Speichelprobe bringt Beweis

Landesamt bestätigt: Wolf für zwei tote Schafe im Oberbergischen Kreis verantwortlich

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Symbolfoto

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat einen weiteren Wolfsnachweis in NRW bestätigt. Das Tier hat im Juli im Oberbergischen Kreis zwei Schafe gerissen.

Engelskirchen - "Die genetischen Untersuchungen einer Speichelprobe zeigen, dass ein Wolf am 10. Juli 2019 in der Gemeinde Engelskirchen zwei Schafe getötet und eines verletzt hat", teilt das LANUV mit. Eine Individualisierung durch das Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen stehe allerdings noch aus. 

In NRW werden nach Angaben des Landesamtes auf der gesamten Landesfläche Haus- und Nutztierrisse, bei denen der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann, zu 100 Prozent entschädigt. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen würden zusem Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen. 

Seit dem 15. Juli können Wanderschäfer für ihre Bemühungen zum Schutz vor dem Wolf Fördermittel bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beantragen. Insgesamt 1,05 Millionen Euro stellt das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) zur Verfügung, um den Aufwand, den Wanderschäfer zum Schutz ihrer Herden gegen Wolfsübergriffe betreiben, finanziell aufzufangen. 

Wanderschäfer, die mit ihren Herden durch Wolfsgebiete, Wolfsverdachtsgebiete und Pufferzonen ziehen, können bei der BLE noch bis zum 31. August  eine Förderung für Schutzmaßnahmen vor dem Wolf beantragen. 

Weitere Informationen rund um den Wolf in Nordrhein-Westfalen hat das Landesamt auf einer Internetseite zusammengestellt.

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