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Fragebogen für Zensus 2022: Diese Angaben werden von Befragten verlangt

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Von: Kristina Köller

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Der Zensus 2022 läuft. Millionen Menschen in Deutschland und NRW werden befragt. Diese Angaben werden auf dem Fragebogen der Volkszählung erfasst.

Hamm - Die Befragungen zum Zensus 2022 sind am Montag, 16. Mai, gestartet. Mehr als 10 Millionen Menschen werden in Deutschland unter anderem zu ihrem Familienstand oder ihrem Job befragt - die meisten aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Geplant ist, dass etwa 5,5 Millionen NRW-Bürger am Zensus teilnehmen werden, wie das Statistische Landesamt IT.NRW kürzlich mitteilte.

Wer per Zufallsverfahren für die Teilnahme am Zensus ausgewählt wurde, ist verpflichtet, Auskunft zu geben. Wer die Auskunft beim Zensus 2022 verweigert, muss mit Strafen rechnen. Doch welche Fragen hat man überhaupt zu erwarten? Grundsätzlich bestehen die Befragungen aus einer Bevölkerungszählung sowie einer Gebäude- und Wohnungszählung - letztere richtet sich an alle 23 Millionen Eigentümer von Wohnraum. Die Bevölkerungszählung erfolgt auf Basis von Daten aus den Melderegistern und wird durch Stichproben-Befragungen ergänzt. Auch werden Bewohner in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften gezählt.

Zensus 2022: Diese Fragen werden gestellt, diese Angaben müssen Sie machen

Bei der Bevölkerungszählung wird zunächst eine kurze persönliche Befragung durchgeführt. Wie aus einem Musterfragebogen hervorgeht, geht es dabei um folgende Angaben:

Zensus 2022: Diese Angaben werden bei den Haushaltsbefragungen verlangt

Dreiviertel der persönlich Befragten beantworten dann weitere Fragen über einen Online-Fragebogen - oder, falls nicht möglich, über einen Papierfragebogen. Dabei geht es um Demografie, Bildung und Erwerbstätigkeit. Einige Beispiele aus dem Bereich Demografie:

Und auch zur Bildung werden Fragen gestellt - Beispiele im Überblick:

Und auch zur Erwerbstätigkeit sollen im Rahmen des Zensus 2022 Daten erhoben werden. Die Befragten haben Fragen zu diesen Aspekten zu erwarten:

Zensus 2022: Gebäude- und Wohnungszählung - Eigentümer müssen antworten

Eigentümer von Wohnraum müssen zudem an der Gebäude- und Wohnungszählung teilnehmen. Die Ergebnisse der Befragung sollen eine Datengrundlage bieten, damit Herausforderungen wie beispielsweise Wohnungsmangel oder energetische Sanierung faktenbasiert angegangen werden können. Die Eigentümer von Wohnraum bekommen postalisch Zugangsdaten für den Online-Fragebogen, in dem dann unter anderem Fragen zu diesen Punkten auf sie zukommen:

Befragungen werden auch an Gemeinschaftsunterkünften und Kurzbefragungen in Wohnheimen durchgeführt. Auch dazu gibt es Musterfragebögen auf der Homepage des Zensus. Außerdem wird auf der Seite Behauptungen widersprochen, es würden Fragen zum Einkommen oder zum Impfstatus gestellt.

Und wozu dient der Zensus überhaupt? „Der Zensus will ganz grundlegende Dinge herausfinden, um ganz wichtige Fragen zu klären“, heißt es in einem Video auf der Internetseite der Volkszählung. Hauptsächlich geht es darum, zu klären, wie viele Menschen eigentlich tatsächlich in NRW und Deutschland leben. Zwar gibt es Daten darüber bei den jeweiligen Einwohnermeldeämtern. Doch die werden im Laufe der Jahre immer ungenauer, weil sich nicht alle Menschen bei einem Umzug in ihrer neuen Kommune an- oder abmelden.

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