Verwaltungsgericht Arnsberg

Wisent-Projekt: Waldbauern scheitern mit Klage gegen Land und Kreis

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Arnsberg - Im langwierigen juristischen Streit um die Auswilderung von Wisenten im Wittgensteiner Land haben Waldbesitzer eine Niederlage kassiert. 

Ihre Klage vor dem Verwaltungsgericht gegen das Land und den Kreis Siegen-Wittgenstein sei erfolglos geblieben, teilte das Gericht am Dienstag mit. 

Die klagenden Waldbesitzer aus dem Kreis Olpe hatten argumentiert, dass der Vertrag, der dem Artenschutzprojekt zugrunde liegt, unwirksam sei. Dem folgten die Richter jedoch nicht (Az.: 8 K 3527/17, 8 K 3532/17, 8 K 3534/17, 8 K 3978/17). 

In dem öffentlich-rechtlichen Vertragswerk hatten das Land und der Kreis Siegen-Wittgenstein gemeinsam mit dem Trägerverein des Wisentprojektes die Rahmenbedingungen für die Freilassung der Tiere festgelegt.

Hier gibt es die Pressemitteilung der Verwaltungsgerichtes

Die Waldbauern argumentieren vergeblich, dass dabei die absehbaren Baumschäden in den Nachbarkreisen nicht ausreichend berücksichtigt worden seien. 

Die Zukunft der einzigen freilebenden Wisent-Herde Deutschlands bleibt damit weiterhin ungeklärt. 

2013 waren die ersten acht der mächtigen Wildtiere im Rothaargebirge ausgesetzt worden. Schnell gab es Nachwuchs und die Herde wechselte auch in benachbarte Wälder des Sauerlandes.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Das Gericht hat die Berufung nicht zugelassen. Die Kläger können nunmehr einen Antrag auf Zulassung der Berufung einlegen, über den das Oberverwaltungsgericht in Münster entscheiden würde. - dpa

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