Corona-Beschluss

Weihnachten 2020 im Corona-Lockdown: Harte Regeln für Familien - Mit wem darf man feiern?

Weihnachten 2020: Die Kontaktbeschränkungen bleiben wegen der dramatischen Corona-Lage bestehen. Für die Feiertage gibt es Lockerungen. Mit wem darf man feiern? 

  • Bund und Länder haben sich auf besondere Coronavirus-Regeln für Weihnachten geeinigt.
  • In den meisten Bundesländern - darunter NRW - gelten für die Feiertage leichte Lockerungen.
  • Aufgrund der extremen Lage nahm Armin Laschet die gelockerten Regeln für Weihnachten 2020 in NRW wieder zurück. Wer jetzt noch mit wem feiern darf. (News zum Coronavirus)

Update vom 22. Dezember, 12.22 Uhr: Wegen der besorgniserregenden Entwicklung bei den Corona-Zahlen haben Bund und Länder reagiert und einen Lockdown beschlossen, der seit dem 16. Dezember gilt. Die Kontaktbeschränkungen bleiben bestehen, allerdings gibt es eine kleine Lockerung für Weihnachten. Einen Überblick über die aktuellen Corona-Regeln an den Feiertagen finden Sie hier.

FesttagWeihnachten 2020
DatumFreitag, 25. Dezember 2020

Corona-Gipfel: Kontaktbeschränkungen und Co. - Die Beschlüsse für Weihnachten

{Erstmeldung vom 13. Dezember, 15.47 Uhr} Hamm - Nach dem Beschluss beim Corona-Gipfel am Sonntag (13. Dezember) sollen für Weihnachten die strengen Maßnahmen für private Kontakte - maximal fünf Personen aus maximal zwei Hausständen - gelockert werden. So sehen es die neuen Corona-Regeln und -Verbote für NRW vor.

Vom 24. bis zum 26. Dezember sind demnach zulässig: Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehende Personen zuzüglich Kinder im Alter bis 14 Jahre aus dem engsten Familienkreis - also Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweiligen Haushaltsangehörige, auch wenn dies mehr als zwei Hausstände oder fünf Personen über 14 Jahre bedeutet.

Nicht zu den engsten Angehörigen nach Paragraf 11, Absatz 1, Nr. 1 (Strafgesetzbuch) Nichten/Neffen bzw. Tanten und Onkel. Die genauen Regeln und wer an Weihnachten mit wem feiern darf, legen die Kommunen zum Teil jedoch selbst genauer fest.

Weihnachten trotz Corona mit der Familie? NRW-Chef Laschet rudert bei Regeln zurück

Update vom 11. Dezember, 12.20 Uhr: Armin Laschet rudert zurück. Nachdem Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident noch vor zwei Tagen die Lockerungen der Corona-Regeln für Tage rund um Weihnachten verteidigt hatte, werden die Maßnahmen doch verschärft.

Auch für Weihnachten 2020 werden in NRW die Kontaktbeschränkungen gelten, dass sich nur zwei Haushalte mit maximal fünf Personen treffen dürften, sagte Laschet und plädierte für einen sofortigen bundeseinheitlichen Lockdown.

Weihnachten mit der Familie trotz Corona? Diese Regeln gelten an den Feiertagen 2020

Update vom 30. November, 15.41 Uhr: Die empfohlenen Corona-Kontaktbeschränkungen für das Weihnachtsfest sollen in Nordrhein-Westfalen nicht mit Hilfe der Staatsgewalt in Privaträumen durchgesetzt werden. „Wir haben nicht vor, dass wir an Heiligabend die Polizei in die Wohnzimmer schicken“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in Düsseldorf. An Weihnachten sollen maximal zehn Menschen zusammenkommen - Kinder bis einschließlich 14 Jahre nicht eingerechnet.

Update vom 26. November, 16.28 Uhr: Wer über Weihnachten seine Familie besucht, soll trotz der Corona-Beschränkungen in Hotels übernachten dürfen. Das sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im Landtag. In der Bund-Länder-Konferenz war eine solche Ausnahme verworfen worden.

Weihnachten trotz Corona mit der ganzen Familie? Diese Regeln gelten für die Feiertage

Update vom 25. November, 23.19 Uhr: Nach stundenlangen Bund-Länder-Beratungen zum weiteren Corona-Fahrplan am Mittwoch ist klar: Weihnachten kann im engsten Familienkreis gefeiert werden. Beim Corona-Gipfel haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder um NRW-Landeschef Armin Laschet darauf verständigt, dass die strikten Kontaktbeschränkungen des verlängerten Lockdowns in der Zeit vom 23. Dezember bis längstens Neujahr aufgeweicht werden.

Das bedeutet, dass zu Weihnachten höchstens zehn Personen - drinnen oder draußen - zusammenkommen dürfen. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit. Wie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im Anschluss an den Gipfel erklärte, ermögliche man damit, dass ich etwa Eltern mit ihren erwachsenen Kindern treffen dürfen, auch wenn es sich um mehrere Haushalte handelt.

Laut Laschet soll auch ein Kontakt zu Großeltern möglich sein. Generell sollen dabei so viele Schutzmaßnahmen wie möglich ergriffen werden. Für viele Menschen sicherlich ein Einschnitt: Die Restaurants dürfen vor und an Weihnachten nicht öffnen.

Kirchen und Religionsgemeinschaften sollen zu Weihnachten im Gespräch mit den Ländern Konzepte zur Kontaktreduzierung bei Gottesdiensten und anderen Zusammenkünften erarbeiten. Religiöse Zusammenkünfte mit Großveranstaltungscharakter sollten vermieden werden.

Kanzlerin Angela Merkel sprach von einer besonderen Zeit, die bevorstehe, „einem besonderen Monat mit Weihnachten und dem Jahreswechsel - gerade für Christen, aber auch für andere Menschen“. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hingegen kritisierte die gelockerten Corona-Regeln an Weihnachten. Ein Mathematiker geht derweil davon aus, dass Weihnachten zum Superspreading-Event werden könnte.

Weihnachten trotz Corona mit der Familie: Diese Regeln sollen für das Fest gelten

[Erstmeldung] Hamm - Weihachten. Das Fest der Liebe. Die Feiertage, an dem bei vielen die Familie zusammenkommt und besinnliche Tage verbringt. Eigentlich. Doch aufgrund des Coronavirus und die nach wie vor hohen Infektionszahlen hatten viele schon die schlimmsten Befürchtungen: Fällt Weihnachten ins Wasser? Sehen die Corona-Regeln vor, das Fest wie gewohnt zu feiern? Oder gibt es einen Lockdown?

Das Gute ist: Die Politik Weihnachten mit der Familie auf keinen Fall verbieten. Die Ministerpräsidenten der Länder um NRW-Landeschef Armin Laschet (CDU) haben sich vor dem Bund-Länder-Treffen am Mittwoch (25. November) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf einheitliche Kontakt-Regeln für Weihnachten wie auch für Silvester geeinigt.

Demnach sollen im Zeitraum vom 23. Dezember 2020 bis zum 1. Januar 2021 Treffen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Familienmitgliedern oder haushaltsfremden Menschen bis maximal zehn Personen ermöglicht werden. Das geht aus einer Beschlussvorlage für den Corona-Gipfel mit Kanzlerin Merkel hervor, der der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag bereits vorlag. Kinder bis 14 Jahren seien hiervon ausgenommen.

Weihnachten trotz Corona mit der Familie: Minister empfehlen Selbstquarantäne

Um sich selbst, aber vor allem die Familie zu schützen, empfehlen die Politiker vor den Besuchen über Weihnachten eine mehrtägige Selbstquarantäne - wie es einige Experten um Virologe Christian Drosten bereits vor Wochen vorgeschlagen hatten. „Dies kann durch ggf. vorzuziehende Weihnachtsschulferien ab dem 19.12.2020 unterstützt werden“, heißt es in der Beschlussvorlage. NRW etwa hat bereits für frühere Weihnachtsferien entschieden, Bayern und Baden-Württemberg haben mittlerweile nachgezogen.

Noch nicht klar geregelt ist, wie es mit Gottesdiensten an Weihnachten aussehen wird. Die Ministerpräsidenten wollen mit den Kirchen über mögliche Vereinbarungen für Weihnachtsgottesdienste sprechen, wie aus dem Beschlussentwurf hervorgeht. „Bund und Länder werden das Gespräch mit den Religionsgemeinschaften suchen, um möglichst Vereinbarungen für Gottesdienste und andere religiöse Zusammenkünfte mit dem Ziel einer Kontaktreduzierung zu treffen“, heißt es in dem Papier. „Religiöse Zusammenkünfte mit Großveranstaltungscharakter gilt es dabei zu vermeiden.“

Weihnachten trotz Corona mit der Familie: Ausnahme der Regeln nur für das Fest und Silvester

Ziel des Ganzen ist es, die Corona-Infektionen im Umfeld der Feierlichkeiten an Weihnachten mithilfe dieser Regeln so gering wie möglich zu halten. Auch Arbeitgeber werden um Unterstützung bei Feiertagslösungen gebeten. Sie sollten prüfen, ob die Unternehmen entweder durch Betriebsferien oder großzügige Homeoffice-Lösung vom 23. Dezember bis 1. Januar geschlossen werden könnten.

Die Ausnahmen gelten jedoch nur für Weihnachten und Silvester. Um die Corona-Lage weiter in den Griff zu bekommen, soll es im restlichen Zeitraum strenge Kontaktregeln geben. "Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Falle auf maximal fünf Personen zu beschränken", heißt es mit Blick auf mögliche Corona-Regeln ab dem 1. Dezember. Kinder bis 14 Jahre sollen hiervon ebenso ausgenommen werden.

Der aktuelle Teil-Lockdown soll dem Länder-Papier zufolge bis zum 20. Dezember verlängert werden. Bei einer Inzidenz von "deutlich" unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen und wenn weitere Bedingungen erfüllt sind, sollen Länder die Möglichkeit bekommen, hiervon abzuweichen.

Weihnachten trotz Corona mit der Familie: Länder auch über Quarantäne-Zeit einig

Außerdem schlagen die Ministerpräsidenten vor, das Zeitintervall der häuslichen Quarantäne einheitlich auf eine Regelzeit von zehn Tagen festzulegen. "Mit den nunmehr in größerer Zahl zur Verfügung stehenden Antigen-Schnelltests ist eine testgestützte Verkürzung der Quarantäne-Zeit möglich."

Mit Blick auf den Jahreswechsel wurde aber nicht nur über Kontakt-Regeln mit Familie oder Freunden diskutiert, sondern auch über ein Böllerverbot an Silvester. Die Länder haben sich dahingehend geeinigt und wollen Silvesterfeuerwerk auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen untersagen, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden. "Die örtlich zuständigen Behörden bestimmen die betroffenen Plätze und Straßen", heißt es in dem Entwurf. Grundsätzlich wird "empfohlen", zum Jahreswechsel auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten - ein Verkaufsverbot ist demnach aber nicht vorgesehen. (mit dpa-Material)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Federico Gambarini

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare