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Wölfe in NRW: Land erlaubt Abschuss - unter bestimmten Bedingungen

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Zwei Wölfe streifen durch den Wald.
Wölfe in NRW: Das Land erlaubt nun den Abschuss - unter bestimmten Bedingungen © Boris Roessler/dpa

Das Land NRW hat den Umgang mit Wölfen klarer geregelt. Sie sollen künftig abgeschossen werden dürfen - aber nur in Ausnahmefällen.

Düsseldorf - Der Umgang mit sogenannten Problem-Wölfen in Nordrhein-Westfalen soll künftig klarer geregelt werden. Das Landeskabinett hat eine neue Wolfsverordnung beschlossen. Sie schafft rechtliche Grundlagen, um das aktive Vertreiben und im Extremfall auch den Abschuss von Wölfen möglich zu machen.

„Am Niederrhein funktioniert die viel beschworene Co-Existenz von Wolf und Mensch einfach nicht. Das Wolfsrudel dort stresst Bürger, Schäfer, Landwirte und Ponybesitzer unglaublich“, sagte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) der Rheinischen Post. Zudem belaste es den Haushalt ihres Ministeriums: „Im schlimmsten Fall würde mich dieses einzelne Rudel elf Millionen Euro kosten, wenn man Herdenschutz auf allen Weiden und Pferdekoppeln im Wolfsgebiet umsetzen würde.“

Wölfe in NRW: Land erlaubt Abschluss im Extremfall

Wölfe sind naturschutzrechtlich streng geschützt. Die neue Verordnung regelt die Ausnahmen, nach denen die Tiere vergrämt oder getötet werden dürfen. Die Entnahme, also der Abschuss, ist demnach etwa zulässig, wenn ein Wolf Menschen verletzt oder sich aggressiv verhalten hat.

Vergrämt werden dürfen Wölfe künftig zum Beispiel, wenn sie sich Menschen auf unter 30 Metern Entfernung nähern. „Vergrämen“ bedeutet das Vertreiben mit vorübergehenden Schmerzen, in Niedersachsen etwa durch Beschuss mit Gummigeschossen. (dpa)

Immer wieder werden in NRW Wölfe gesichtet, zuletzt bei Hamm.

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