Kreis Warendorf

Forderung per Whatsapp: Betrüger im Kreis Warendorf mit dieser neuen Masche

Im Kreis Warendorf mehren sich Betrugsversuche per Whatsapp-Nachricht und Telefonanruf. Auch vor Schocknachrichten schrecken die Betrüger nicht zurück.

Warendorf - Die Täter werden immer kreativer und hemmungsloser: Im Kreis Warendorf versuchen aktuell vermehrt Betrüger, von älteren Bürgern Geld und Informationen zu ergaunern. Es ist nicht nur die bekannte Masche per Anruf, mit denen es die Betrüger versuchen. Auch neuere Kommunikationsmöglichkeiten wie Whatsapp werden genutzt.

KreisWarendorf
Fläche1.319,41 km²
Einwohner277.417

Ein 80-jähriger Mann aus Ostbevern erhielt eine Whatsapp-Nachricht von einer unbekannten Nummer. Der angebliche Absender: ein Familienangehöriger des Rentners, der laut seiner Mitteilung eine neue Nummer nutzen würde. In der Nachricht verlangt der vermeintliche Verwandte von dem 80-Jährigen, Rechnungen für ihn zu bezahlen. Der Rentner witterte den Betrugsversuch allerdings und kontaktierte seinen echten Verwandten auf anderem Wege. Der konnte bestätigen, dass es sich um einen Betrugsversuch handelte.

Betrug per Whatsapp: Täter geben sich im Kreis Warendorf als Verwandte aus

Auch die Täuschungen per Telefon nehmen an Dreistigkeit zu. Ein 85-jähriger Mann aus Oelde bekam telefonisch eine schockierende Nachricht: Sein Sohn sei in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt worden. Der Oelder solle eine fünfstellige Summe zahlen, damit der Sohn frei käme.

Geklappt hat es nicht: Dem Mann kam der Anruf komisch vor. Er legte auf und informierte den Notruf. In einer anderen Variante dieses Schockanrufs werden hohe Geldbeträge verlangt, damit angebliche Krankenhausrechnungen bezahlt werden können.

Einen Anruf einer falschen Polizistin erhielt eine 78-Jährige aus Warendorf. Bei einem Verdächtigen wäre ein Zettel gefunden worden, auf dem die Adresse der Rentnerin stehen würde. Die Betrügerin wollte von der Warendorferin wissen, ob sie etwas beobachtet hätte und ob sie alleine leben würde. Der 78-Jährigen kam die Geschichte komisch vor. Sie konfrontierte die Betrügerin, die daraufhin auflegte.

Falsche Polizisten und Gewinnspiele häufig Thema der Betrüger

Ebenfalls falsche Polizisten versuchten bei einem 82-jährigen Warendorfer, Informationen zu Geld- und Wertgegenständen in der Wohnung zu erfragen. Angeblich sei es in der Nachbarschaft zu Einbrüchen gekommen.

Auch das Thema Gewinnspiele wird nach wie vor häufig für Betrugsversuche genutzt. Ein 91-jähriger aus Wadersloh bekam in einen Anruf mitgeteilt, dass er einen Gewinn bei der Post abholen könne. Allerdings müsse er dafür einen dreistelligen Betrag bezahlen. Einen solchen Anruf bekam auch ein 81-jähriger Warendorfer.

Die Polizei gibt folgende Tipps für den Umgang mit Betrugsanrufen:

  • Echte Polizisten fragen Sie niemals nach Geld- und Wertsachen aus.
  • Echte Polizisten erfragen am Telefon niemals Ihre Lebenssituation oder persönliche Daten.
  • Bei Unfällen fordert die Polizei niemals Geld, um einen Verwandten „freizukaufen“.
  • Egal ob ein falscher Bankmitarbeiter, ein falscher Microsoftmitarbeiter, ein falscher Gewinnspielanbieter, ein falscher Polizist: geben Sie niemals persönliche Daten, Infos, TAN-Nummern oder familiäre Hintergründe heraus.
  • Bekommen Sie einen solchen Anruf: nie verbinden lassen, sofort auflegen und selbstständig den Notruf der Polizei 110 anrufen.

Nicht nur die Betrugsmaschen im Kreis Warendorf sorgten für Aufsehen. In Hamm haben zwei Betrüger versucht, als falsche Wasserwerker in die Wohnung einer Seniorin einzudringen. Bei ihrer Flucht verursachten sie großen Schaden.

Rubriklistenbild: © Christoph Dernbach/dpa

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