Verwechslung mit Folgen

Bonner Polizist nach Übergriff auf jüdischen Professor versetzt

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Im Bonner Hofgarten ereignete sich vergangenen Mittwoch der Vorfall

Nach einem Übergriff von Bonner Polizisten auf einen jüdischen Professor ist einer der Beamten nun strafversetzt worden. Verfahren gegen seine Kollegen sollen folgen.

Bonn - Der Bonner Polizist, der bei einem Einsatz einen jüdischen Professor geschlagen hat, ist in eine andere Dienststelle versetzt worden. Das erklärte ein Polizeisprecher am Montag. Bei dem Vorfall im Bonner Hofgarten war der israelische Hochschullehrer Jitzchak Jochanan Melamed aus den USA zuvor von einem Deutschen mit palästinensischen Wurzeln attackiert worden. Die alarmierten Beamten hielten Melamed irrtümlich für den Angreifer und überwältigten ihn. Der betreffende Polizist schlug ihm ins Gesicht. Strittig ist allerdings, wie oft. Melamed spricht von „Dutzenden Malen“. Die Polizei verweist auf die laufenden Ermittlungen.

Ein Augenzeuge beschrieb dem Bonner „General-Anzeiger“ den Vorfall als „äußerst brutal“. Er beobachtete demnach allerdings nur, dass ein Polizist mit dem Wissenschaftler gerungen habe, nicht mehrere. Nach Angaben von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) wurden gegen alle an dem Einsatz beteiligten Beamten Disziplinarverfahren eingeleitet.

dpa

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