Nach Zwischenfall im November

Wuppertaler Schwebebahn fährt erst Mitte 2019 wieder

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Wuppertaler Schwebebahn: Stillstand wohl bis Mitte 2019

Wuppertal - Die Wuppertaler Schwebebahn wird voraussichtlich noch bis Mitte 2019 stillstehen und damit länger als je zuvor in ihrer Geschichte. Ende November war eine Stromschiene abgestürzt. 

Stadtwerke-Sprecher Holger Stephan am Dienstag auf Anfrage den längerfristigen Ausfall der Schwebebahn. Die Ursache, warum die 350 Meter lange Stromschiene herabstürzte, ist weiterhin unbekannt.

Laut Staatsanwaltschaft habe der Zwischenbericht des Gutachters keine "klar erkennbare Unfallursache" ergeben, nun gehe es an die Feinuntersuchungen. 

Es steht laut Stephan aber bereits fest, dass sich "umfangreiche Sicherungsmaßnahmen" wie etwa eine erneuerte Aufhängung anschlössen, wodurch der lange Betriebsausfall zustande käme. 

Zum dritten Mal Stillstand

Bewahrheiten sich die Befürchtungen, handelte es sich um den längsten Stillstand in der Geschichte der Wuppertaler Schwebebahn: Nach dem einzigen Unfall mit Todesopfern, bei dem im April 1999 ein Triebwagen in die Wupper stürzte, wurde der Betrieb im Juni wieder aufgenommen. Als 2013 ebenfalls eine Stromschiene abstürzte, ruhte der Betrieb bis Ende November. Selbst bei geplanten Baumaßnahmen zur Gerüsterneuerung stand die Bahn nur wenige Wochen still. 

"Zum dritten Mal in der Geschichte der Schwebebahn-Geschichte ist für mehrere Monate Stillstand", sagte Stephan. Die Inbetriebnahme des "Wahrzeichens der Stadt" habe natürlich oberste Priorität.

Negative Folgen auch für Tourismus

Martin Bang, der Geschäftsführer der Wuppertal Marketing GmbH, spricht vom "Rückgrat der 350 000-Einwohner-Stadt", nicht nur im Nahverkehr, sondern auch im Tourismus. Der Stillstand der Schwebebahn treffe den Tourismus in Wuppertal schwer, seit dem Zwischenfall in November bis Ende des Jahres habe man 2000 Touristen für die Fahrt im historischen Kaiserwagen absagen müssen. Allein damit fahren jährlich 15 000 Gäste, die Gesamtzahl der Schwebebahn-Touristen ist zwischen normalen Nahverkehrsnutzern schwer zu ermitteln. - dpa

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