SPD jetzt deutlich vor CDU

Vor TV-Dreikampf: Schwerer Umfrage-Schock für Armin Laschet - historisches Tief

Der Wahlkampf für Armin Laschet läuft mies. Jetzt muss der Kanzlerkandidat der CDU/CSU einen neuen Umfrage-Schock verdauen. Wie reagiert er im TV-Triell?

Hamm/Berlin - Die vergangenen Wochen liefen für Armin Laschet (CDU) schlecht. Die Laune der Wahlkämpfer der Union ist entsprechend miserabel. Sie wird durch einen neuerlichen Umfrage-Schock vier Wochen vor der Bundestagswahl 2021 nicht besser. Wie reagiert Laschet im ersten TV-Triell? (News zur Bundestagswahl)

WahlBundestagswahl 2021
DatumSonntag, 26. September 2021
OrtDeutschland

Armin Laschet (CDU): Nächster Umfrage-Schock vier Wochen vor der Bundestagswahl

Für Armin Laschet und die CDU/CSU geht es seit Wochen nur bergab in den Umfragen. Laschet machte in dieser Zeit keine gute Figur. Im Flutkatastrophengebiet wurde er beim Lachen gefilmt, er erntete Spott für ein Wahlkampfvideo und wurde ohne Corona-Maske in einem Geschäft erwischt.

Armin Laschet droht bei der Bundestagswahl 2021 sogar den Einzug ins Parlament zu verpassen. Das hätte gravierende Folgen für den Kanzlerkandidaten der Union. Vor dem ersten TV-Duell („Triell“) gegen Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Grüne) steht er wegen sinkender Zustimmungswerte ohnehin unter großem Druck.

Das gilt jetzt umso mehr. Denn vier Wochen vor der Bundestagswahl am 26. September sieht eine weitere Umfrage die SPD mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz als stärkste Partei. Im Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstituts Insa für Bild am Sonntag gewinnen die Sozialdemokraten zwei Prozentpunkte hinzu. Mit 24 Prozent liegen sie nun klar vor der Union, die nur noch auf 21 Prozent kommt (minus 1).

Umfrage-Schock für die CDU: Wie reagiert Armin Laschet im TV-Triell?

Der im Sonntagstrend ausgewiesene Wert ist der niedrigste, den Insa jemals für die CDU/CSU gemessen hat. Die Grünen bleiben demnach bei 17, die FDP bei 13 Prozent. AfD (11 Prozent) und Linke (6 Prozent) verlieren jeweils einen Punkt.

Läuft nicht bei Armin Laschet: Die Umfragewerte für die CDU/CSU sind miserabel.

Die Angst vor der schweren Wahlschlappe geht in der Union um. CSU-Chef Markus Söder warnte die CDU und CDU eindringlich vor einem Machtverlust nach der Wahl am 26. September. „Wir müssen alles tun, um einen historischen Linksrutsch in Deutschland zu verhindern“, sagte er der Bild am Sonntag. „Noch nie war die Gefahr so groß, dass ein Linksbündnis die Macht übernimmt.“ Es komme inzwischen darauf an, dass die Union überhaupt noch vor SPD und Grünen liege.

Armin Laschet: Bei einer Direktwahl würde ihn kaum jemand wählen

Insa ist nicht das erste Meinungsforschungsinstitut, das die SPD vor der Union sieht. Bei YouGov kamen die Sozialdemokraten zuletzt auf 24 Prozent, die CDU/CSU auf 22 Prozent. Das Trendbarometer von Forsa für RTL und n-tv sah die Union vor einigen Tagen ebenfalls bei 22 Prozent, die SPD bei 23 Prozent. Im ZDF-Politbarometer vom Freitag lagen SPD und Union mit jeweils 22 Prozent gleichauf.

Auch bei den Umfragewerten der Kanzlerkandidaten sieht es für die Union zunehmend düster aus: Bei einer Direktwahl würden laut Insa jetzt nur noch 10 Prozent für Armin Laschet stimmen (-2). Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock gewinnt einen Punkt und käme auf 14 Prozent. An der Spitze liegt weiter Olaf Scholz mit 31 Prozent (-3).

Armin Laschet hat den Rückhalt seiner Anhänger in der Union verloren. Wechseln CDU und CSU deshalb kurz vor der Bundestagswahl 2021 nochmal ihren Kanzlerkandidaten? (mit Material von dpa)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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