Acht Tiere tot

Zug rast in Schafherde - Polizei muss Tier mit Schuss erlösen

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Ein Zug ist in Wickede in eine Schafherde gerast. Die Tiere standen auf den Gleisen, acht wurden getötet. Feuerwehr, Bundespolizei und Notfallmanager der Bahn waren vor Ort.

Wickede - Tod auf den Bahngleisen: Acht Schafe sind am frühen Donnerstagmorgen gegen 6.30 Uhr auf der Bahnlinie der oberen Ruhrtalbahn in Wickede im Bereich Warmener Weg von einem Zug, dem Regionalexpress 17, kurz vor dem Wickeder Bahnhof regelrecht zerfetzt worden.

Der Lokführer leitete nach dem Zusammenstoß mit der Schafsherde eine Schnellbremsung ein. Verletzt wurden er und die Bahnreisenden glücklicherweise nicht.

Die Bahnlinie war über eine Stunde lang wegen der Aufräumarbeiten gesperrt. Davon betroffen waren der RE17 (Sauerland-Express), der zwischen Hagen Hauptbahnhof und Kassel Wilhelmshöhe verkehrt sowie der RE57 (Dortmund-Sauerland-Express) zwischen Dortmund Hauptbahnhof und Winterberg. Züge endeten in Fröndenberg.

Zug rast in Schafherde: Polizei muss Tier mit Schuss von Leid erlösen

"Die Herde bestand aus zwölf Schafen, wovon acht durch den Aufprall verendeten. Ein Schaf wurde durch einen gezielten Schuss aus der Dienstwaffe von seinen Leiden erlöst. Der Zug fuhr noch in den Bahnhof Wickede ein, damit die Reisenden aussteigen konnten. Der Zug war nach Inaugenscheinnahme durch Fachpersonal nicht mehr fahrtüchtig", erklärte Rainer Kerstiens, Sprecher der Bundespolizei.

Im Bereich Warmener Weg in Wickede waren Schafe auf die Gleise gelangt, wo sie von einem Zug erfasst wurden. Acht Tiere wurden getötet. 

Die Feuerwehr Wickede war mit zehn Kräften zur technischen Hilfeleistung angefordert worden, nachdem die Tiere von einer benachbarten Wiese auf die Schienenanlage gelangt waren. Das Wickeder Ordnungamt kontrollierte den Zaun der Weide, auf der die Tiere zuvor gestanden hatten. Ein Defekt des Weidezauns konnte nicht festgestellt werden.

Zug rast in Schafherde: Polizei ermittelt, warum die Schafe auf die Gleise kamen

Vielmehr sei es denkbar, sagte eine Anwohnerin, dass die Schafe durch freilaufende Hunde aufgeschreckt wurden und panisch flüchteten. Die offizielle Ursache, ist jedoch noch unklar: "Warum die Schafherde sich im Gleisbereich aufhielt, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen durch die Bundespolizei", so Rainer Kerstiens.

Die Aufräumarbeiten der Feuerwehr nahmen etwa eine Stunde in Anspruch. Die Bahnstrecke war von 6.30 bis 8 Uhr gesperrt. Durch den Vorfall entstanden erhebliche Verspätungen im Zugverkehr.

Die Sperrung der Bahnstrecke musste verfügt werden, damit die Tierkadaver aus der Gleisanlage geborgen werden konnten. 

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