Probleme mit der Notfall-Nummer 112

Überflutete Straßen im Münsterland - Weiter Unwetter-Gefahr in NRW

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Unwetter über NRW

[Update, 19.29 Uhr] Essen - Schon wieder hat Starkregen Straßen und Keller überflutet. Dieses Mal traf es besonders das Münsterland. Am Freitag könnte es weitergehen: Die Unwetter-Gefahr in NRW bleibt bestehen. Dazu gab es am Donnerstag landesweit Probleme mit der Notfallnummer 112.

Das Wetter kommt noch nicht zur Ruhe: Nach den schweren Unwettern der vergangenen Tage erwarten die Meteorologen auch für Freitag in Nordrhein-Westfalen schwere Gewitter und Starkregen. Eine neue Unwetterfront werde sich voraussichtlich ab dem Morgen aus Richtung Rheinland-Pfalz kommend durch NRW arbeiten, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Auch am Donnerstag zogen Gewitter über das Land, die vor allem im Münsterland Keller und Straßen unter Wasser setzten. Im Kreis Borken war die Feuerwehr nach Angaben eines Sprechers am Nachmittag im Dauereinsatz. Dort gingen rund 90 Meldungen ein.

In Gronau und Ahaus mussten mehrere Straßen vorübergehend gesperrt werden, weil sie überschwemmt waren. Zahlreiche Keller liefen voll, darunter auch der eines Gronauer Krankenhauses. In Schöppingen seien durch die großen Wassermassen Gullydeckel hochgedrückt worden, sagte ein Polizeisprecher.

Auch im Kreis Steinfurt musste die Feuerwehr dutzende Keller leer pumpen. Im Großraum Steinfurt und Gronau seien in kurzer Zeit teilweise bis zu 90 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, sagte der DWD-Sprecher.

Schwer hat es auch das rheinland-pfälzische Betzdorf in der Nähe von Siegen erwischt, wie dieses Video zeigt:

Heftig waren zunächst die Warnungen der Katasptrophen-App NINA für den Märkischen Kreis, aber auch für den Hochsauerlandkreis und den Kreis Soest. Bis zum späten Nachmittag musste jedoch nur die Feuerwehr im Märkischen Kreis zu kleineren Einsätzen raus. Örtlich fielen im Sauer- und Siegerland Regenmengen von 40 Litern.

Notfallnummer 112 gestört

Ausgerechnet vor den drohenden Gewittern ist es bei der Notruf-Nummer 112 am Donnerstag zu Beeinträchtigungen gekommen. Wer mit dem Handy über das LTE-Netz einen Notruf absetzte, hörte nach Angaben der Deutschen Telekom vielerorts zunächst eine Art Störgeräusch, ehe die Feuerwehr-Leitstelle den Anruf annahm.

Die Notrufe seien aber angekommen, die Nummer 112 sei erreichbar gewesen, versicherte ein Telekom-Sprecher in Bonn. Am Abend hätten Techniker die Störung behoben. Mehrere Regionen in Deutschland seien betroffen gewesen. Auch mehrere Feuerwehren informierten über die Störung. Viele Feuerwehren in Düsseldorf und Bonn empfahlen, im Notfall die Polizeinotrufnummer 110 zu wählen, falls die 112 nicht erreichbar sein sollte.

Das Wetter der nächsten Tage

Die schwül-warme Luft bleibt nach Angaben des DWD auch am Freitag bestehen, die Temperaturen erreichen aber nur noch 23 bis 26 Grad. Am Wochenende soll sich die Lage dann entspannen. Am Samstag soll es nur noch vereinzelt Gewitter geben. Für Sonntag stellen die Meteorologen freundlicheres Sonnenwetter in Aussicht.

Am Dienstagabend hatten schwere Unwetter in Teilen Nordrhein-Westfalens große Schäden verursacht. Besonders betroffen war Wuppertal. Die Aufräumarbeiten werden dort nach Einschätzung der Stadt mehrere Wochen dauern. - dpa/eB

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