Extreme Verkehrsbelastung

A44 wird zur Großbaustelle - Planer warnen: "Dieser Eingriff wird..."

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Die Autofahrer müssen sich auf der A44 auf lange Staus einstellen.

Die Betonplatten auf der A44 zwischen Unna und Werl sorgen dafür, dass die Autobahn ab März zur Dauerbaustelle wird. Darauf müssen sich Autofahrer einstellen.

  • Ab März wird die A44 zwischen Unna und Werl zur Großbaustelle.
  • Planer rechnen mit großen Auswirkungen auf den Verkehr.
  • Als Ausweichstrecken werden die B1, die A 445 und die B 63 in Hilbeck dienen.

Werl/Unna - Die Platten müssen raus – weil sie brechen und den Verkehr gefährden. Die Planer warnen vor: Dieser Eingriff in den Verkehr werde erhebliche Auswirkungen bis weit in den Raum Werl haben.

Bereits am Donnerstag, 9. Januar,  wird es durch die Autobahnniederlassung Hamm zwischen der Anschlussstelle Unna-Ost und dem Kreuz Werl in Richtung Kassel eng. In der Zeit von 9 bis 15 Uhr steht dem Verkehr nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Straßen.NRW muss hier Sondierungsarbeiten durchführen.

Im Bereich der Baustelle verkehren 90.000 Fahrzeuge am Tag. Das ist innerhalb von fünf Jahren eine Zunahme von 20.000 Fahrzeugen pro Tag und Richtung. Wenn eine Dauerbaustelle von März bis Jahresende bei dieser „extremen Verkehrsbelastung“ für Verengungen sorgt, sind lange Staus programmiert. Davon gehe man auch aus, sagt Adam Panitz, Projektleiter Abteilung Bau des Landesbetriebs Straßen NRW, Autobahnniederlassung Hamm, auf Anzeiger-Anfrage.

Extrem hohe Fahrzeugdichte

Die extrem hohe Fahrzeugdichte auf dem Teilstück im Bereich der Anschlussstelle Unna-Ort ist auch ein Grund dafür, warum die Betonplatten gebrochen sind. „Sie sind für diese hohe Belastung nicht aufgelegt.“ Diese Platten seien „in sehr schlechtem Zustand“, gelten schon lange als Sorgenkinder, weil sie vor allem für Zweiräder gefährlich sind. Abbrüche an den Kanten wurden mit Asphalt aufgefüllt, immer wieder mussten die Bauarbeiter nachts eingreifen.

Nun habe das keinen Sinn mehr, sagt Adam Panitz. „Die Platten sind am absoluten Limit.“ Deshalb müssen sie raus; stattdessen wird eine Asphaltdecke aufgezogen. All das findet auf 4,6 Kilometern Länge in beiden Richtungen statt. Los geht es mit der Richtungsfahrbahn Kassel. Den genauen Starttag kann Straßen NRW noch nicht nennen, zurzeit läuft die Vergabe des Maßnahmenpakets.

Zwei enge Spuren

Die beiden Fahrtrichtungen der A44 werden dann auf die Gegenseite gelegt, sodass es dauerhaft zwei, allerdings enge Spuren geben wird. Im Sommer ist dann die Richtungsfahrbahn Dortmund dran. Die Gesamtkosten liegen bei rund 11,5 Millionen Euro. In Richtung Werl gibt es noch mehr dieser Betonplatten.

Wie lange die noch halten und wann auch hier ein Austausch nötig sein wird, das könne man derzeit noch nicht sagen. „Zurzeit steht der Abschnitt bei Unna-Ost im Fokus“, sagt Adam Panitz. Der Abschnitt liegt kurz hinter der Werler Stadtgrenze. Absehbar ist aber: Die bis Ende 2020 dauernde Erneuerung der aktuell vier Fahrbahnen auf der A 44 wird für volle Straßen im Bereich Werl durch Ausweichverkehr im Stau-Fall sorgen. Als Ausweichstrecken werden die B1, die A 445 und die B 63 in Hilbeck dienen.

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