Hohe Nachfrage

Corona-Folgen: Darum werden die Weihnachtsbäume in NRW dieses Jahr teurer

Die Nachfrage ist hoch. Fast jeder will einen Weihnachtsbaum haben. Doch der Preis wird sich zu den vergangenen Jahren verändern. Die Bäume, die Weihnachten bereichern sollen, werden wohl teurer.

Hamm - Ein Weihnachtsbaum gehört für viele an Weihnachten einfach dazu - ganz gleich ob Nordmann-Tanne, Blaufichte, Nobilistanne, andere Sorten oder gar ein künstlicher Baum. Für den grünen Begleiter der Weihnachtszeit müssen Kunden in diesem Jahr aber wohl tiefer in die Tasche greifen, die Weihnachtsbäume werden teurer. (News zum Coronavirus)

BaumNordmann-Tanne
FachbegriffAbies nordmanniana
FamilieKieferngewächse
Besonderesmeist genutzte Baumart als Weihnachtsbaum

Weihnachtsbäume wegen Corona teurer: Preis-Anstieg wegen zahlreicher Auflagen

Und nicht nur das. Wer einen Weihnachtsbaum kauft, der wird in vielerlei Hinsicht anderen Rahmenbedingungen entgegenblicken. Baum-Käufer müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen und Abstand halten. Zwar scheint das die Nachfrage nicht zu beeinträchtigen, allerdings sind es eben auch die Corona-Auflagen, welche die Preise in die Höhe treiben.

Aller Voraussicht nach werden Weihnachtsbäume in NRW dieses Jahr teurer. Experten schätzen den Preis-Anstieg der klassischen Nordmanntanne auf zwei bis drei Euro. Somit würde die beliebteste Sorte der Weihnachtsbaum-Auswahl von 18 bis 23 Euro auf 20 bis 25 Euro ansteigen.

Grund für den erwarteten Preis-Anstieg seien ganz konkret zusätzliche Ausgaben, damit die Corona-Auflagen erfüllt werden können. Dazu zählt zusätzliches Personal, große Verkaufsflächen, um den Abstand zu wahren sowie Desinfektion der Weihnachtsbäume. Zudem steigen eigentlich jedes Jahr die Kosten für einen Weihnachtsbaum leicht an, allerdings nicht so stark wie 2020.

Weihnachtsbäume wegen Corona teurer: Große Nachfrage, weil viele zuhause bleiben

In großen Städten sind die Preise normalerweise höher als auf dem Land. Ganz unabhängig von Corona. Der Marktanteil der Nordmanntanne beträgt knapp 80 Prozent. Kein Wunder: Wegen ihrer weichen, aber trotzdem festsitzenden Nadeln wird sie von vielen Kunden bevorzugt.

Die große Nachfrage kann Experten zufolge auch damit begründet werden, dass viele aufgrund der Corona-Pandemie nicht in den Urlaub fahren. Schließlich können Einwohner aus NRW nur noch an bestimmte Orte reisen*. Das bewirkt, dass die Menschen einen größeren Teil der Weihnachtszeit zuhause verbringen und eher dazu geneigt sind, sich einen Weihnachtsbaum ins Haus zu holen.

Weihnachtsbäume werden dieses Jahr teurer. Grund ist die Corona-Krise.

Weihnachtsbäume wegen Corona teurer: MK sucht Helfer - Dortmund ohne Riesenbaum

Ein Drittel aller bundesweiten Weihnachtsbäume kommt übrigens aus dem Sauerland. Nicht nur deshalb werden etwa im Märkischen Kreis Helfer gesucht*, um die Herausforderung der hohen Nachfrage überhaupt zu bewältigen. In Dortmund wird der riesige Weihnachtsbaum dieses Jahr nicht aufgebaut, da ein Publikumsmagnet wie dieser Baum in Corona-Zeiten nicht angebracht sei.

Doch zurück zum Weihnachtsbaum, der letztlich zuhause landet. Wie tagesschau.de berichtet, gibt es einen Trend dahingehend, dass weniger sogenannte Fake-Weihnachtsbäume ihren Platz ins heimische Wohnzimmer schaffen. Zugleich äußert sich darin aber auch eine Hoffnung der Weihnachtsbaum-Verkäufer, die darauf bauen, dass Verbraucher es sich in der Corona-Zeit zuhause besonders gemütlich machen wollen. - *come-on.de und *wa.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Christian Charisius / dpa

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