Bestand droht auszusterben

Gefiederter Nachwuchs: Erste Inkaseeschwalbe in Dortmunder Zoo geschlüpft

Eine Inkaseeschwalbe.
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Im Dortmunder Zoo ist erstmals eine Inkaseeschwalbe geschlüpft.

Beide Elternteile hatten das Ei etwa vier Wochen lang abwechselnd gebrütet. Inzwischen ist der ungvogel zur Welt gekommen - in Dortmund ist erstmals eine Inkaseeschwalbe geschlüpft.

Dortmund - In Dortmund ist erstmals eine Inkaseeschwalbe zur Welt gekommen. Der weibliche Jungvogel verbrachte die ersten Lebenswochen in einer Brutkiste und unternimmt nun regelmäßig Ausflüge durch die für Besucher begehbare Ibis-Voliere, erklärte die Stadt Dortmund. Er muss anfangs noch einige Zeit von seinen Eltern mit Fisch versorgt werden.

VogelartInkaseeschwalbe
Größe39 - 42 cm
Verbreitungsgebietsüdamerikanische Pazifikküste
Bestandca. 150.000

Mit dem jüngsten Nachwuchs leben im Dortmunder Zoo jetzt sieben Inkaseeschwalben. Erst seit drei Jahren hält der Zoo diese Tierart. Damals zog eine Gruppe der Seevögel aus dem NaturZoo Rheine nach Dortmund. Der Umzug sei in Absprache mit dem Europäischen Zuchtbuch (ESB) erfolgt.

In Dortmund brüten Inkaseeschwalben in für sie angefertigten Holzkisten. In freier Natur nutzen sie üblicherweise Felsspalten oder Guanohöhlen. Inkaseeschwalben leben normalerweise auf den Guanoinseln entlang der Pazifikküste von Peru und im nördlichen Chile.

Gefährdet wegen Überfischung

Nicht nur ob der Folgen des exzessiven Abbaus von Guano für Pflanzendünger stehen der Inkaseeschwalbe zu wenig Brutplätze zur Verfügung. Deshalb ist der Bestand der Vogelart inzwischen gefährdet.

Neben dem Verlust von Guano setzen der Inkaseeschwalbe auch Überfischung und Umweltverschmutzung zu. Die Peruanische Sardelle, welche als Hauptnahrung der Inkaseeschwalbe gilt, ist weltweit die am stärksten genutzte Fischart, die größtenteils zu Fischmehl verarbeitet wird. Das wird dann meistens als Futtermittel für Hühner, Schweine und Rinder verwendet. Chile und Peru sind weltweit sogar die beiden größten Produzenten von Fischmehl.

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