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Unwetter in NRW: Starkregen, stürmische Böen, sogar Sturzfluten möglich

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Von: Daniel Schinzig

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In NRW wird das Wetter ungemütlich. Ab Mitte dieser Woche ist Starkregen möglich. Drohen unter Umständen sogar Sturzfluten? So sind die Aussichten.

Hamm - Eigentlich ist die Vorhersage „Regen“ ja nicht gerade beliebt. Aber nach einer längeren Hitzeperiode und nur sehr wenig Niederschlägen in den vergangenen Wochen sehnen sich vermutlich die meisten Menschen nach ein wenig Nass von oben. Doch offenbar wird es in den kommenden Tagen in NRW nicht bei „ein wenig“ bleiben. Sogar Gewitter mit Starkregen werden gemeldet. Die Angst vor Sturzfluten wächst. Kurzum: Das Wetter wird ungemütlich.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Unwetter in NRW: Starkregen, stürmische Böen und sogar Sturzfluten möglich

Nach einem sommerlich-heißen Dienstag geht es Mitte der Woche los. Von Mittwoch bis Freitagvormittag sind gebietsweise kräftige Regenfälle und Unwetter möglich, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Für den Mittwochnachmittag (17. August) schickte der DWD eine amtliche Warnung vor „starkem Gewitter“ in den Bereichen Dortmund, Hamm, Kreis Unna und Umgebung heraus.

Ab Mittwoch wird es dann allerdings nahezu in ganz NRW regnerisch. Westlich des Rheins sind Schauer möglich. Dass es generell turbulent zugeht und auch Gewitter aufziehen, ist schon seit einigen Tagen bekannt. Doch nun sind neben den teils kräftigen Gewittern auch Starkregen und stürmische Böen angekündigt.

Meteorologe Dominik Jung von wetter.net sagt: „Es ist noch immer nicht ganz klar, wo die stärksten Regenfälle runterkommen.“ Insgesamt seien aber der Westen und Süd-Westen Deutschlands bis Samstagabend mit am stärksten betroffen. Laut dem britischen Wettermodell sollen im Süd-Westen 80 bis 130 Liter Regen pro Quadratmeter fallen.

Wetter in NRW: Kommt es zu Sturzfluten?

Jung erläutert, warum das zu einer Gefahr werden kann: „Der Boden ist sehr trocken. Ausgetrocknet. Hart wie Beton.“ Wenn der Starkregen nun auf diese harte Oberfläche trifft, fließt das Regenwasser direkt oberflächlich in die Bäche und Flüsse ab und kann kurzzeitig für Sturzfluten sorgen.

Sturzfluten seien ein grob unterschätztes Risiko, warnt auch Dr. Wolfram Geier, Abteilungsleiter Risikomanagement, Internationale Angelegenheiten im BKK in einem Handbuch des Landes NRW zu den Themen „Starkregen“ und „Sturzfluten“. Aspekte wie geringes Risikobewusstsein der Bevölkerung und ufernahe Bebauung würden dafür sorgen, dass auch kleine Bäche bei Starkregen zu plötzlichen Hochwassern führen und enorme Schäden verursachen können.

Wie schlimm die Starkregen-Situation in den kommenden Tagen wirklich werden wird, bleibt abzuwarten. Laut dem amerikanischen Wettermodell wird es in Deutschland weitaus weniger Regen geben, als es einige andere Wettermodelle erwarten lassen.

In den Tagen nach Mittwoch und Donnerstag können durch Starkregen derweil teils bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter in drei bis sechs Stunden fallen. Die genauen Schwerpunkte legten die Meteorologen noch nicht fest. Die Temperaturen steigen in NRW am Donnerstag auf 21 bis 28 Grad. Auch in der Nacht halten Regen und Gewitter an, und es kühlt ab auf 17 bis 13 Grad. Erst am Freitag lockert es laut Wetterbericht im Tagesverlauf kurzzeitig von Westen her etwas auf, danach könnten aber neue Schauer und einzelne Gewitter aufziehen. Die Höchstwerte liegen bei 22 und 25 Grad. 

Es ist schön, möglichst früh zu wissen, wie das Wetter werden könnte. Aber wie zuverlässig sind die Prognosen von Wetter-Apps überhaupt? Spoiler: Nicht so gut.

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