Missbrauchs-Skandal in den USA

Aus Angst vor dem Vatikan? Papst-Kritiker Vigano bleibt versteckt - und fürchtet um sein Leben

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Carlo Maria Vigano.

Carlo Maria Vigano fürchtet sich vor den Reaktionen auf seinen offenen Brief zum Missbrauchsskandal in den USA - insbesondere vor der der katholischen Kirche. Angeblich sieht er sein Leben in Gefahr. 

Washington/Vatikanstadt - Der frühere Vatikan-Botschafter in den USA, Carlo Maria Vigano, fürchtet um sein Leben. Vigano sei „besorgt“ und bleibe deshalb „nicht nur für Journalisten versteckt“, sagte er der Bild.

Die katholische Kirche wurde in den vergangenen Jahren von einer Reihe von Missbrauchsskandalen erschüttert. Vertuschungsvorwürfe* richteten sich zuletzt auch gegen den Papst selbst. Vigano hatte Papst Franziskus vergangenen Monat in einem offenen Brief vorgeworfen, Missbrauchsvorwürfe gegen den damaligen US-Kardinal Theodore McCarrick fünf Jahre lang ignoriert und Strafmaßnahmen gegen den Geistlichen aufgehoben zu haben. Als Konsequenz forderte Vigano die Abdankung des Papstes.

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Papst Franziskus lehnte es bislang ab, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Er trifft aber am Donnerstag mit Kirchenvertretern aus den USA zusammen. An dem Treffen nimmt unter anderem der Vorsitzende der Katholischen Bischofskonferenz der USA, Daniel DiNardo, teil.

Angesichts der zahlreichen Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche hat Papst Franziskus eine Konferenz zum Thema Kinderschutz einberufen. Der Papst werde mit den Bischofskonferenz-Vorsitzenden aus der ganzen Welt über den "Schutz von Minderjährigen" sprechen, teilte der Vatikan am Mittwoch mit. Die Konferenz werde vom 21. bis 24. Februar 2019 im Vatikan stattfinden, erklärte der Kardinalrat, der den Papst berät.

cg (mit Material von AFP)

*Merkur.de ist Teil der bundesweiten Ippen-Digital-Redaktion.

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