Verdächtige Päckchen

Weitere Trump-Kritiker werden in USA zur Zielscheibe

Auch an Robert de Niro wurde ein verdächtiges Paket geschickt. Foto: Jörg Carstensen
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Auch an Robert de Niro wurde ein verdächtiges Paket geschickt. Foto: Jörg Carstensen
Polizisten stehen in der Wohngegend des Schauspielers de Niro in New York. Foto: Mark Lennihan/AP
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Polizisten stehen in der Wohngegend des Schauspielers de Niro in New York. Foto: Mark Lennihan/AP
Polizeiauto vor dem Haus von Bill und Hillary Clinton: Der Secret Service hat verdächtige Pakete mit möglichen Sprengsätzen abgefangen. Foto: Seth Wenig/AP
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Polizeiauto vor dem Haus von Bill und Hillary Clinton: Der Secret Service hat verdächtige Pakete mit möglichen Sprengsätzen abgefangen. Foto: Seth Wenig/AP
Offiziere der New York City Police vor dem Time Warner Center, das nach dem Fund eines verdächtigen Pakets geräumt wurde. Foto: Richard Drew
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Offiziere der New York City Police vor dem Time Warner Center, das nach dem Fund eines verdächtigen Pakets geräumt wurde. Foto: Richard Drew
Bill und Hillary Clinton in der Einfahrt ihres Hauses in Chappaqua. Foto: AP
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Bill und Hillary Clinton in der Einfahrt ihres Hauses in Chappaqua. Foto: AP
Beamte der New Yorker Polizei stehen vor dem Time-Warner-Center, das nach dem Fund eines verdächtigen Pakets geräumt worden ist. Foto:
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Beamte der New Yorker Polizei stehen vor dem Time-Warner-Center, das nach dem Fund eines verdächtigen Pakets geräumt worden ist. Foto:
Das Haus des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama und seiner Ehefrau Michelle war Ziel eines Pakets mit möglichen Sprengsätzen. Foto: Andrew Harnik/AP
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Das Haus des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama und seiner Ehefrau Michelle war Ziel eines Pakets mit möglichen Sprengsätzen. Foto: Andrew Harnik/AP
Offiziere in der Uniform des US-Geheimdienstes an einem Kontrollpunkt in der Nähe des Hauses des früheren US-Präsidenten Barack Obama. Foto: Alex Brandon/AP
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Offiziere in der Uniform des US-Geheimdienstes an einem Kontrollpunkt in der Nähe des Hauses des früheren US-Präsidenten Barack Obama. Foto: Alex Brandon/AP
Polizeiauto vor dem Haus von Bill und Hillary Clinton: Die verdächtigen Pakete waren bei Routine-Checks rechtzeitig als mögliche Sprengsätze aufgefallen. Foto: WABC7
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Polizeiauto vor dem Haus von Bill und Hillary Clinton: Die verdächtigen Pakete waren bei Routine-Checks rechtzeitig als mögliche Sprengsätze aufgefallen. Foto: WABC7

Wer verschickt gepolsterte Umschläge mit Rohrbomben an berühmte Demokraten in den USA? Nachdem Unbekannte acht Prominente ins Visier genommen haben, steigt der Druck auf die Polizei. Die verdächtigen Sendungen im Postsystem gleichen Nadeln im Heuhaufen.

New York/Washington (dpa) - Nach dem Versand mehrerer Rohrbomben an bekannte Demokraten in den USA sind weitere verdächtige Päckchen an prominente Kritiker von Präsident Donald Trump geschickt worden.

Ermittler entdeckten Sendungen an Ex-Vizepräsident Joe Biden und Schauspieler Robert De Niro. Sie glichen denen, die an den früheren Präsidenten Barack Obama und Ex-Außenministerin Hillary Clinton verschickt wurden, wie NBC unter Berufung auf Strafverfolger berichtete. Insgesamt stieg die Zahl der seit Anfang der Woche adressierten Trump-Gegner damit auf acht. Verletzt wurde niemand.

Trump, der zuvor sanftere Töne angeschlagen und die Amerikaner zu Zusammenhalt aufgerufen hatte, gab liberalen Medien eine Mitschuld. Sie vergifteten die Stimmung im Land, schrieb er auf Twitter. "Ein sehr großer Teil des Ärgers, den wir heute in unserer Gesellschaft feststellen, wird verursacht durch die absichtlich falsche und ungenaue Berichterstattung in den Mainstream-Medien, die ich als Fake News bezeichne."

Die Adressaten der Päckchen hatten Trump vor und seit seinem Amtsantritt teils scharf attackiert oder beleidigt. Kritiker werfen dem Präsidenten vor, mit seiner Rhetorik die Spaltung der Gesellschaft voranzutreiben. In den USA stehen am 6. November Kongresswahlen an.

Unklar war weiterhin, welchen Schaden die Sprengsätze bei einer Explosion hätten anrichten können. FBI und Polizei erklärten, dass es sich "offensichtlich um Rohrbomben" handle. Mindestens eine Bombe bestand Berichten zufolge aus einem mit Schwarzpulver und Glassplittern gefüllten PVC-Rohr, das auch mit einem Zünder verbunden war. US-Medien berichteten übereinstimmend von Rohrbomben. Eine endgültige Klärung der Behörden, ob unter den Sendungen auch Attrappen waren, gab es nicht.

Biden und De Niro hatten Trump offen und teilweise heftig attackiert. Zwei an Biden gerichtete Päckchen wurden in Postfilialen im Staat Delaware gefunden, wo der Demokrat lebt. Die Bombenentschärfer setzten laut NBC einen Roboter ein, auch Bidens Haus wurde durchsucht. Das an De Niro gerichtete Päckchen hatten Sicherheitsleute in New York entdeckt. Laut Polizei wurde es entfernt.

Die gepolsterten Umschläge glichen sich, berichteten US-Medien unter Berufung auf Strafverfolger. Sie waren jeweils mit sechs Briefmarken frankiert und hatten als Absender den Namen der Abgeordneten Debbie Wasserman Schultz, die von 2011 bis 2016 Parteichefin der demokratischen Partei war. Die Adressen waren gedruckt und nicht von Hand geschrieben. Vermutlich stammten die Päckchen vom selben Täter, sagte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio.

Die Päckchen gingen seit Anfang der Woche auch an den früheren CIA-Direktor John Brennan, Ex-Justizminister Eric Holder, die demokratische Abgeordnete Maxine Waters und den Milliardär George Soros, der Hillary Clinton und andere Demokraten mit Wahlkampfspenden in Millionenhöhe unterstützt hatte. Sie waren wie auch Obama und Clinton häufig Zielscheiben der politischen Rechten.

Der amerikanische Postdienst USPS fotografiert und notiert Absender und Adressaten sämtlicher Postsendungen, wie CBS unter Berufung auf eine mit den Ermittlungen vertraute Person berichtete. Derzeit werde geprüft, ob vergleichbare Sendungen an andere ranghohe Demokraten im Umlauf sind. Ein UN-Sprecher sagte, auch bei den Vereinten Nationen werde eingehende Post "mit Hinblick auf die Vorfälle" geprüft.

NBC

Mitteilung FBI

Pk Cuomo und de Blasio

Gouverneur Cuomo zu Päckchen

New Yorker Polizei bei Twitter

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