Kostenlos Männern angeboten

Vater bietet Tochter (15) im Internet zum Sex an: Haftbefehl gegen 50-Jährigen

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Über das Internet bot ein 50-jähriger Mann aus Wuppertal seine 15-jährige Tochter kostenlos zum Sex an. (Symbolbild)

Gegen den Wuppertaler, der seine Tochter im Internet kostenlos zum Sex angeboten haben soll, ist Haftbefehl erlassen worden. Das Mädchen wird betreut. Jetzt gibt es eine neue Entwicklung

Update, 22. Januar 2020, 21.30 Uhr: 

Wuppertal - Der Fall des Vaters, der in Wuppertal seine minderjährige Tochter fremden Männern kostenlos zum Sex angeboten haben soll, zieht weitere Kreise. 

Nun sei auch der Bruder des 50-jährigen Hauptverdächtigen verhaftet worden, sagte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Er soll nicht nur seinen eigenen Töchtern Pornografie zugeschickt haben, sondern die 15-jährige Tochter seines Bruders auch zu einem der mindestens acht Männer gebracht haben, die sie missbrauchten. Er sei selbst dabei gewesen und habe dies beobachtet.

Lesen Sie hier unsere bisherige Berichterstattung: 

Der Vater, der in Wuppertal seine minderjährige Tochter fremden Männern kostenlos zum Sex angeboten haben soll, sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Ein Richter habe Haftbefehl gegen den 50-Jährigen erlassen, sagte ein Sprecher des Landgerichts am Donnerstag in Wuppertal. Das Gericht bestätigte zugleich den Eingang der Anklageschrift gegen den Beschuldigten. 

Bei dem Mann handele es sich um einen alleinerziehenden Vater, der in Scheidung lebe, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Seine Tochter werde vom Opferschutz der Polizei betreut und stehe im Kontakt mit dem Jugendamt der Stadt. 

Wuppertal: Tochter als volljährige Freundin ausgegeben

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat der Beschuldigte seine Tochter auf einer frei zugänglichen Internet-Handelsplattform als seine volljährige Freundin ausgegeben und angeboten. Der 50-Jährige soll zuvor seine zur Tatzeit 15-jährige Tochter unter Druck gesetzt haben. Ihm sei es darum gegangen zuzusehen, wie Fremde seine Tochter missbrauchten. 

"Wir wissen zumindest von acht Männern, die auf das Angebot eingegangen sind", hatte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilmann Baumert gesagt. Er schloss nicht aus, dass es noch mehr Männer waren. Einer der acht Männer, ein 41-Jähriger, habe im Nachhinein Anzeige erstattet. Ihm sei das Ganze seltsam vorgekommen. Die Taten hätten sich zwischen Oktober 2018 und April 2019 ereignet. 

Gegen die acht Männer werde nicht ermittelt: Ihnen sei vorgegaukelt worden, bei der Tochter handele es sich um die volljährige Lebensgefährtin des 50-Jährigen, die freiwillig mitmache und einverstanden sei. 

Wuppertal: Tochter schweigt zu den Vorfällen

Die Ermittler hatten E-Mails und Chatverläufe des Vaters ausgewertet und waren so auf die weiteren Männer gekommen. Die Staatsanwaltschaft hat bereits Anklage erhoben und wirft dem 50-Jährigen sexuellen Missbrauch Schutzbefohlener und Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger vor. Als nächstes muss das Landgericht Wuppertal über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. 

Das inzwischen 16-jährige Mädchen lehne jede Zusammenarbeit mit den Ermittlern ab und mache von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch, sagte Baumert. Der Anwalt ihres Vaters war für eine Stellungnahme am Donnerstag zunächst nicht erreichbar. Ein Gerichtssprecher sagte, dass der 50-Jährige vor dem Haftrichter zu den Vorwürfen geschwiegen habe. - dpa/lnw 

Einen ähnlichen Fall gab es auch im Ruhrgebiet: Ein Vater hatte auf einem Parkplatz an der A42 bei Castrop-Rauxel seinen elf Jahre alten Sohn zum Sex angeboten. Das Landgericht Dortmund verurteilte den Mann nun zu fünfeinhalb Jahren Gefängnis.

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