"Black Lives Matter"

Zehntausende Menschen protestieren in NRW gegen Rassismus

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Düsseldorf - Zehntausende Menschen haben am Samstag in mehreren Städten von Nordrhein-Westfalen gegen Rassismus demonstriert. Allein in Düsseldorf waren rund 20.000 Menschen auf der Straße, zehn Mal mehr als ursprünglich erwartet worden waren. Auch in Köln und Dortmund hatten die Demonstrationen deutlich mehr Teilnehmer als im Vorfeld angenommen. Zwischenfälle gab es nach Polizeiangaben nicht.

Zwar war in Düsseldorf eine stille Demonstration geplant, aber immer wieder wurde "No Justice, No Peace" und "Black Lives Matter" skandiert. Diese Rufe sind bei den Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in den Vereinigten Staaten zu hören. Der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd habe "das Fass zum Überlaufen gebracht, aber Rassismus gibt es überall", sagte Sephora Bidiamba, die Veranstalterin des Demonstrationszugs, der in der Nähe des Landtags endete. Viele Demonstranten hielten ein Plakat hoch mit der Aufschrift "I can't breathe" ("Ich kann nicht atmen"). Fast alle trugen schwarze Oberteile und hielten ihre Faust hoch.

In Köln beteiligten sich nach Polizeiangaben mehrere Tausend Menschen an der friedlichen Kundgebung gegen Rassismus. Ursprünglich waren nur 500 Teilnehmer erwartet worden. Laut Polizei konnten die Abstandsregeln wegen des Coronavirus' nicht immer eingehalten werden, der Großteil der Teilnehmer trug eine Mund-Nasen-Bedeckung.

In Dortmund kamen etwa 5.000 Menschen unter dem Motto "Black Lives Matter" zusammen. Die Versammlung sei absolut friedlich und störungsfrei verlaufen, teilte die Polizei mit.

Selbst in kleinen Städten - wie Lippstadt - beteiligten sich mehrere Hundert Menschen an der landesweiten Demo. Hier unser Video:

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