Falsche Polizisten

Miese Masche: Betrüger bringen alte Dame um mehrere tausend Euro und um wertvollen Schmuck

Die miese Masche ist leider noch immer äußerst lukrativ: Falsche Polizisten haben in Werne im Kreis Unna Tausende Euro und wertvollen Schmuck erbeutet. Ihr Opfer: Eine 88-jährige Frau.

Werne - Mehrere tausend Euro, wertvoller Schmuck und ganz sicher ein gehöriger Schreck: Diesen Schaden hat eine Seniorin davongetragen, die auf eine fiese Betrugsmasche hereingefallen ist. 

Ein Mann hatte am Freitagvormittag bei der 88-Jährigen in Werne angerufen und sich als Polizist ausgegeben. Er behauptete, zum Schutz vor Betrügern müsse die Frau Bargeld und Schmuck vor die Tür stellen. Es gelang ihm sein Opfer so einzulullen, dass es ihm schließlich glaubte und ihre Wertsachen in einer Tasche vor der Wohnungstür deponierte. 

Dass Nachbarn den Braten rochen und den Mann verfolgten, der kurz darauf das Wertsachen-Paket abholte, half der leichtgläubigen Dame wenig. Der Täter konnte sich aus dem Staub machen. Auch die Polizei konnte den Betrüger trotz Fahndungsmaßnahmen nicht dingfest machen. 

Die Ermittler suchen nun Zeugen, die den Mann gesehen oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Es liegt eine Beschreibung des Unbekannten vor: 

  • 20-25 Jahre

  • 165-170 cm - Schlank

  • Phänotypus: europäisch

  • blaue Blousonjacke

In der jüngeren Vergangenheit hat die Kreispolizeibehörde gleich mit mehreren ähnlichen Fällen zu tun gehabt. Deshalb ergänzt die Polizei ihren Bericht mit der dringenden Bitte an die Bevölkerung, ältere Bürger für diese und ähnliche Betrugsmaschen zu sensibilisieren. Die Täter suchen sich gezielt Senioren für ihre kriminellen Machenschaften aus. 

Miese Betrugsmasche richtet sich an Senioren - das rät die Polizei:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen. 

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann. 

  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis. 

  • Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. 

  • Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahe stehende Personen. 

  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen. 

  • Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110. 

  • Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.

  • Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom. 

  •  Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z. B. höhere Geldbeträge und andere Wertgegenstände, nicht zu Hause auf, sondern auf der Bank oder im Bankschließfach.


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