Bundestagswahl 2021

Armin Laschet (CDU): Schluss mit Pannen-Wahlkampf? Kampfansage an SPD und Grüne

Die Umfragewerte für Armin Laschet und die CDU/CSU vor der Bundestagswahl sind mies. Jetzt versuchte der Kanzlerkandidat einen Neustart des Pannenwahlkampfes.

Hamm/Berlin - Die Umfragewerte für Armin Laschet sind mies. Und auch die Stimmung unter den Wahlkämpfern der Union ist gereizt. Zuletzt wurde die Kritik an Laschets Pannen-Wahlkampf immer deutlicher. Beim Start in die heiße Phase vor der Bundestagswahl 2021 versuchte es der Kanzlerkandidat der CDU/CSU mit einer Kampfansage.

NameArmin Laschet
Geboren18. Februar 1961, Aachen
Größe1,72 Meter
EhepartnerinSusanne Laschet

Armin Laschet (CDU): Schluss mit Pannen vor der Bundestagswahl 2021

Armin Laschet warnte in seiner Rede in Berlin vor einem Linksruck in Deutschland und griff immer wieder die in den Umfragen nah an die CDU herangerückte SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Olaf Scholz sowie die Grünen mit Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock an. Warnungen vor der Parteien-Konkurrenz werden offenbar ein noch wichtigerer Teil des CDU-Wahlkampfes als bislang schon.

„Es ist nicht egal, wie diese Wahl ausgeht“, sagte Armin Laschet. „Wir werden kämpfen, ich werde kämpfen, mit allem, was ich kann, dass dieses Land nicht von Ideologen übernommen wird.“ Die Union wolle nicht regieren, weil sie Lust daran habe, „sondern weil wir regieren müssen, damit Deutschland einen guten Weg nimmt“.

Dass der beim unionsinternen Kampf um die Kanzlerkandidatur unterlegene CSU-Vorsitzende Markus Söder die eigenen Leute dazu aufrief, „endlich vernünftigen Wahlkampf“ zu machen, passte ins Bild, das die Union zuletzt abgab. Die Umfragewerte sind im Sinkflug, Armin Laschet machte zuletzt immer wieder eine unglückliche Figur.

Armin Laschet (CDU): Kampfansage an SPD und Grüne

Erst am Freitag setzte ihn die SPD in seinem Heimatland Nordrhein-Westfalen unter Druck. Sie will wissen, warum Armin Laschet als Ministerpräsident des Landes bei der verheerenden Flutkatastrophe im Juli keinen Krisenstab eingesetzt hatte. Dazu kam der Spott im Internet über Wahlplakate mit Armin Laschet, die die CDU hatte überkleben lassen. Die Liste der Fehler von Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) wird länger - ein Kommentar.

Am selben Tag war in der Online-Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag der Unmut über die Umfragewerte von CDU/CSU und Armin Laschet laut geworden. Nach Informationen der Bild habe die Düsseldorfer Abgeordnete Sylvia Pantel Laschet aufgefordert, Konsequenzen zu ziehen, wenn in zwei Wochen die Umfragen nicht besser würden. Sie wurde demnach mit den Worten zitiert: „Es ist besser, kurz und schmerzhaft zu reagieren, als gemeinsam unterzugehen.“ 

Armin Laschet (CDU): Unterstützung durch Kanzlerin Angela Merkel

Im Berliner Tempodrom nun der Versuch eines Neustarts des Wahlkampfes für die bevorstehende Bundestagswahl. „Es ist nichts verloren. Es gibt keinen Anlass zum Jammern“, sagte Markus Söder. Es werde aber am 26. September sehr knapp werden. „Jeder muss kapieren mit dem heutigen Tag, dass es echt um alles geht.“

Kanzlerin Angela Merkel und Kandidat Armin Laschet haben in Berlin die heiße Phase des CDU/CSU-Wahlkampfes vor der Bundestagswahl 2021 eingeläutet.

Die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel sprang Armin Laschet zur Seite. „Ich habe Armin Laschet in all den Jahren als einen Menschen und Politiker erlebt, für den das „C“ im Namen unserer Partei nicht irgendein Buchstabe ist, sondern in allem, was er getan hat, der Kompass.“ Laschet sei es immer wichtig gewesen, den Menschen mit seiner unantastbaren Würde in den Mittelpunkt zu stellen und zwischen den Menschen Brücken zu bauen. Dies gelte für den Kanzlerkandidaten und, davon sei sie zutiefst überzeugt, auch für Laschet als Bundeskanzler.

Ob es dazu kommt, entscheidet die Bundestagswahl am 2021 und die anschließenden Koalitionsverhandlungen, die sehr viel Spannung erwarten lassen. (mit Material von dpa)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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