Experten-Prognose: Bringen die „Hundstage“ 40 Grad nach NRW?
Die „Hundstage“ haben begonnen. Es sollen die heißesten Tage des Jahres werden. Sind in NRW 40 Grad möglich? Ein Meteorologe gibt eine klare Prognose.
Hamm - Fallen die Temperaturen in Deutschland über 30 Grad, sprechen viele von den „Hundstagen“. So werden nämlich Hitzeperioden von Ende Juli bis Ende August bezeichnet. Bereits vor einigen Tagen herrschte in Nordrhein-Westfalen schwül-warmes Wetter – mit Temperaturen bis zu 35 Grad. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab sogar eine Hitze-Warnung heraus. Beginnt nun also die heißeste Zeit des Jahres?
Die „Hundstage“ liegen traditionell zwischen dem 23. Juli und dem 23. August. „Momentan sieht es tatsächlich so aus, als könnte es in diesem Zeitraum recht warm und sogar heiß in Deutschland werden“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung im Gespräch mit wa.de.
Bringen die „Hundstage“ 40 Grad nach NRW? Wetter-Experte gibt klare Prognose
Steht nun also die heißeste Zeit des Jahres bevor? Jung gibt eine Prognose: „Gut möglich, der recht kühle Juni ist durch, der Juli war ja auch kalt gestartet, hat jetzt aber die Kurve bekommen“. Der Wetter-Experte blickt auf die warmen bis hochsommerlich warmen Tage in NRW zurück: „Das könnte Anfang August so weitergehen, wenn man den aktuellen Wettermodellen Glauben schenken darf“.
Wie warm soll es also werden? „Ein Schwall kontinentaler Tropenluft, der aus Nordafrika nach Südeuropa geführt wird, hat sich für kommende Woche angekündigt. Möglich wäre also durchaus ein Outbreak der 40-Grad-Hitze Richtung Deutschland“, schreibt wetter.de. Jung ist in seiner Prognose für NRW etwas vorsichtiger. „Es sieht derzeit nach einer Erwärmung nächste Woche aus. 30 bis 35 Grad sind drin. 40 nächste Woche sehe ich eher noch nicht“, so der Diplom-Meteorologe.
„30 bis 35 Grad sind drin“ – Hundstage in NRW
Da die „Hundstage“ einen Zeitraum von vier Wochen abdecken, ist eine eindeutige Wetter-Prognose bis Ende August noch nicht möglich. „Um den 10. August deuten die Wettermodelle um 38 oder 39 Grad an“, so Jung. Doch er spricht von einem großen „Aber“. Bis dahin sei nämlich noch viel Zeit und die Wetter-Lage könne sich nochmal ändern. „Die Lage ist insgesamt noch unsicher“, ergänzt Jung.
Übrigens: Laut Bauernregel soll das Juli-Wetter die Witterung im kommenden Winter bestimmen. Die Prognose gilt vor allem für die Witterung im Januar.