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Messer-Angriff in Ausländeramt: Frau schwer verletzt - neue Details zum Täter

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Von: Hannah Decke

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Im Haus der Integration in Wuppertal ist eine Mitarbeiterin schwer verletzt worden. Der Tatverdächtige hatte ein Küchenmesser gezückt. Er wurde von Kollegen der Frau überwältigt.

[Update] Wuppertal (NRW) - In der Ausländerbehörde in Wuppertal ist eine Mitarbeiterin am Donnerstagmorgen (11. August) mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt worden. Kollegen hätten den mutmaßlichen Täter, einen 20-jährigen Syrer, festgesetzt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten.

StadtWuppertal
Fläche168,4 km²
Einwohner354.572

Messer-Angriff in Ausländerbehörde: Mitarbeiterin schwer verletzt

Der Messerangriff auf die Mitarbeiterin des Wuppertaler Ausländeramtes hat die 25-Jährige nach bisherigen Erkenntnissen eher zufällig getroffen. „Soweit wir wissen, war sie nicht die für den Verdächtigen zuständige Sachbearbeiterin“, sagte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft am Freitag. Der Tat seien „Uneinigkeiten“ des Mannes mit dem im selben Haus ansässigen Jobcenter über den Leistungsbezug vorangegangen. 

Der 20-jährige Syrer sollte noch am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden. Bislang habe er sich weder zur Tat noch zu seinem Motiv geäußert. Es gebe aus seiner Akte „gewisse Anhaltspunkte für eine psychische Erkrankung“, sagte der Staatsanwalt. Trotzdem halte er den Mann für schuldfähig. Entsprechend werde er Untersuchungshaft beantragen und nicht seine Unterbringung in einer Psychiatrie.

Der Verdächtige habe sich zunächst unauffällig verhalten und plötzlich ein Küchenmesser gezückt, hieß es am Freitag. Die Frau hatte zwei Messerstiche in die Schulter erlitten. Ihre Kollegen hielten den mutmaßlichen Täter bis zum Eintreffen der Polizei fest. Im Wuppertaler „Haus der Integration“, wo sich die Tat ereignete, sind mehrere Institutionen wie Ausländeramt und Jobcenter untergebracht, die sich um Zugewanderte und Geflüchtete kümmern.

Wuppertal/NRW: Mitarbeiterin nach Attacke nicht in Lebensgefahr

Die Bild berichtete, dass der Mann im Eingangsbereich über den Empfangstresen sprang und mehrfach auf die Frau eingestochen habe. Die 25-Jährige wurde schwer verletzt, war aber nicht in Lebensgefahr.

Behördenmitarbeiterin in Wuppertal schwer verletzt - Festnahme
Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen vor dem Haus der Integration. Im Wuppertaler Haus der Integration ist eine Mitarbeiterin der Behörde vermutlich mit einem Messer schwer verletzt worden. Bei dem Einsatz asei man zunächst von einer Bedrohungssituation ausgegangen, sagte ein Polizeisprecher. Vor Ort sei dann eine verletzte Person vorgefunden worden. © Claudia Otte/dpa

Das „Haus der Integration“ sollte auch am Freitag geschlossen bleiben. Eine Sprecherin der Stadt sagte, das Sicherheitspersonal werde bei Wiederöffnung am Montag aufgestockt. Eine Metallschleuse am Eingang gebe es bislang nicht. Der Deutsche Beamtenbund und die Gewerkschaft Komba Nordrhein-Westfalen hatten zuvor einen besseren Schutz der Beschäftigten gefordert.

„Ich bin sehr betroffen von diesem schrecklichen Angriff“, erklärte Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind (Grüne) und wünschte der Verletzten alles Gute für ihren Genesungsprozess. „Mein großer Dank und Respekt gelten den Kollegen, die mutig und ohne Rücksicht auf eine mögliche eigene Gefährdung eingegriffen und den Täter überwältigt haben. Wir werden jetzt alles tun, damit alle Kolleginnen und Kollegen im Haus der Integration auch langfristig die bestmögliche Unterstützung erhalten“, erklärte der Oberbürgermeister.

Auch NRW-Innenminister Herbert Reul hat sich zu der Tat geäußert: „Ich bin bestürzt über den brutalen Messerangriff auf die städtische Mitarbeiterin in Wuppertal. Menschen, die im öffentlichen Dienst ihr Schaffen dem Wohl der Allgemeinheit widmen, sollten nicht mit Angst zur Arbeit gehen müssen. Dem Opfer wünsche ich eine schnelle Genesung“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die Wuppertaler Polizei sucht nach der Tat am Donnerstag weitere Zeugen sowie mögliche Fotos und Videos und verweist dabei auf ein Hinweisportal der Landespolizei.

Nach tödlichen Schüssen auf einen 16-Jährigen steht die Polizei Dortmund in der Kritik.

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