In ARD-Sondersendung

„Jeder Tag zählt“: Kanzlerin Angela Merkel macht im TV-Interview Hoffnung auf Lockerungen

Kanzlerin Angela Merkel bezog im ARD-Interview „Farbe bekennen“ Stellung zu den aktuellen Coronavirus-Maßnahmen. Auch die Impfung war ein Thema am Dienstag.

Hamm/Berlin - Bis zum 14. Februar hat der Corona-Lockdown Bestand. Dass anschließend alle Corona-Regeln ad acta gelegt werden, ist ob der aktuellen Zahlen nicht zu erwarten. Die Infektionszahlen sinken nur langsam. Deutschlandweit liegt die Inzidenz bei 90.0 (Daten des RKI, Stand 2. Februar, 0.00 Uhr). Die von Bund und Ländern ausgegebene Ziel-Inzidenz von 50 ist also bundesweit betrachtet noch in weiter Ferne. Umso überraschender also, dass Kanzlerin Angela Merkel in einem ARD-Interview Frage und Antwort steht. (News zum Coronavirus)

NameAngela Merkel
Geboren17. Juli 1954, Hamburg
ParteiChristlich Demokratische Union Deutschlands
EhepartnerJoachim Sauer (verh. 1998), Ulrich Merkel (verh. 1977–1982)

Angela Merkel live: ARD-Sondersendung zur aktuellen Corona-Lage in der Zusammenfassung

Fest steht bereits: Am 10. Februar wollen Bund und Länder über das weitere Vorgehen beraten. Wird der Lockdown erneut verlängert? Kommt es gar zu Verschärfungen oder dürfen die Bürger auf Lockerungen hoffen? Zumindest die Forderungen nach Öffnungen werden lauter. CSU-Chef Markus Söder hingegen warnte im Rahmen des Impfgipfels dringlichst vor dem sogenannten „Jojo-Effekt“.

Am Dienstag bezog Angela Merkel in der ARD-Sondersendung „Farbe bekennen“ Stellung zu den aktuellsten Fragen rund um das Coronavirus. So sei der Impfgipfel am Montag vielmehr ein Gespräch mit genügend Erkenntnis gewesen. Die Kanzlerin hob hervor, es sei beachtlich, dass nur ein Jahr nach Ausbruch der Coronavirus-Pandemie bereits drei zugelassene Impfstoffe vorliegen würden.

Angela Merkel live: Die wichtigsten Aussagen der Kanzlerin im ARD-Interview

Nun allerdings gehe es darum, „das Maximum an Impfstoffen zu bekommen“, betont die Kanzlerin. Einen starren Impfplan vorzulegen sei keine Option, zu dynamisch gestaltet sich doch das Produzieren und Zulassen der benötigten Impfstoffe. Doch was bedeutet das für die Bürger Deutschlands? Kanzlerin Angela Merkel versicherte im ARD-Interview, dass bis zum Ende des Sommers jeder ein Impfangebot erhalten würde. Bedeutet: Das Erhalten der ersten Dosis sei für Jedermann gesichert.

Die Reihenfolge sei bereits geordnet, nun arbeiten Bund und Länder an einem dynamischen Impfplan. Mithilfe eines kostenlosen Tools lässt sich der Impftermin ermitteln. „Wenn Sie mich vor einem Jahr, als wir die ersten Fälle hatten, gefragt hätten: Wann haben wir einen Impfstoff? Dann hätte ich nicht darauf gewettet, dass wir das so schnell hinbekommen“, so die Kanzlerin.

Angela Merkel live im ARD-Interview: Gibt es Lockerungen oder weitere Beschränkungen?

Am 10. Februar beraten Bund und Länder im nächsten Corona-Gipfel. Müssen die Menschen weitere Einschränkungen Befürchten? Auch dazu bezog Kanzlerin Angela Merkel im ARD-Interview Stellung. Bund und Länder würden gemeinsam eine Öffnungsperspektive entwickeln. Allerdings werde sich eben jene nicht an einem Datum, „sondern an Werten orientieren“, so die Kanzlerin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht auf einer Pressekonferenz.

Eine Besserung sei in Sicht, auch wenn Angela Merkel hervorhob, dass es noch eine schwierige Zeit für den restlichen Winter werden könne bezüglich der Infektionszahlen. Eine 14-tägige Öffnung mitsamt anschließend exponentiell steigender Infektionszahlen sei keine Alternative. „Wir brauchen einen nachhaltigen Weg aus der Pandemie“, so die Kanzlerin.

Erst dann Lockerungen zuzulassen, wenn alle Menschen geimpft seien, sei nicht der Weg. „Jeder Tag zählt“, so Angela Merkel. Die Fallzahlen in Deutschland seien auf einem guten Weg. Nun gehe es weiterhin darum, diszipliniert die Regeln zu beachten. Die Coronavirus-Mutation könne Deutschland einen Strich durch die Rechnung machen. In der kommenden Woche sollen Zahlen vorliegen, inwieweit des veränderte Virus bereits um sich gegriffen hat. Dann soll die Situation in jegliche Richtungen neu bewertet werden.

Rubriklistenbild: © Hannibal Hanschke/dpa

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