Von Hamm nach Werl

Demonstration gegen den Weiterbau der A445: Teilnehmer fahren Rad von Hamm nach Werl

Teilnehmer an der Demonstration gegen den Weiterbau der A445 von Hamm nach Werl.
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Teilnehmer an der Demonstration gegen den Weiterbau der A445 von Hamm nach Werl.

Demonstration gegen den Weiterbau der A445 am Samstag: Von Hamm nach Werl fuhren die Teilnehmer mit dem Rad. Die Organisatoren sind zufrieden, die Meinungen zum Projekt unterschiedlich.

Hamm/Werl - Das Organisationsteam der Bürgerinitiative „Stoppt A445 e.V.“ hatte anlässlich der deutschlandweiten Aktionstage gegen Strassenneubau und für eine Verkehrswende zu einer Fahrraddemo von Hamm nach Werl eingeladen.

Demonstration gegen den Weiterbau der A445 - Fahrrad-Demo von Hamm ach Werl

Die Autobahn A445 soll für etwa 99 Millionen Euro weitergebaut werden: Alle Artikel zum Weiterbau der A445 finden Sie hier.

„Neue Strassen lösen keine Verkehrsprobleme, sondern schaffen neue!“ ist man bei der Bürgerinitiative überzeugt und deshalb riefen sie die Hammer, die Hilbecker und die Werler auf, gemeinsam ein Zeichen zur Verkehrswende zu setzen. 

Fahrraddemo gegen den Neubau der Autobahn A445 zwischen Werl und Hamm

Fahrraddemo gegen den Neubau der Autobahn A445 zwischen Werl und Hamm
Fahrraddemo gegen den Neubau der Autobahn A445 zwischen Werl und Hamm
Fahrraddemo gegen den Neubau der Autobahn A445 zwischen Werl und Hamm
Fahrraddemo gegen den Neubau der Autobahn A445 zwischen Werl und Hamm
Fahrraddemo gegen den Neubau der Autobahn A445 zwischen Werl und Hamm

Keine Alternative zu A445? - Viele Meinungen zum Weiterbau der Autobahn

Manch ein Zuschauer ist ratlos: „Das Thema kenne ich seit vier Jahrzehnten. So richtig vorwärts geht es damit leider nicht“ oder „Die Natur muss geschützt werden, gar keine Frage, aber eine echte Alternative zur A445 sehe ich nicht.“ Einer könnte sich mit der A445 durchaus anfreunden, aber „die Streckenführung ist doch wohl das Allerletzte“. Die Meinungen sind vielfältig und seit gefühlten Ewigkeiten heiß diskutiert, obwohl es nicht so richtig voranzugehen scheint, wie einige Beteiligte bemängeln.

Bernd Ellersiek vom VCD (Verkehrsclub Deutschland) Soest war extra mit dem Zug aus Soest gekommen, um an der Fahrraddemo nach Werl teilzunehmen. Auch ihm gehe die Zerstörung der Natur gegen den Strich, ein vernünftiges Konzept zur Verkehrswende fehle noch immer. „2019 sind 233 Straßenkilometer neu gebaut worden, aber im Zuge von Ausbauten nur 6 Kilometer Gleise.“ Ellersiek ist sich sicher: „Für die über Jahre gewachsenen Strukturen und Probleme, die immer nur noch mehr Verkehr erzeugen, sind dringend Lösungen erforderlich.“

Und deshalb sei es „gerade in diesem Wahljahr wichtig, deutschlandweit Aufmerksamkeit für eine umweltgerechte Verkehrsgestaltung der Zukunft zu schaffen“ wird Ulrich Mandel vom Klimabündnis Hamm nicht müde zu betonen.

Beim Zwischenstopp an der Konrad-Adenauer-Realschule waren es dann bereits etwa 90 Teilnehmer, die sich gemeinsam auf den Weg zur Abschlusskundgebung auf dem Markplatz in Werl machten.

Ludger Palz von der BI StoppT A445 zeigte sich zufrieden angesichts der vielen Engagierten, die sich für die gemeinsame Sache stark machten. „In Kump werden wohl noch einige weitere Teilnehmer zu uns stoßen.“ Er sollte recht behalten. Auf dem Werler Marktplatz konnte Palz sich bei rund 200 Radfahrern bedanken.

Demo gegen Weiterbau der A445: Bürgerinitiative StoppT A445 zufrieden mit Teilnehmerzahl

Unterstützt wurde die Aktion von zahlreichen Gruppen wie z. B. dem ADFC (allgemeiner deutscher Fahrradclub) Hamm, Bürgergemeinschaft gegen die Zerstörung der Weetfelder Landschaft e.V., Bürgerinitiative StoppT A445 e.V., Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm, Fridays for Future Hamm, Grüne Werl, Klimabündnis Hamm, Parents for Future Hamm und dem VCD Hamm und Soest.

Wegen der vielen Kreuzungen, die kurzzeitig an der Strecke gesperrt werden mussten, und des hohen Verkehrsaufkommens auf der B63 begleitete die Polizei mit einem verhältnismäßig großen Aufgebot die Demonstration.

Wer übrigens glaubte, die Strecke vom Bahnhof zur Konrad-Adenauer-Realschule mit dem Auto schneller zurücklegen zu können, sah sich getäuscht. Überraschend flott waren die Zweiräder unterwegs, sodass unsere Autorin tatsächlich erst mit den letzten Radfahrern an der KAR eintrudelte.

Den verantwortlichen Projektleiter der Polizei, PHK Klasing, selbst überzeugter Radfahrer, wundert das nicht: „Wäre meine Dienststelle in der Stadtmitte, würde ich von Rhynern aus grundsätzlich mit dem Rad fahren. Erstens wäre ich schneller unterwegs und zweitens hätte ich keine Parkplatzsorgen.“

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