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2G nur mit Booster-Impfung: Gesundheitsminister bringt neue Regel ins Spiel

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Von: Marcel Guboff

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Aktuell gilt: Wer zweimal gegen Corona geimpft wurde, ist vollständig geimpft. Bald ist dafür wohl der Booster notwendig, sagt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach.

Hamm - Wer gegen Corona geimpft ist, kann trotz teils strenger Regeln viele Dinge im Freizeitbereich wahrnehmen. 2G lautet das Stichwort: Der Nachweis über eine vollständige Impfung ist die Eintrittskarte zum Beispiel in Restaurants, ins Fitnessstudio oder mittlerweile auch im Einzelhandel.

Deutscher Bundesminister für GesundheitKarl Lauterbach
Geboren21. Februar 1963, Düren
ParteiSPD

2G nur mit Booster-Impfung: Gesundheitsminister bringt Szenario ins Spiel

Aktuell sind diejenigen vollständig geimpft, die in der Regel zweimal eine Dosis eines Corona-Vakzins verabreicht bekommen haben. Aber angesichts der neuen Omikron-Variante könnte sich das bald ändern. Erst, wer eine Booster-Impfung bekommen hat, könnte dann als vollständig geimpft gelten - und damit die Voraussetzung für 2G erfüllen. Dieses Szenario brachte jetzt Karl Lauterbach (SPD) ins Spiel.

„Wenn wir die Omikron-Welle tatsächlich hier in Deutschland hätten, dann wäre 2G dann erreicht, wenn man quasi die dritte Impfung hat“, sagte der neue Bundesgesundheitsminister im heute journal des ZDF.

Das sei die neue Realität, um vor Omikron einigermaßen geschützt zu sein, sagte Karl Lauterbach. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden zwei Impfungen die Krankheit aber bereits abmildern, „und drei Impfungen wahrscheinlich sehr gut gegen schwere Krankheit schützen“, so der Bundesgesundheitsminister.

Ziel von Karl Lauterbach: Omikron soll Deutschland so spät wie möglich erreichen

Doch das Ziel sei es, dafür zu sorgen, dass Omikron Deutschland so spät wie möglich erreiche. Wenn die Omikron-Variante des Coronavirus die Bundesrepublik flächendeckend erreichen würde, müsse gelten: Die Corona-Impfung ist dann abgeschlossen, wenn man dreimal geimpft wurde.

Aktuell gehe es aber darum, flächendeckende Infektionen mit der Omikron-Variante in Deutschland zu verhindern. Dafür seien die Booster-Impfungen eine optimale Vorbereitung. Das sei die erste Säule im Gesundheitsschutz, „die wir in der Hand haben“, so Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Die zweite Säule umfasse eine allgemeine Impfpflicht, die andere Länder in Europa bereits durchgesetzt haben.

Karl Lauterbach (SPD), neuer Bundesminister für Gesundheit, aufgenommen bei einer Übergabezeremonie mit seinem Amtsvorgänger Spahn (CDU).
Für 2G könnte wegen Omikron künftig die Booster-Impfung Plficht sein, meint Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). © Hannibal Hanschke/dpa

Dazu habe der Abgeordnete Karl Lauterbach - in diesem Punkt spreche er nicht in seiner Funktion als Bundesgesundheitsminister - eine klare Haltung: „Wir brauchen eine allgemeine Impfpflicht. Denn wir werden es nicht schaffen, mit einer Variante wie Omikron klarzukommen.“ *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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