1. wa.de
  2. Politik

Druck auf Armin Laschet wächst: CDU-Chef will Parteitag zur „personellen Neuaufstellung“

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Armin Laschet deutete in einer Sondersitzung der Unionsfraktion am Donnerstag seine Bereitschaft zum Rückzug an. Er will einen Parteitag zur „personellen Neuaufstellung“.

Update vom 7. Oktober, 18.53 Uhr: Armin Laschet ist nach der Sondersitzung der Unionsfraktion vor die Presse getreten. Er will den Spitzengremien der Partei einen Parteitag zur personellen Neuaufstellung der CDU vorschlagen, so der Parteivorsitzende. Ort und Datum blieben aber zunächst offen. Dabei deutete Laschet seinen Verzicht auf den CDU-Vorsitz an. „An der Person wird es nicht scheitern“, sagte er am Donnerstag.

NameArmin Laschet
Geboren18. Februar 1961 (Alter 60 Jahre), Aachen
Größe1,72 m

[Erstmeldung] Hamm - Nach dem Debakel bei der Bundestagswahl* werden die Rufe nach einem Rücktritt von Kanzlerkandidat und CDU-Chef Armin Laschet* immer lauter. Der Druck auf den NRW-Ministerpräsidenten wächst. Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach legte Laschet nahe, sein Amt für einen Generationswechsel in der Partei freizumachen. Die Unionsfraktion berät derzeit über die aktuelle Lage. Erste Infos aus der Sondersitzung sind durchgesickert: Armin Laschet deutete wohl seinen Rückzug an.

Druck auf Armin Laschet wächst: CDU-Chef deutet Rückzug an

„Erst steht das Projekt und dann die Person“, sagte der CDU-Chef, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr. Er wurde mit den Worten zitiert: „Wenn es mit anderen Personen besser geht, dann gerne.“ Zugleich kündigte Laschet demnach eine personelle Neuaufstellung auf einem Parteitag an - von der Spitze bis in die Gremien.

Die Partei brauche keine Schlacht mehr zwischen Personen, sondern einen gemeinsamen Konsensvorschlag. So wie er es in Nordrhein-Westfalen jetzt mit Hendrik Wüst* gemacht habe. Laschet hatte den NRW-Verkehrsminister Wüst als Nachfolger vorgeschlagen - als Ministerpräsident und als CDU-Landesparteichef. Wüst soll am 27. Oktober gewählt werden.

Jamaika-Koalition: Armin Laschet will „bis zur letzten Sekunde bereit sein“

Laschet sagte demnach über die Verhandlungen mit Grünen und FDP am Sonntag und Dienstag, man sei sehr gut vorbereitet gewesen. Dass keine Vertraulichkeit habe geleistet werden können, sei kein gutes Zeichen. Viele Menschen würden noch auf eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP warten. „Wir müssen bis zur letzten Sekunde bereit sein und niemanden beschimpfen“, wurde Laschet zitiert. Er wisse nicht, wie SPD, Grüne und FDP ihre Themen in einer Ampel zusammenbringen wollten. (dpa) *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare