16 Beteiligte

Unfälle auf der A1: Erst kracht es Richtung Köln, dann durch Gaffer in Gegenrichtung

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[Update] Insgesamt 16 beteiligte Personen zählte die Freiwillige Feuerwehr Werne bei zwei Unfällen am Samstag auf der A1. Sechs wurden verletzt, eine davon schwer.

Gegen 13.10 Uhr ging die Meldung eines Auffahrunfalls bei der Werner Feuerwehr ein. Zwischen den Anschlussstellen Hamm-Bockum/Werne und Hamm/Bergkamen war es zu einem Auffahrunfall mit fünf Fahrzeugen gekommen. Noch während der Rettungsarbeiten krachte es auf der Gegenfahrbahn.

Wie die Polizei mitteilte, waren ersten Zeugenaussagen zufolge beim ersten Unfall ein 61-Jähriger aus Aspach mit seinem Auto auf dem linken Fahrstreifen unterwegs. Verkehrsbedingt musste er abbremsen. Dies bemerkte ein 28-jähriger Däne aus bislang ungeklärter Ursache offenbar zu spät. Er musste nach rechts ausweichen, touchierte den Wagen des 61-Jährigen und kollidierte auf dem rechten Fahrstreifen noch mit dem eines 17-Jährigen aus Hamm (begleitetes Fahren in Anwesenheit der eingetragenen Begleitperson). 

Auch ein 22-Jähriger aus Alzey sah den bremsenden Verkehr offenbar zu spät und fuhr mit seinem Auto auf das des 61-Jährigen auf. Die Feuerwehr sperrte die Autobahn in Richtung Köln und streute auslaufende Betriebsmittel ab. Weil so viele Fahrzeuginsassen betroffen waren, alarmierten die Einsatzkräfte einen weiteren Rettungswagen (RTW) aus Hamm nach.

Noch während der Rettungsarbeiten krachte es auf der Gegenfahrbahn. Abgelenkt vom Gaffen, wie Feuerwehrsprecher Bodo Bernsdorf vermutet, waren auch dort zwei Autos zusammengestoßen. Nach Polizeiangaben war hier ein 60-Jähriger aus Warendorf mit seinem Auto auf das einer 62-Jährigen aus Stade aufgefahren. 

Nach dem Folgeunfall teilten sich die Helfer auf und alarmierten die Löschgruppe Rünthe und einen weiteren RTW nach. Einbezogen wurde auch ein zufällig vorbeifahrender Rettungswagen aus Soest. Auch die Fahrbahn in Richtung Münster wurde voll gesperrt.

Zur Bewältigung der vergleichsweise großen rettungsdienstlichen Lage mit immerhin sieben Verletzen und 16 betroffenen Personen wurde der Notärztin ein Leitender Notarzt (LNA) und ein organisatorischer Leiter Rettungsdienst (OrgL) zur Seite gestellt, die mit dem vor Ort verfügbaren Rettungsdienstpersonal die Versorgung der Verletzten und die Absprache mit den geeigneten Krankenhäusern organisierten. 

Beim ersten Unfall wurden fünf Beteiligte verletzt, die 21-jährige Beifahrerin des 22-Jährigen sogar schwer. Beim zweiten Unfall wurde die 56-jährige Beifahrerin des 60-Jährigen aus Warendorf leicht verletzt. Die verletzten Personen wurden in umliegende KRankenhäuser gebracht. Die Sperrungen dauerten bis 14.50 Uhr an.

Im Einsatz waren der Löschzug 1 aus Werne Mitte mit drei Fahrzeugen und 14 Einsatzkräften, die Feuerwehr Rünthe mit ebenfalls drei Fahrzeugen und 16 Einsatzkräften, der Rettungsdienst und die Notärztin aus Werne mit zwei RTW und einem NEF, ein RTW aus Soest, ein RTW aus Hamm, ein RTW der Werkfeuerwehr Bayer, der Leitende Notarzt mit einem weiteren NEF, der organisatorische Leiter Rettungsdienst mit einem weiteren RTW, die Polizei mit zwei Streifenwagen und deren Besatzung. 

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