Lokführer erleidet Schock

Wegen Flaschenpfand: Zug muss wegen leichtsinnigem
Unbekanntem schnellbremsen

Die Gleise sind lebensgefährlich und das Betreten ist verboten.
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Am Samstag (30. Juli) musste ein Zug im Bochumer Hauptbahnhof eine Schnellbremsung einleiten. Ein mutmaßlicher Flaschensammler ist in den Gleisbereich gesprungen, als der RE6 soeben losfuhr. Der Lokführer erlitt einen Schock.

Bochum - Samstagnachmittag gegen 17.30 Uhr alarmierte der Triebfahrzeugführer des RE 6 von Bochum nach Essen, die Bundespolizei im Hauptbahnhof Bochum.

Als er den RE 6 in Richtung Essen startete und losfuhr, sei ein Mann am gegenüberliegenden Bahnsteig in den Gleisbereich gesprungen und habe sich schnell dem Zug genähert. Geistesgegenwärtig leitete der Lokführer sofort eine Schnellbremsung ein, um einen Zusammenstoß mit der Person zu verhindern.

Der Unbekannte konnte scheinbar unverletzt flüchten.

Eine Videoauswertung der angeforderten Bundespolizisten ergab, dass ein mutmaßlicher Flaschensammler eine Pfandflasche im Gleisbereich herausholen wollte und sich dabei in Lebensgefahr begeben hatte.

Polizei sucht Zeugen

Durch den Vorfall kam es zu Verspätungen für nachfolgende Züge. Der betroffene Triebfahrzeugführer erlitt durch den Vorfall einen Schock und musste abgelöst werden.

Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein und bittet Zeugen um Hinweise. Wer kann Angaben zu dem Tatverdächtigen geben? Dieser ist offensichtlich männlich und ca. 30 Jahre alt. Zum Tatzeitpunkt trug er weiße Schuhe, eine blaue Hose und eine beigefarbene Basecap.

Hinweise nimmt die Bundespolizei unter der kostenfreien Servicenummer 0800-6 888 000 oder jede Polizeidienststelle entgegen.

Die Bundespolizei warnt vor den Gefahren des Bahnverkehrs und gibt Verhaltenstipps:

Solche Aktionen sind leichtsinnig und IMMER lebensgefährlich! Tödliche Gefahren gehen dabei nicht nur vom Zugverkehr an sich, sondern auch von Betriebsanlagen, wie z. B. stromführenden Teilen, Masten und anderer Infrastruktur aus.

Weitere Informationen dazu finden Sie auch unter www.bundespolizei.de und www.bahn.de

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