CSU träumt von absoluter Mehrheit

Bayern wählt - Ämter erwarten höhere Beteiligung

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Bayerns Ministerpäsident Horst Seehofer bei seiner Stimmabgabe.

München - Eine Woche vor der Bundestagswahl wählt Bayern heute einen neuen Landtag. Nach dem historischen Absturz bei der Wahl 2008 träumt die CSU wieder von einer absoluten Mehrheit, die Opposition hofft noch auf eine Überraschung.

Bei der Landtagswahl in Bayern zeichnet sich eine etwas höhere Wahlbeteiligung als 2008 ab. In den Wahllokalen der größeren bayerischen Städte war der Zulauf bis zum Nachmittag zwar ebenso niedrig wie bei der Landtagswahl vor fünf Jahren oder lag sogar noch darunter. Weil aber deutlich mehr Wähler ihre Kreuze schon vorab per Briefwahl gemacht hatten, sei insgesamt ein etwas besseres Ergebnis als vor fünf Jahren zu erwarten, berichteten die Wahlämter. „Wenn es so bleibt, wird die Wahlbeteiligung höher sein“, sagte der Leiter des Augsburger Bürgeramtes, Klaus Sulzberger.

In der Landeshauptstadt München hatten laut einer Stichprobe bis zum frühen Nachmittag schon fast 50 Prozent der Wähler ihre Stimme abgegeben - das sind neun Prozentpunkte mehr als zur gleichen Zeit vor fünf Jahren und ist durch den Ansturm auf die Briefwahl zu erklären. In Nürnberg und Augsburg war das Plus allerdings deutlich geringer. 2008 lag die Beteiligung bei der Bayern-Wahl am Ende bei 57,9 Prozent, dies war der zweitniedrigste Wert seit Gründung der Bundesrepublik.

Ergebnisse der Landtagswahl Bayern 2013 finden Sie ab Sonntagabend hier - ebenso ab jetzt die Ergebnisse von 2008!

Die CSU unter Ministterpräsident Horst Seehofer (CSU) träumt nach dem historischen Absturz bei der Wahl 2008 und einer teilweise schwierigen Koalition mit der FDP von einer Rückeroberung der Alleinherrschaft im Freistaat. Das von SPD-Herausforderer Christian Ude angestrebte Dreierbündnis mit Grünen und Freien Wählern lag in jüngsten Umfragen merklich hinter den Christsozialen zurück. Die FDP muss den Umfragen zufolge um den Wiedereinzug in den Landtag zittern. Sonstige Parteien schienen zuletzt chancenlos. Die Bayern-Wahl gilt als wichtiger Stimmungstest für die Bundestagswahl am kommenden Sonntag.

Die Spitzenkandidaten der im Landtag vertretenen Parteien gaben bereits am Vormittag ihre Stimmen ab. CSU-Chef Seehofer kam am Morgen in Begleitung seiner Frau Karin und seiner Tochter Susanne ins Wahllokal in Ingolstadt. Christian Ude warf etwa zwei Stunden später in München seine Stimmzettel in die Wahlurne, begleitet unter anderem von seiner Frau Edith. Vor dem Wahllokal traf er auch Grünen-Spitzenkandidatin Margarete Bause, die am gleichen Ort wählte.

Bei der Landtagswahl durften etwa 9,5 Millionen Bürger ihre Stimme abgeben. Sie hatten die Wahl zwischen insgesamt 15 Parteien. Im Landesparlament waren 180 Sitze zu vergeben, durch Überhang- und Ausgleichsmandate können es am Ende aber auch noch mehr werden. Außerdem entschieden die Bayern auch über die Bezirkstage der sieben Regierungsbezirke und fünf Änderungen der Bayerischen Verfassung. Darunter sind vier neue Staatsziele, die explizit in der Verfassung festgeschrieben werden sollen, etwa die Förderung des Ehrenamts. Weil die Wähler so insgesamt fünf Stimmzettel auszufüllen hatten, bildeten sich teilweise Schlagen in den Wahllokalen.

Hier gibt es den Ticker sowie alle Ergebnisse aus Bayern

dpa

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