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Wespen-Plage in NRW: Imker rechnet mit Massen im Sommer 2022

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Von: Erik Hlacer

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2021 gab es in NRW nur wenige Wespen. Dieses Jahr erwartet Experte Norbert Pusch aber wieder mehr. Woran das liegt und was man dagegen unternehmen kann.

Hamm - Ob stechende Mücken, gefährliche Wespen oder einfach nur nervige Fliegen - Insekten sind so etwas wie der Wermutstropfen des Sommers. Wie sehr die kleinen Tierchen sich ausbreiten, ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Ein Experte aus Nordrhein-Westfalen rechnet fest damit, dass es gerade bei den Wespen ein Massenaufkommen geben wird. (News aus Nordrhein-Westfalen)

Wespen-Plage: NRW-Experte rechnet wegen Trockenheit mit vielen Insekten

Im vergangenen Jahr hat es in Deutschland und NRW keine wirkliche Wespenplage gegeben. Norbert Pusch vom Landesverband Westfälischer und Lippischer Imker erklärt auf Anfrage von wa.de, dass die Wespen im vergangenen Jahr vermutlich aufgrund des Klimas im Frühjahr keine optimalen Bedingungen gehabt hätten.

Das ist in diesem Jahr anders. Sowohl der April als auch der Mai waren 2022 in Nordrhein-Westfalen verhältnismäßig trocken. In dieser Zeit bauen Wespen ihre Nester und sind auf Trockenheit angewiesen. Denn Nässe verursacht sowohl Schimmelprobleme an den Nestern und kann zudem zum Tod der Wespen-Larven führen.

Doch wie verhält es sich, wenn es nun zu weiteren Regenfällen im Juli kommt? „Die Witterung kann das Wespen-Aufkommen immer noch etwas steuern“, gibt Pusch zu bedenken. Aber eben nur noch bis zu einem gewissen Grad. „Die Nester sind schon gut entwickelt“, betont Pusch, dass eine Plage der Wespen im Spätsommer 2022 in NRW eigentlich kaum noch zu verhindern ist.

Wespen-Plage in NRW 2022? Mehr Blattläuse und Mücken als Nahrung

Zumal auch andere Insekten wie Blattläuse und Mücken in diesem Jahr bessere Voraussetzungen hatten. Diese kleineren Insekten gelten wiederum als Nahrung für Wespen und garantieren somit indirekt einen größeren Fortbestand an Wespen.

Die Vorzeichen decken sich bereits jetzt mit den subjektiven Erfahrungen von Norbert Pusch: „Die Anrufe von Leuten, die über Wespennester klagen, haben jetzt schon zugenommen.“ Für Mitte Juni sei das durchaus unüblich, so Pusch. Er erwartet, dass die Sorgen der Menschen in NRW zur Obstzeit noch größer werden. Insbesondere im August und September würden die Krabbeltierchen Einzug halten.

Tipp zum Schutz vor Wespen: Essen und Trinken bestenfalls abdecken

Grundsätzlich sind Wespen nicht aggressiv. Doch aufpassen sollte man, wenn man süße Speisen oder Getränke verzehrt. Denn verschluckt man eine Wespe, kann es brenzlig werden, so Pusch: „Ein Stich im Hals kann enorm gefährlich werden“, warnt der Imker aus Iserlohn, der einen zentralen Tipp parat hält, wie man die Insekten trotz hohen Aufkommens von seiner Garten-Terrasse fernhält. „Es bietet sich an, Speisen und Getränke abzudecken.“ So halten Wespen im besten Fall Abstand und man vermindert das Risiko, das Insekt zu verschlucken.

Nach dem Spätsommer 2022 warten Herbst und Winter - in dieser Zeit flüchten oft Spinnen vor der Kälte ins Warme, doch zum Glück gibt es Tipps, wie man die Krabbeltiere los wird. Weniger Angst muss man vor Fischen haben, da sich die Meerestiere für gewöhnlich vom Menschen fernhalten. Umgekehrt ist das jedoch nicht der Fall. Angler haben kürzlich in NRW einen Riesenfisch mit Drähten im Maul entdeckt, was Tierquälerei vermuten lässt.

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