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Neue Corona-Regel in NRW: Ab sofort dürfen wieder mehr Zuschauer ins Stadion

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Von: Marcel Guboff

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NRW und andere Bundesländer haben sich auf eine einheitliche Zuschauer-Regelung für Großveranstaltungen geeinigt. So viele Fans dürfen bald ins Stadion. 

Hamm - Der Flickenteppich bei der Zuschauer-Begrenzung in Deutschlands Stadien und Hallen soll ein Ende haben. Die Chefs der Staatskanzleien - darunter Nordrhein-Westfalen - haben einen entsprechenden Beschluss gefasst. Die Zuschauer-Regelung wird einheitlich. In NRW gilt sie schon ab Donnerstag, 3. Februar.

Deutsches LandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
HauptstadtDüsseldorf

Neue Corona-Regel in NRW: Ab sofort dürfen mehr Zuschauer ins Stadion

Bei überregionalen Großveranstaltungen im Freien - also auch Fußballspiele in den Stadien von Borussia Dortmund oder des FC Schalke 04 - dürfen künftig in NRW bei einer maximalen Auslastung von 50 Prozent bis zu 10.000 Menschen dabei sein. In Innenräumen liegt die zulässige Auslastung bei maximal 30 Prozent der jeweiligen Höchstkapazität, jedoch nicht mehr als insgesamt 4000 Zuschauer. Wenn die erhöhte Kapazität genutzt werden soll, gilt bei den Veranstaltungen grundsätzlich die 2G+-Regelung sowie die Pflicht zum Tragen mindestens einer medizinischen Maske in allen Bereichen.

Der Beschluss ist für die Bundesländer bindend. Er wurde noch am Mittwoch in der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW übernommen. Sie gilt ab Donnerstag, 3. Februar. Über weitere Lockerungen der Corona-Regeln in NRW herrscht innerhalb der Regierung Uneinigkeit.

Beim vergangenen Corona-Gipfel am 24. Januar hatten Bund und Länder hatten beschlossen, dass bis zum 9. Februar einheitliche Regeln vereinbart werden sollen. In der Folge wurde allerdings beispielsweise in Bayern bereits die Zulassung von bis zu 10.000 Menschen (maximal 25 Prozent der Gesamtkapazität) erlaubt. Auch in weiteren Bundesländern unterschieden sich die Regeln noch teils deutlich.

Einheitliche Corona-Regeln bei Zuschauern im Stadion: Einige Bundesländer scheren aus

Auch diesmal nimmt sich Bayern ebenso wie Sachsen und Sachsen-Anhalt etwas heraus. Die Länder unterstützen zwar „ein möglichst einheitliches Vorgehen“, wie die Bild aus dem Beschluss zitiert. Sie werden jedoch „im Rahmen ihrer Regelungen (…) geringfügig abweichen, was angesichts der Anwendung weiterer Schutzmechanismen für vertretbar gehalten wird“. Bedeutet: Es sollen mehr als 10.000 Fans in den Stadien zugelassen werden.

Auch Mecklenburg-Vorpommern weicht ab - allerdings in die andere Richtung. Konkret heißt es demnach: „Mecklenburg-Vorpommern trägt den Beschluss im Interesse einer bundesweiten Verständigung auf Mindeststandards mit, ist aber der Auffassung, dass der vorgesehene Rahmen in der gegenwärtigen Phase der Pandemie aktuell nicht ausgeschöpft werden sollte.“

In NRW, wo zuletzt nur 750 Fans zugelassen waren, zogen die Borussia Dortmund, 1. FC Köln und Arminia Bielefeld deshalb vor Gericht.

Laut Bild geht der Beschluss zur Zuschauer-Regelung auf einen Entwurf der Länder Nordrhein-Westfalen und Berlin zurück. NRW hat mit Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) aktuell den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlin den stellvertretenden. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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