1. wa.de
  2. Politik

Laschet sagt Auftritte ab: CDU-Kanzlerkandidat in der Kritik

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Daniel Großert

Kommentare

In der heißen Phase des Wahlkampfs sagt Armin Laschet einige Auftritte ab. Dafür steht der CDU-Kanzlerkandidat nun in der Kritik.

Hamm - Die heiße Phase hat begonnen: Rund sechs Wochen vor der Bundestagswahl 2021* nimmt der Wahlkampf Fahrt auf. Am 26. September entscheidet sich dann, wer als Nachfolger von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ins Kanzleramt einzieht und Deutschland in den nächsten vier Jahren regiert.

NameArmin Laschet
Geboren18. Februar 1961, Aachen
Größe1,72 Meter
EhepartnerinSusanne Laschet

Armin Laschet sagt Auftritte ab - CDU-Kanzlerkandidat in der Kritik

Die Kanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU), Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Grüne) bringen sich in diesen Wochen in Position, um in der Wählergunst zu steigen. Wahlkampfauftritte vor Ort gehören in den Wochen vor der Bundestagswahl ebenso zum normalen Programm für die Politiker wie Auftritte in verschiedenen Fernsehformaten.

Während es in den vergangenen Jahren meistens Kanzler-Duelle zwischen den Spitzenkandidaten von CDU und SPD gab, wollen die TV-Sender und andere Medien in diesem Jahr durch die Nominierung einer eigenen Kanzlerkandidatin der Grünen ein Triell veranstalten - also ein Format mit allen drei Spitzenkandidaten. Doch daraus wird in manchen Fällen nichts - weshalb Armin Laschet* nun in der Kritik steht.

Der CDU-Kanzlerkandidat hat nämlich bereits mehrere Anfragen zu solchen Rede-Triellen abgesagt. Wie n-tv berichtet, folgte auf Laschets Verzicht auf ein Gespräch der Kanzlerkandidaten mit dem YouTuber Rezo nun auch die Absage eines geplanten Streitgesprächs zwischen Laschet, Scholz und Baerbock, das Spiegel, t-online und Vice organisieren wollten.

Armin Laschet in der Kritik: Schon mehrere Pannen im Wahlkampf

Bereits vor zwei Wochen war bekannt geworden, dass Armin Laschet ein neues Showformat bei ProSieben abgesagt hatte. Statt allen drei Kanzlerkandidaten stellen sich nun nur Annalena Baerbock und Olaf Scholz den Fragen von Moderator Louis Klamroth und zahlreichen Bürgern. „Wir haben Armin Laschet angefragt und er hat abgesagt“, sagte eine ProSieben-Sprecherin damals.

Die Häufung dieser Absagen von Laschet kommt nicht gut an. Kritiker werfen dem Ministerpräsidenten von NRW vor, vor den Gesprächsrunden mit seinen direkten Konkurrenten ums Kanzleramt zu kneifen. Dass sich das Ganze auch auf die Wählergunst auswirken könnte, zeigen auch die aktuellen Umfragen: Zuletzt verlor nicht nur Armin Laschet an Zustimmung, auch seine CDU sackte in einer Befragung deutlich ab.

Der Wahlkampf verläuft für Laschet ohnehin alles andere als reibungslos: Bei einem Besuch in den von der Flut-Katastrophe betroffenen Gebieten wurde der CDU-Mann teilweise heftig angefeindet. Zudem machten ihm Plagiatsvorwürfe rund um ein 2009 veröffentlichtes Buch zu schaffen. Viel Zeit bleibt Armin Laschet nicht mehr, um den Abwärtstrend der vergangenen Wochen zu korrigieren. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare