU erntete Laschet reichlich Kritik und Spott.

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa

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