Wert von 12.700 Euro

Diesen VW will keiner haben - nicht mal geschenkt: Los-Gewinner gesucht

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Hoffen, den Gewinner doch noch zu finden: (von links) Oliver Rietz, Laura Messink, Stefan Tengeler, Elisabeth Rübsam, Markus Käsler und Bruno Hofmann.

Radevormwald - Fahndung nach einem Glückspilz: Eine Werbegemeinschaft hat ein Auto verlost, doch offenbar will es niemand haben.

Es ist nicht einmal ein Diesel. Der nagelneue VW Up hat mit seinen 60 PS einen sportlichen Auftritt. Klimaanlage und Radio sind drin – und auch an der Farbe kann es nicht liegen. Schließlich liegt weiß wieder im Trend.

Und doch wartet der 12.700 Euro teure Kleinwagen weiter auf seinen rechtmäßigen Gewinner – mittlerweile schon das zweite Jahr in Folge.Jetzt wird die Suche nach dem oder der Glücklichen ausgeweitet. 

Der VW Up ist der Hauptpreis der traditionellen Weihnachtsverlosung der Werbegemeinschaft Radevormwald. Mehr als 100.000 Lose verteilten die Händler zwischen dem 11. November und 29. Dezember bei jedem Einkauf an die Kunden. Je 10 Euro Einkaufswert gab es ein Los.

Dabei ist wichtig zu wissen: Jeder Händler kennt die Losnummern, die er ausgibt. So kann nachvollzogen werden, wo das Siegerlos ausgegeben wurde.

Am 4. Januar 2019 wurden in feierlichem Rahmendie Gewinnnummern gezogen und veröffentlicht. „Sonst standen die Gewinner immer am nächsten Montag auf der Fußmatte“, erinnert sich Elisabeth Rübsam, die Leiterin des Arbeitskreises „Weihnachtsverlosung“. 18 Jahre lang war das so. 

Doch schon Anfang 2018 warteten die Mitglieder der Werbegemeinschaft vergeblich auf den Besitzer des Gewinnerloses, der den VW Up längst fahren könnte. Im Juni endete die Frist. Das Auto ging im Herbst erneut in die Verlosung. „Es ist ja immer noch ein Neuwagen und ein wertvoller Preis“, sagt Elisabeth Rübsam. 

Doch 2019 scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Der zweite Preis wurde mittlerweile abgeholt, der dritte Preis auch, nicht aber das Auto (Hier gibt es die Liste mit allen Gewinnlosen). „Wir können gar nicht glauben, dass wir wieder keinen Gewinner haben“, berichtet Elisabeth Rübsam. 

Doch anders als im Vorjahr, als das Gewinnlos in einer Buchhandlung mit viel Laufkundschaft über die Ladentheke ging, werfen die Oberberger in diesem Jahr die Flinte nicht so schnell ins Korn. Denn es gibt einen vielversprechenden Ansatz, um den Gewinner vielleicht doch noch zu finden. 

Nach einiger Detektivarbeit ist klar: Das Siegerlos wurde im betreffenden Zeitraum an einen Kunden des Autohauses Kleinschmidt ausgegeben. Der Hyundai-Händler bietet neben Neu- und Gebrauchtfahrzeugen auch Reifenwechsel, Service und Reparaturen an. Doch die Recherche des Händlers in seinem Kunden-Pool verlief ergebnislos. 

„Wir wissen aber, dass das Autohaus Kleinschmidtviele Kunden aus dem Märkischen Kreis hat“, sagt Elisabeth Rübsam. So ist Radevormwald gerade einmal neun Kilometer von Halver entfernt, auch andere Märker haben die 22.500 Einwohner zählende Stadt in der Vergangenheit besucht. 

Durch die Berichterstattung auf come-on.de hofft die Werbegemeinschaft nun auf ein Happy End für alle Beteiligten. „Wir suchen denjenigen, der dasLos mit der Nummer 33 19 33 hat“, sagt die „Weihnachtsverlosungs-Beauftragte“ Rübsam. Irgendwo da draußen müsse der oder die Glückliche doch sein. 

Um den VW Up in Empfang zu nehmen, muss der Gewinner lediglich das Originallos vorzeigen und persönlich zur Übergabe erscheinen. Eine vorherige Kontaktaufnahme unter Tel. 0 21 95/68 96 42 mit der Werbegemeinschaft ist erwünscht. Für den Fall, dass sich wieder kein Gewinner findet, haben die Mitglieder aber vorgesorgt. Die Frist zur Gewinneinlösung läuft diesmal nur bis Ende März. „Dann könnten wir das Auto beim Stadtfest im Mai verlosen“, sagt Rübsam.

Betrugsversuch?

Kurzzeitig hatten die Mitglieder der Werbegemeinschaft Radevormwald Hoffnung, dass sie den Gewinner bereits gefunden haben. Per E-Mail meldete sich eine Person, die angab, dass Los mit der Nummer 33 19 33 zu besitzen. Als Beleg wurde ein Foto per E-Mail zugesendet, dass auch ein Los zeigte. „Die Nummer war aber irgendwie verschwommen“, sagt Elisabeth Rübsam. Daher habe man um einen telefonischen Kontakt gebeten. „Es hat sich aber niemand gemeldet. Wir gehen davon aus, dass wir verschaukelt werden sollten“, sagt Rübsam.

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