Polizei geht von Suizid aus

Wegen Kinderpornos verdächtigt: Renter tot in Wohnung gefunden

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Die Polizei hatte den Garten des Mannes umgegraben, nachdem verdächtige Zeitungsausschnitte gefunden wurden.

Ein wegen des Besitzes von Kinderpornografie verdächtigter Rentner aus Wuppertal, dessen Garten Ende Juni umgegraben wurde, ist tot. Ein Freund des 83-Jährigen hatte ihn tot in seinem Haus aufgefunden, wie die Staatsanwaltschaft Wuppertal am Montag mitteilte.

Wuppertal - "Art und Umstände deuten auf eine Selbsttötung hin", hieß es weiter. Die Ermittlungen in dem Fall gehen jedoch weiter. 

Die Polizei hatte bei dem Mann insgesamt rund zehn Terabyte an kinderpornografischem Material gefunden. Laut Staatsanwaltschaft wird weiter geprüft, wo der Rentner die Dateien her hatte und an wen er sie möglicherweise weitergegeben hatte. Zudem versuchen die Ermittler, mögliche Opfer und Täter anhand der Daten zu identifizieren.

Der Rentner hatte sich in der Flüchtlingshilfe engagiert. Ins Visier der Polizei war er geraten, als er einer syrischen Familie einen USB-Stick mit Formularen gegeben hatte. Darauf hatte sich allerdings auch Kinderpornografie befunden. Er hatte den Besitz daraufhin zugegeben.

Weil die Beamten bei ihm zu Hause in einem Tresor Zeitungsausschnitte mit Berichten über ermordete und vermisste Kinder gefunden hatten, war sein Garten umgegraben worden. Es hatte der Verdacht bestanden, der Rentner könne ein Kindermörder sein. Die fünftägige Suche hatte jedoch keine Ergebnisse gebracht. 

Gegen den Mann bestand der dringende Verdacht auf Besitz von Kinderpornografie und Verstoß gegen das Waffengesetz - er hatte einen scharfen Revolver besessen ohne eine Waffenbesitzkarte dafür zu haben. Es gab bislang keine Beweise, dass der Mann selbst Kinder missbraucht hatte. - dpa/lnw 

Hinweis der Redaktion: 

In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer die Tat erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Sollten Sie selbst Absichten zum Selbstmord haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de).

Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die Ihnen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

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