Warnung vor Waffenlieferungen

Assad warnt vor Waffenlieferungen

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Der syrische Staatspräsident Baschar al-Assad spricht in Damskus, Syrien

Damaskus - Der syrische Präsident Assad hat den Einsatz von Giftgas geleugnet und die westlichen Staaten vor Waffenlieferungen gewarnt. Das Internationale Rote Kreuz muss ihm zum Teil zustimmen.

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat westliche Staaten davor gewarnt, Waffen an die Rebellen in Syrien zu liefern. In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Dienstag sagte er, diese Waffen würden in die Hände islamistischer Terroristen gelangen, die dann später kampferfahren und ideologisch aufgerüstet ihre Heimatländer und Europa heimsuchen würden.

Assad wies in dem Interview den Vorwurf der Vereinigten Staaten, Großbritanniens und Frankreichs zurück, die syrische Armee habe Giftgas eingesetzt. „Hätten Paris, London und Washington nur ein einziges Beweismittel für ihre Behauptungen, hätten sie dieses der Weltöffentlichkeit vorgelegt“, sagte Assad.

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Auch das Internationale Rote Kreuz (IKRK) hat nach eigenen Angaben „keine glaubhaften Belege“ für den Einsatz von chemischen Waffen in Syrien. Das sagte eine IKRK-Sprecherin in Moskau am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Die Organisation habe Zugang zu allen Regionen in dem Bürgerkriegsland, sagte demnach der Leiter der IKRK-Hilfsoperationen im Nahen und Mittleren Osten, Robert Mardini, bei einer Konferenz in der russischen Hauptstadt. Falls das Rote Kreuz Berichte über Giftgaseinsätze erhielte, würde sie diese sofort an die „zuständigen internationalen Organe“ weitergeben.

dpa

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